Wem glauben wir? - Meinungsbildung in der mediatisierten Gesellschaft

Bereich für Aktionen und Details

Verkauf beendet

Eventinformationen

Dieses Event teilen

Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort

Online-Event

Beschreibung des Events
Wem glauben wir? - Meinungsbildung in der mediatisierten Gesellschaft

Zu diesem Event

In Zeiten von Verschwörungserzählungen und Fake News üben besonders spannende und häufig mysteriös erscheinende Erklärungsversuche in sozialen Medien einen besonderen Reiz für die Meinungsbildung und Identifikation junger Menschen aus. Die Grenzen zu diskriminierenden, antisemitischen, rechtsextremen und fragwürdigen Inhalten sind schnell überschritten und machen sie durch die Dynamik des Internets besonders gefährlich. Somit stellt die Förderung der Informations- und Nachrichtenkompetenz ein zentrales Aufgabenfeld einer zeitgemäßen Medienbildung dar.

Der Online-Fachtag möchte pädagogischen Fachkräften Mut machen, sich für den Umgang mit Verschwörungsmythen und Fake News methodisch zu stärken und medienpädagogisch fit zu machen. Es gibt ein besonders breites Angebot an Online-Workshops und Impulsen. Zu den Impulsen am Vormittag ist der Junior-Prof. Dr. Andreas Spengler (Medienbildung und Medienpädagogik) der Universität Rostock sowie Raphaela Müller vom JFF - Institut für Medienpädagogik mit dem Projekt "Truth Tellers" eingeladen. Danach besteht die Möglichkeit, an zahlreichen Workshops in Online-Konferenzräumen teilzunehmen.

Wann: 21.Oktober 2021

Wo: digital per Zoom

Die Veranstaltung wird von der "AG Medienbildung Rostock" veranstaltet. Die AG hat sich 2020 gegründet. Praxis, Aufklärung, Sensibilisierung und Befähigung für sozialpädagogische und medienpädagogische Themen stehen im Fokus. Zu den Gründungsmitgliedern gehören der Bereich Jugendschutz des Amtes für Jugend, Soziales und Asyl Rostock, die Stadtbibliothek Rostock, Schulsozialarbeit Rostock, Polizeiinspektion Rostock/ Bereich Prävention, Institut für neue Medien Rostock, Radio LOHRO, Regionalbeauftragter für Medienbildung Rostock, Rostocker Offener Kanal (rok-tv) der Medienanstalt M-V und Juniorprofessur für Medienpädagogik und Medienbildung – Philosophische Fakultät der Uni Rostock.

Tagungsprogramm

08:30 Uhr Ankommen & Technikcheck

09:00 Uhr Begrüßung & Organisatorisches

09:15 - 10:00 Uhr

Meinen, glauben oder wissen? Impulse zur Bedeutung von Medienbildung im Kontext von Influencing und Fake News

Junior-Prof. Dr. Andreas Spengler

Juniorprofessur für Medienpädagogik und Medienbildung am Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik, Philosophische Fakultät der Universität Rostock

10:00 - 10:45 Uhr

Verschwörungserzählungen in der pädagogischen Bildungsarbeit. Ein praktischer Ansatz über die Rolle von Emotionen und die Kraft des Erzählens

Raphaela Müller

JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

10:45 - 11:00 Uhr Pause

11.00 - 12.45 Uhr Workshops

Workshop I

Zuschreibungserfahrungen und Sensibilisierung: Welchen grundsätzlichen Annahmen folgen wir als pädagogisch Handelnde in täglichen medialen Kontexten?

Um über Themen, die den Umgang mit den Möglichkeiten und Herausforderungen in der mediatisierten Welt mit Kindern und Heranwachsenden ins Gespräch kommen zu können, bedarf es nicht nur Kenntnissen über die Wirkung der Medienwelt, sondern auch über Kompetenzen, um "ins Gespräch" zu kommen. Hierzu gehören auch Nachrichtenkompetenz, der Umgang mit Fake News und Ver¬schwörungs¬theorien. Zuschreibungserfahrungen und Sensibilisierung für das pädagogische Handeln in täglichen medialen Kontexten sind hierbei ebenso von Belang, wie Herangehensweisen für eine sensibilisierende Arbeit mit Kindern. (Kristina Quandt & Stephan Kurth, Soziale Bildung e.V.)

