"Zauberhafte Südsee" - Filmvortrag von Aussteiger und Weltumsegler Gangerl

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Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort

Bürgerhaus

Lauscherwörth 5

82275 Emmering

Germany

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Beschreibung des Events
Das ECHTE Aussteigerleben - besser geht's nicht! Paradiesjäger Gangerl hat sich diesen Traum erfüllt und ist seit über 30 Jahren unterwegs.

Zu diesem Event

Extremaussteiger Gangerl Clemens segelt seit über 30 Jahren um die Welt. Er vermittelt mit seinem Filmvortrag „Zauberhafte Südsee“ Eindrücke von seinen schier unfassbaren Abenteuern.

Noch zwei Jahre bis zum runden 80. Geburtstag, doch seine Weltumsegelung will Gangerl Clemens niemals beenden. Seit 1988 ist der Aussteiger mit selbstgebauter Yacht unterwegs, hat deutlich über 100.000 Seemeilen im Kielwasser und kann bändeweise von seinen Abenteuern erzählen. Piratenüberfälle bei den Philippinen, Gefängnisaufenthalte von den Salomonen bis Afrika, wütende Stammeskrieger in Neuguinea oder der Jahrhundertsturm „Zyklon Polly“ auf dem Weg in die Antarktis – Dank starkem Willen hat der Einhandsegler bisher alles gemeistert. Seine Passion sind Primitivkulturen und indigene Stämme, die er in so manch gefährlichem Trip besucht hat. „Immer abseits des Tourismus“, so Gangerl Clemens. Zudem hat er bisher schon 180.000 Kilometer mit dem Rucksack durch über 100 Länder und rund 6.000 Tauchgänge auf dem Konto.

Während seinem Filmvortrag nimmt er die Zuschauer mit in die entlegensten Gebiete der Erde. Ob einsame Inseln und traumhafte Strände, farbenreiche Unterwasserwelten und gefährliche Tauchgänge oder tropische Dschungel und von der Außenwelt komplett abgeschieden lebende Stämme. „Die Besucher bekommen hautnah mit, wie es mir damals ergangen ist“, verspricht Gangerl Clemens. Passend dazu feiert sein erstes Buch „Der Paradiesjäger“ Premiere und handelt ebenso wie der Vortrag von den ersten Jahren seines Aussteigerlebens. Einen Eindruck von dem urigen Weltenbummler kann man sich am 18.09. um 16.15 Uhr bei „Wir in Bayern“ im Bayerischen Fernsehen machen.

Weitere Infos über Gangerl

Internet: www.gangerlclemens.de

YouTube: Gangerl Clemens

Instagram: @gangerlclemens

Facebook: @Gangerl

Artikel über Gangerl in der BILD-Zeitung vom 11.09.2019

Infos zum Vortrag

Einlass zum Filmvortrag ab 18.30 Uhr

Beginn 19.30 Uhr

Ende ca. 21.45 Uhr

inkl. 10 - 15 Min Pause

Häufige Fragen

Ist das Ticket übertragbar? Ja, Tickets sind übertragbar.

Muss ich das ausgedruckte Ticket mitbringen? Nein, nicht zwingend. Es reicht auch, die Bestätigung auf dem Smartphone zu zeigen.

Wie sehen die Rückerstattungsbedingungen aus? Ein Rückerstattung ist leider nicht möglich, allerdings können Tickets im privaten Rahmen weitergegeben werden.

Der Name auf der Registrierung/dem Ticket stimmt nicht mit dem Namen des Teilnehmers überein. Ist das ein Problem? Nein, das ist kein Problem. Man erhält Zugang auch mit einem Ticket, auf dem ein anderer Name steht.

Ausführliche Vortragsbeschreibung

In Deutschland alles aufgegeben und den Ausstieg ins Paradies gewagt

1975 fasste Wolfgang „Gangerl“ Clemens den Entschluss auszusteigen. Als begeisterter Segler benötigte er dazu ein Schiff. Obwohl er keinerlei Ahnung vom Bootsbau hatte, schweißte er in 12-Jähriger Feierabendarbeit im Hof seiner Kunstschmiede eine 18 Tonnen schwere und 15 Meter lange Stahlyacht zusammen. Er verkaufte all sein Hab und Gut und startete 1988 mit Freundin und Hund zur großen Weltumsegelung.

