Free

Multiple Dates

Namibia bush thinning

Actions and Detail Panel

Free

Event Information

Share this event

Date and Time

Location

Location

Online Event

Event description
Dreiteilige Online-Veranstaltungsreihe über eine mögliche "bush-biomass partnership" zwischen Namibia und Hamburg durch "bush-thinning".

About this Event

Das Netzwerk hamburg.global, das Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit (ZMÖ), die Hamburger Universität für angewandte Wissenschaften (HAW) und der Zukunftsrat Hamburg laden zu einer dreiteiligen Online-Veranstaltungsreihe ein, um durch Referent*innen aus Namibia und Deutschland die Hintergründe und grundsätzlichen Ziele einer möglichen Partnerschaft zwischen Namibia und Hamburg auf Basis sogenannter Buschbiomasse vorzustellen. Dabei soll auch über den Stand der Diskussionen in den Arbeitsgruppen des von der Behörde für Umwelt, Energie, Klima und Agrarwirtschaft (BUKEA) durchgeführten Prüfprozesses zu dieser Partnerschaft berichtet und zu einer öffentlichen Diskussion angeregt werden.

Teil I Das „Biomasse-Namibia-Projekt“- Einführung zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten (Donnerstag, 26. November 17:00 – 20:00 MEZ)

Teil II Energietechnik und CO2- Bilanz der Lieferkette

(Dienstag, 1. Dezember, 17:00 – 20:00 MEZ)

Teil III Entwicklungspartnerschaft mit Namibia?

Postkolonialismus, Landfrage, menschenwürdige Arbeit

(Dienstag, 8. Dezember 17:00 – 20:00 MEZ)

Sie können sich für alle drei oder für einen einzelnen Teil anmelden. Die genaue Agenda für die einzelnen Abende wird demnächst veröffentlicht. Wenn Sie sich angemeldet haben, wird Ihnen die Tagesordnung zusammen mit den Zugangsdaten für die Konferenz automatisch per email zugesendet.

Die Konferenzsprache wird Englisch sein. Im Anschluss an die einzelnen Vorträge findet jeweils eine offene Frage- und Diskussionsrunde statt, bei der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fragen über die Chat-Funktion stellen können. Sie können Fragen über den Chat gerne auf Deutsch stellen.

Den (deutschsprachigen) Einladungsflyer können Sie unter diesem link herunterladen: https://cloud.hamburg.global/index.php/s/NJMksLa2axfm32z

Den (englischsprachigen) Einladungsflyer können Sie unter diesem link herunterladen: https://cloud.hamburg.global/index.php/s/jos4L2mRRePcz5r

Zum Hintergrund:

Die globalen Klimaprobleme und der Verlust der Biodiversität verweisen nicht nur auf die Dringlichkeit zu handeln, sondern auch auf die Wechselbeziehungen und Zusammenhänge der nötigen Lösungsstrategien.

In diesem Spannungsfeld steht auch der dramatische ökologische und klimarelevante Funktionsverlust der Savannenlandschaft in Namibia durch „bush-encroachment“(Verbuschung). Diese Verbuschung nimmt seit mehreren Jahrzehnten bedingt u.a. durch den Klimawandel und Überweidung immer weiter zu und ist wissenschaftlich unumstritten. Sie verringert gravierend die Grundwasserspeicherung, Artenvielfalt und vermindert in besonderer Weise die Fähigkeit der natürlichen Grassavanne, als CO2 Senke zu wirken. Andererseits wirkt auch die Buschbiomasse als CO2 Senke. Die Verbuschung betrifft inzwischen eine Fläche von ca. 450.000 km2 (ca. die Größe Schwedens). Jährlich nimmt diese Fläche um ca. 3% (ca. die Größe Schleswig-Holsteins) auf Kosten von Savannenlandschaften bzw. Weideland zu.

Daher hat die namibische Regierung ein kontrolliertes „bush-thinning“ nicht nur zu einem Schwerpunkt ihres 5. Nationalen Entwicklungsplanes gemacht, sondern auch um internationale Partnerschaft und Unterstützung ersucht. Denn obwohl seit einigen Jahren vor Ort versucht wird, das Buschholz als Biomasseprodukte (z.B. Holzhackschnitzel, Viehfutter, Holzkohle) sinnvoll zu verwerten, ist dies eine viel zu geringe Menge im Vergleich zu der wachsenden Ausbreitung und ist nicht dafür geeignet, bereits großflächig verbuschte Flächen für Wildtiere und eine landwirtschaftliche Nutzung zurückzugewinnen. Auch der sinnvolle Einsatz von Buschbiomasse zum Zweck der Stromproduktion ist in Namibia selbst stark begrenzt, da vor Ort Sonne und Wind wesentlich preiswerter zur Verfügung stehen und die bei der Verbrennung der Buschbiomasse entstehende Wärme nicht benötigt wird.

