Talkshow: Multiple Krisen

Talkshow: Multiple Krisen

Übersicht

Ein Gesprächsformat von KARAKAYA TALKS im Rahmen von heimaten: Relational Work, Relational Power im Haus der Kulturen der Welt

In der kontinuierlichen Berichterstattung zu Orten wie Sudan, Palästina, der Demokratischen Republik Kongo, Ukraine oder Iran zeigen sich wiederkehrende Muster: in politischen Interessen, in medialen Narrativen, in der Hierarchisierung von Leid und in den Formen der Entmenschlichung, die Gewalt legitimieren oder normalisieren. Gleichzeitig prägen die Ereignisse in diesen Ländern längst eine gemeinsame globale Öffentlichkeit. Über soziale Medien, Newsfeeds und algorithmische Logiken gelangen Bilder und Stimmen aus unterschiedlichen Krisenkontexten parallel in die kollektive Wahrnehmung – sie geraten aber auch schnell wieder in Vergessenheit. Dabei geht sowohl politischer Kontext verloren als auch die angebrachte Empathie. Millionen Menschen trauern gleichzeitig um Angehörige, Heimat, Sicherheit oder Zukunft, und dennoch erscheinen ihre Erfahrungen in der öffentlichen Wahrnehmung häufig als voneinander getrennte Ereignisse. Zwischen der gelebten Realität von Gewalt und ihrer medialen Darstellung entsteht eine Lücke, die verzerrt, wessen Leid als nah und relevant erscheint.

Vor diesem Hintergrund ist die Talkshow: Multiple Krisen als öffentlicher Beziehungsraum konzipiert, in dem verschiedene Gewaltkontexte nicht isoliert, sondern relational betrachtet werden. Im Zentrum steht die Frage, was sichtbar wird, wenn Krisen miteinander und aufeinander bezogen gedacht werden: Welche Muster wiederholen sich? Welche Narrative legitimieren Gewalt? Welche Formen kollektiven Vergessens prägen öffentliche Debatten? Und welche Rolle spielt Deutschland als medialer, politischer und gesellschaftlicher Kontext in der Art, wie diese Krisen wahrgenommen werden?

Die Talkshow ist Teil des von KARAKAYA TALKS gesetzten kuratorischen Rahmens Relational Work, Relational Power. Sie schafft einen Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen, Wissen geteilt wird und komplexe Zusammenhänge sichtbar werden, ohne die Vielschichtigkeit der Themen auf einfache Antworten zu reduzieren.

Host: KARAKAYA TALKS x HKW
Moderation: Anna Dushime
Panelist*innen: tbd


Begrenzte Zahl an Teilnehmenden, offen für alle, Eintritt frei mit Anmeldung



KARAKAYA TALKS
Die Community-basierte Medienplattform KARAKAYA TALKS beschäftigt sich seit Jahren mit globalen Machtverhältnissen, Gewalt und Krisen, die in öffentlichen Debatten oft vereinzelt, verkürzt oder entpolitisiert verhandelt werden. Die Erfahrung ihrer Gründerinnen Esra Karakaya und Djenna Wehenpohl zeigt: Anteilnahme existiert, aber Zusammenhänge fehlen. Krisen werden nebeneinander erzählt, aber selten miteinander gedacht, unabhängig davon, wie eng sie geografisch oder historisch verbunden sind.

Gut zu wissen

Highlights

  • 2 Stunden 30 Minuten
  • Präsenzveranstaltung

Ort

Haus der Kulturen der Welt (HKW)

John-Foster-Dulles-Allee 10

10557 Berlin

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Veranstaltet von
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