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Rodeo München

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RODEO 2020_Baustelle Utopia ist das neue Format des Tanz- und Theaterfestivals der Freien Szene der Stadt München.

RODEO 2020 ist ein Festival. RODEO 2020 ist auch ein Projekt. Als Festival findet es mit einem Programm vom 17. Oktober bis 1. November 2020 statt. Als Projekt wollen wir Stücke der Freien Tanz- und Theaterszene nicht an den üblichen Spielstätten zeigen, sondern noch unbekannte, ungewöhnliche Bühnenräume erschließen und die Produktionen in verschiedenen Münchner Stadtteilen inhaltlich und inszenatorisch neu verorten.

Damit wollen wir Menschen in der ganzen Stadt erreichen, künstlerische Impulse setzen, nachhaltige Verbindungen schaffen und Begenungen zwischen den Akteur*innen der Freien Szene und Bürger*innen ermöglichen.

RODEO 2020_Baustelle Utopia ist der künstlerische Beitrag zu politischen Themen der Stadt München.

Kunst muss sich mit den Fragen der Gegenwart auseinandersetzen, um relevant zu sein. Für uns stehen dabei Diversität, kulturelle Teilhabe, soziale Gerechtigkeit sowie die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus an oberster Stelle. Hier wollen wir Position beziehen. Die ausgewählten Produktionen werden deshalb nicht nur als Wiederaufnahmen präsentiert, sondern an neuen Orten und in neuen Zusammenhängen mit der Stadt und ihrer Gesellschaft verknüpft. Die Projekte (Tanz, Theater, Diskurs, Performance) schreiben sich in das Gewebe der Stadt ein und werfen Schlaglichter auf steigende Mietpreise, alltägliche Routinen oder auch politische Orte einer von Diversität geprägten Erinnerungskultur. Formate wie die Diskursreihe RODEO_Talkshow und der Open Call: "Das Leben. Gebrauchsanweisung" nach Georges Perec ergänzen die ausgewählten Stücke der Tanz- und Theaterszene der Stadt.

RODEO 2020_Baustelle Utopia ist die Schnittstelle von Kunst und Stadtgesellschaft.

Die Jubiläumsaugabe von RODEO will sich mit den Problemen, Werten und Visionen der postmodernen Stadt befassen. Was heißt Zusammenleben in urbanen Räumen? Wer weiß voneinander? Was bedeutet Zugehörigkeit? Ist die Stadt Heimat? Kann Stadt Heimat sein? Wie steht es um Zugänglichkeit? Welche Themen sind im Alltag der Stadt virulent? Welche Geschichten werden erzählt? Wer erzählt welche Geschichten? Was kommt zur Sprache? Was wird nicht besprochen? Wer spricht? Und wer wird nicht gehört? Was heißt Freiheit? Was heißt Teilhabe? Was heißt Demokratie? Und wo setzt Kunst an, die sich performativ, theatral oder installativ mit der Stadt und den Menschen, die in dieser Stadt leben, auseinandersetzt? Welche Kunst wird heute in München gemacht? Lassen sich die Baustellen der Stadt mit Utopien füllen?

Simone Egger, Karnik Gregorian, Bülent Kullukcu