Da also die Busch-Biomasse grundsätzlich in großem Umfang geerntet werden muss und diese Menge eine Nutzung vor Ort übersteigt, sucht Namibia Exportpartnerschaften.

Angebot zur Partnerschaft seitens der namibischen Regierung

Da also die Busch-Biomasse grundsätzlich in großem Umfang geerntet werden muss und diese Menge eine Nutzung vor Ort übersteigt, sucht Namibia Exportpartnerschaften.

Vor diesem Hintergrund und von Forschungsinstituten, namibischen Umwelt- und Farmerverbänden und der GIZ (Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) unterstützt, hat die namibische Regierung Anfang 2020 Hamburg gebeten, eine „Buschbiomasse-Partnerschaft“ zu prüfen. Die Federführung für diesen im Mai 2020 begonnenen ca. einjährigen Prüfungsprozess liegt bei der Hamburger Behörde für Umwelt, Energie, Klima und Agrarwirtschaft (BUKEA). Die BUKEA hat dabei ausdrücklich Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und die Hamburger Wissenschaft eingeladen, sich in dem Prüfungsprozess einzubringen.

Der mögliche Anwendungszweck in Hamburg reicht von einem Einsatz von Holzpellets aus Buschholz im Kohleheizkraftwerk Tiefstack oder den Bau eines neuen Biomasse-Heizkraftwerks für die Fernwärme bis zur gemeinsamen Entwicklung von Biomass-to-Liquid-Verfahren in Namibia und Hamburg, um künftig klimafreundliche Kraftstoffe herzustellen.

Dabei wird die Menge an Buschholz, die von städtischen Unternehmen in Hamburg genutzt werden könnte, nach den bisher vorliegenden Annahmen und Unterlagen aus Namibia stets nur einen Bruchteil der in Namibia nachhaltig verfügbaren Mengen ausmachen.

Die Überlegung, Biomasse in einem großen Maßstab zur Energieerzeugung einzusetzen, und dann auch noch ca. 11.000 km entfernt vom Ursprungsort, erfordert einen besonderen Blick auf die Hintergründe und die komplexen Fragen, die damit verbunden sind.

Das Netzwerk ‚hamburg.global‘, das ‚Zentrum für Mission und Ökumene - Nordkirche weltweit‘ (ZMÖ) sowie der Zukunftsrat Hamburg haben daher seit Mai 2020 eine offene Prozessgruppe eingerichtet, um den offiziellen Prüfprozess der BUKEA aktiv und kritisch-konstruktiv zu begleiten – mit z.B. den Fragen:

Ist eine Biomasse-Nutzung in Hamburg klimaökologisch vertretbar?

Wie kann ein solches Projekt – sowohl in Namibia als auch in Hamburg - nachhaltig ausgestaltet werden?

Wie kann ein Großteil der Wertschöpfung in Namibia stattfinden und eine Teilhabe breiter Bevölkerungsteile auch außerhalb direkt profitierender Interessengruppen sichergestellt werden?

Wie kann ein Rückfall in bisherige Nutzungsmuster in der Viehhaltung („Überweidung“) auf den wiederhergestellten Savannenflächen verhindert werden?

Wie sollte der koloniale Hintergrund zwischen Namibia und Hamburg angemessen Berücksichtigung finden?

Die drei Veranstaltungen sollen und können nicht dazu dienen, alle diese Fragen zu beantworten. Sie sollen vielmehr dazu führen, der interessierten Öffentlichkeit die Vielschichtigkeit des Themas darzulegen und einzuladen, an dem Prüfungsprozess zwischen Namibia und Hamburg teilzunehmen.

Die BUKEA hat Anfang November eine Webseite mit ausführlichen Informationen zum Thema „bush-encroachment“ und dem Prüfungsprozeß der Partnerschaft eingerichtet:

https://www.hamburg.de/energiewende/namibia-biomass-partnership/

Leider gibt es diese Webseite bisher nur auf deutsch. Eine englische Übersetzung soll bis zum 24.11.2020 vorliegen.

Dear Sir or Madam,

Thank you for your interest in our event on bush biomass in Namibia.

The network hamburg.global, the Center for global Ministry and Ecomenical Relations of the ev. Lutheran Church of northern Germany (ZMÖ), the Hamburg University of Applied Sciences (HAW) and the Zukunftsrat Hamburg invite to three online events in order to present background infomation and basic goals of a potential partnership project between Namibia and Hamburg using biomass generated from bush thinning. The aim is also to report on the status of discussions in the working groups of the review process conducted by the Authority for Environment, Energy, Climate and Agriculture (BUKEA) and to stimulate public discussion on this partnership.