Die Donau hinab, durch die damals kritischen Balkanländer, gelangte der Aussteiger mit seiner „Kinf of Bavaria“ unter Schwierigkeiten über das Schwarze Meer ins Mittelmeer. Bald schon erhielten die bunten Blätter ihre ersten Schlagzeilen: „Die Seeschlacht von Mallorca - Preußen gegen Bayern“ so lautete es auf der Titelseite der Bildzeitung. Nach einigen Maschinenschäden und zwei starken Stürmen erreichte Gangerl die Karibik. Tief enttäuscht über die unfreundlichen und diebischen Einheimischen machte er sich bald auf den Weg in die Südsee. Durch das vom Krieg geplagte Panama ging es weiter nach Cocos Island, der Schatzinsel, auf der er natürlich vergebens nach dem berühmten Piratenschatz suchte und dort in riesigen Herden von Hammerhaien tauchte.

Über Galapagos führte sein Weg in die Südsee. Sein erster Stopp nach 32 Tagen Überfahrt waren die Marquesas-Inseln. Bei einem Drachenflug vor den Augen der begeisterten Einheimischen stürzte er beinahe ab und hatte ein abenteuerliches Erlebnis in einer großen Schule von riesigen Mantas. Viele Monate verweilte er anschließend bei den Tuamotu-Inseln, dem größten Atoll-Gebiet der Erde. Er widmete sich hauptsächlich dem Tauchsport, lebte und fischte mit den Eingeborenen und fand den Weg in die eigene Tiefe. Dort wurde ihm deutlich klar, dass die Zivilisation nicht mehr seine Welt war.

Weiter ging es nach Tonga, wo er um Haaresbreite einem Taifun entkam. Nach heftiger Überfahrt in Neuseeland angekommen, baute er ein festes Deckshaus, da sein Plan war, nach Auckland Island zu segeln. In der Nähe der Antarktis ist der Tierreichtum groß, gigantische Herden von Gelbaugen-Pinguinen sind dort zu Hause. Doch es blieb beim Versuch, da ein horrender Sturm an der Westseite Neuseelands ihn zur Umkehr zwang.

Auf Fidschi angekommen kannte er keinerlei Rast, segelte von Insel zu Insel und besuchte auch Gebiete, deren Anlaufen für Yachten verboten war. Als die nächste Zyklonsaison nahte und seine Freundin eine nochmalige stürmische Überfahrt nach Neuseeland fürchtete, entschloss er sich, nach Tuvalu zu segeln. Zwei weitere Yachten hatten sich angeschlossen und so kreuzten sie im Atoll Nanumea als erste Segler auf, wo sie mit großem Hallo von den Einheimischen empfangen wurden. Die Crews waren ein halbes Jahr in die 200-Seelen-Dorfgemeinschaft integriert, in deren Mitte Weltenbummler Gangerl die schönste Zeit seines Lebens verbrachte. Die Tage waren gefüllt mit Reparaturarbeiten für die Einheimischen, Fischen und Tauchen. Er erhielt später für die Aufnahmen seiner Mund-zu-Mund-Fütterung von 2,5 Meter langen Riesenmuränen eine Goldmedaille vom internationalen Amateurfilm Verband. Mit seiner Leidenschaft für das Tauchen hat er es inzwischen auf über 6000 Tauchgänge gebracht, die nicht selten in gefährlichen Situationen endeten.

Als Anfang April der Ostwind einsetzte, segelte er zurück nach Fidschi. Seine Freundin verließ das Schiff und so war Gangerl ab diesem Moment Einhandsegler. Beim Inselstaat Vanuatu angekommen, besuchte er die Turmspringer von Bunlap auf der Insel Pentecost, die noch heute ihre uralte Kultur leben. Frauen sind nur mit Bastrock und Männer nur mit Penisköcher bekleidet. Ein ganz besonderes Highlight ist das alljährlich stattfindende Turmspringen, der Ursprung des modernen Bungee Jumpings, das auch hartgesottenen Besuchern eine Gänsehaut einjagt.

Mit kräftigem Wind kreuzte die Bavaria nach Australien. Auf dem Weg von Tasmanien nach Auckland Island geriet Gangerl in den Jahrhundertsturm „Zyklon Polly“. Ein Sturm mit 80 Knoten Windgeschwindigkeit und 20 Meter hohen Wellen, die versuchten, das Schiff zu zerschmettern. Sechs Tage dauerte dieses Inferno, in dem das Schiff etliche Male mit dem Mast unter das Wasser gedrückt wurde. Segel waren zerfetzt, der Bugkorb eingedrückt, ein Stahlwant gerissen und ein Motor nur noch in zwei Lagerböcken befestigt. Wieder zurück in Neuseeland, wo sich der gebeutelte Weltumsegler machtlos hintreiben lassen musste, begab er sich sofort in ärztliche Behandlung. Resultat: Drei gebrochene Rippen und eine Platzwunde am Knie.

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