Workshop II

Verschwörungsmythen: Von verdrehten Fakten und gefühlten Wahrheiten

Verschwörungserzählungen gibt es seit Menschengedenken. Es ist kein neues Phänomen, erhält aber durch Internetplattformen eine neue Tragweite. In dem Workshop ergründen wir die Charakteristika von Verschwörungsmythen; wer überhaupt daran glaubt und welche psychischen Effekte beachtet werden müssen, wenn wir versuchen, dagegen zu argumentieren. Dabei schauen wir auch auf typische Rhetorikstrategien und wie wir damit umgehen können. Ziel ist es, allen Teilnehmer*innen einen geeigneten Methodenkoffer an die Hand zu reichen – zur eigenen Anwendung aber auch zur angemessenen Vermittlung an Schüler*innen. (Anne Horn & Tanja Czechl, Radio LOHRO 90,2)

Workshop III

Let’s face the facts! – Fake News handlungssicher begegnen

In diesem Workshop lernen die Teilnehmer*innen Strategien und Tools zur Enttarnung von Fake News kennen. In einem Online-Escaperoom kommen die erlernten Inhalte direkt zur Anwendung und geben gleichzeitig einen Einblick in eine spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema mit Kindern und Jugendlichen. (Marieke Schürgut, RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V.)

Workshop IV

Digitale Gewalt als Bildungsthema: Strategien und Konzepte aus der Schule

Anhand von Fallbeispielen und Einblicken in die Präventionsarbeit der Beruflichen Schule-Technik Rostock soll die Stärkung der politischen Medienkompetenz im Rahmen der Schulsozialarbeit veranschaulicht werden. Das Bildungsprogramm "Helden statt Trolle" des Landeskriminalamtes M-V und der Landeszentrale für politische Bildung M-V hat sich auf die digitalen Gewaltthemen Hate Speech, Fake News und Cybermobbing spezialisiert und beantwortet die Frage, wie wir junge Menschen an diese Themen heranführen, sie medienkritisch und damit handlungssicher im Umgang mit diesen digitalen Herausforderungen machen können. (Kerstin Brune, Schulsozialarbeiterin Lunte e.V. & Christian Heincke, Landeskriminalamt M-V, Projekt "Helden statt Trolle")

Workshop V

Verschwörungstheorien im pädagogischen Alltag – Welche straf- und zivilrechtlichen Aspekte ergeben sich daraus für meine Arbeit?

Ein kurzer Überblick über vorhandene Theorien beleuchtet die straf- und zivilrechtlichen Gesetzesverstöße, die die Arbeit von pädagogischen Lehrkräften berühren kann. Es werden rechtliche Mittel der Lehrkräfte erläutert und vor allem Fragen und Probleme der Teilnehmer*innen beantwortet.

Wann müssen Lehrkräfte handeln? Was, Wen und Wem muss ich melden? Wie wird ein solcher Vorfall abgehandelt? Wo finde ich Hilfe bzw. Unterstützung? (Matthias Bartsch, Polizeiinspektion Rostock, Sachbereich Prävention)

Workshop VI

Fake Hunter und Fake Hunter Junior - Spielerisch Fake News entlarven

Im Planspiel Fake Hunter (Junior) lernen die Kinder und Jugendlichen, Fake News aufzudecken. Sie werden dabei in kleinen Teams detektivisch tätig. Sie sollen mithilfe der „Fake-Prüfwerkzeuge“ und diverser verlässlicher Quellen aus Internet, Datenbanken und Bibliotheken Fakten überprüfen, verifizieren oder als Fake News entlarven. Im Workshop gibt es eine Einführung in den Ablauf des Spiels sowie den pädagogischen Einsatz. Es ist ein Angebot der Stadtbibliothek Rostock. (Dennis Kranz, Stadtbibliothek Rostock)

12:45 – 13:15 Uhr Mittagspause

13:15 – 13:50 Uhr Abschluss & Ausblick

13:50 – 14:30 Uhr Offener Austausch & Netzwerken

Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Online-Event

Dieses Event speichern

Event gespeichert