Von der Trockenlegung Brandenburgs zur Wasserrückhaltung auf den Flächen

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Von der Trockenlegung Brandenburgs zur Wasserrückhaltung auf den Flächen

Wie können alte Entwässerungssysteme heute reguliert werden? Tagung des NetzwerkWasserAgri.

Zeit und Ort

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Veranstaltungsort

Heimvolkshochschule am Seddiner See Seeweg 2 14554 Seddiner See Germany

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  • 7 Stunden 30 Minuten
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Mit großangelegten Meliorationsprojekten wurden in Brandenburg seit dem 18. Jahrhundert bis in die 1980er Jahre hinein die Grundlagen für eine landwirtschaftliche Nutzung gelegt. Die Landschaft wurde tiefgreifend umgestaltet und ausgeräumt, um großflächige Agrarstrukturen zu schaffen. Das Paradigma der Entwässerung wirkt bis heute nach. Jetzt zwingt der Klimawandel zum Umdenken: Frühjahrstrockenheit, Dürresommer, sinkende Grundwasserspiegel, verlandende Seen. Beginnt mancherorts bereits eine Versteppung? Landwirte fragen sich zunehmend, ob sich der Anbau von Sommerfrüchten ohne Bewässerung zukünftig noch lohnt. Brauchen wir also ein neues Paradigma? Es könnte heißen: So viel Wasser wie möglich auf den Flächen halten und mit Gehölzstrukturen und Bodenbedeckung Klimalandschaften aufbauen!

Wie dies geschehen könnte und welche innovativen Ideen es in Brandenburg bereits gibt, will das Projekt NetzwerkWasserAgri zeigen. Es geht dabei nicht um die Vernässung von Moorstandorten, sondern um zu-kunftsfähige Lösungen für Flächen, auf denen Feldfrüchte und Futter angebaut werden.

In der diesjährigen Tagung des NetzwerkWasserAgri geht es um die Frage: Wie wirken die alten Entwässe-rungssysteme heute auf die Land(-wirt)schaft? Wie können Drainagen, Schöpfwerke, Vorfluter oder Gräben reguliert und rückgebaut werden, um das heute dringend benötigte Wasser in der Landschaft zu halten? Und wie könnte diese komplexe Aufgabe, die viele Interessen berührt, angegangen werden? Die Tagung lässt Expert*innen aus Praxis, Verwaltung, Wissenschaft und Politik zu Wort kommen und gibt Raum für Austausch. Eine kleine Ausstellung zeigt die Geschichte der Melioration und zukünftige Perspektiven.