Part I: The "Biomass Namibia Project" - introduction of ecological, economic and social aspects (Thu, 26 November 17:00 - 20:00 EST)

Part II: Energy Technology and CO2- balance of the supply chain

(Tue, 1. December 1, 17:00 - 20:00 EST)

Part III: Development Partnership with Namibia? Aspects of Postcolonialism, landownership, working conditions

(Tue, 8, December, 17:00 - 20:00 EST)

You can register for all three or for a single part. The exact agenda for the individual evenings will be published soon. Once you have registered, the agenda together with the access data for the conference will be sent to you automatically by email.

The conference language will be English. The individual presentations will be followed by an open question and discussion round where all participants can ask their questions via the chat function.

You can download the invitation under this link : https://cloud.hamburg.global/index.php/s/jos4L2mRRePcz5r

Background information:

Climate change and biodiversity loss do not only point out the urgency to act, but also the interrelations and interdependencies of the necessary solution strategies.

The importance oft savannah graslands as a carbon sink is lost due to "bush encroachment". It has been increasing for several decades due to climate change and overutilization. This is scientifically undisputed. It seriously reduces groundwater storage, biodiversity and in a special way the ability of the natural grass savannah to act as a carbon sink. However, the bush biomass also acts as a CO2 sink. The scrub encroachment now affects an area of about 450,000 km2 (about the size of Sweden). Every year this area increases by approx. 3% at the expense of savannah landscapes or pasture.

Therefore, the Namibian government has not only made controlled "bush-thinning" a focus of its 5th National Development Plan, but has also requested international partnerships and support. Although attempts have been made for some years now to use bushwood as wood chips, animal feed and charcoal, this is far too little a quantity compared to the regrowth and is not enough for the reclamation of land for wildlife or agricultural purposes. The possibilities for sustainable use of bush biomass for energy production in Namibia is also very limited , as sun and wind are available locally at much lower costs and the heat generated by burning bush biomass is not needed.

Since bush biomass must be harvested at a large scale and the quantity exceeds local uses, Namibia is looking for export opportunities.

Reqest of partnership from the Namibian government

With this in mind and with the support of research institutes, Namibian NGOs and GIZ (German Society for International Cooperation), the Namibian Government asked Hamburg to consider a "bush biomass partnership" in early 2020. The Hamburg Ministry for Environment, Energy, Climate and Agriculture (BUKEA) is the lead agency for a one-year review process, which began in May 2020. BUKEA expressly invites representatives of civil society and Hamburg's scientific community to participate in this review process.

Possible applications in Hamburg range from the use of wood pellets from bushwood in the Tiefstack coal-fired cogeneration plant or the construction of a new biomass cogeneration plant for district heating to the joint development of biomass-to-liquid processes in Namibia and Hamburg to produce climate-friendly energy solutions in the future.

According to existing assumptions and documents from Namibia, the amount of bushwood that could be used by urban enterprises in Hamburg will always be only a fraction of the amount sustainably available in Namibia.

The consideration of using biomass on a large scale for energy production, and then that about 6850 miles away from its place of origin, requires a special look at the background and the complexityof the circumstances.

Together the network 'hamburg.global', the Center for global Ministry and Ecumenical Relations of the ev. Lutheran Church of northern Germany (ZMÖ) and the Future Council Hamburg have established a process in May 2020 to actively, critically and constructively accompany the official audit process of BUKEA.

We will consider f.e. the following questions (to be completed):

Is the use of biomass in Hamburg ecologically acceptable?

How can such a project - both in Namibia and in Hamburg - be sustainable?

How can a large part of the value cain take place and benefit Namibia and how can the participation of broad section of the population be ensured besides directly beneficionaries?

How can a relapse into previous patterns of use in livestock farming ("overgrazing") be prevented on the restored savannah areas?

How should the colonial background between Namibia and Hamburg be adequately taken into account?

The three events should not and cannot serve to answer all these questions. They should rather lead to explaining the complexity of the topic to the interested public and inviting them to participate in the examination process between Namibia and Hamburg.

In early November BUKEA launched a website with detailed information on the topic of "bush-encroaching" and the examination process of the partnership:

https://www.hamburg.de/energiewende/namibia-biomass-partnership/

Unfortunately this website is only available in German. An English translation should be available by 24 November.2020.

Share with friends

Location

Online Event

Save This Event

Event Saved