Kostenlos

Virtuelles Matchmaking: Neue Kunden in Finnland treffen

Bereich für Aktionen und Details

Kostenlos

Eventinformationen

Dieses Event teilen

Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort

Online-Event

Beschreibung des Events
Konferenz mit lokaler maritimer Wirtschaft, branchenspezifische Zielmarktstudie, b2b Meetings nach individueller Geschäftspartnersuche

Zu diesem Event

Vom 24. bis 27. August 2021 führt die Deutsch-Finnische Handelskammer (AHK Finnland) in Zusammenarbeit mit der econAN international GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine digitale Geschäftsanbahnung für deutsche Schiffbauer und Zulieferer durch. Fachlich wird das Projekt durch Finnish Marine Industries, das Shift Business Festival und die VDMA AG Marine Equipment and Systems unterstützt. Deutsche Unternehmen der Branche erhalten detaillierte Informationen zum Eintritt in den finnischen Markt und werden bei der Geschäftspartnersuche unterstützt.

Leistungen:

  1. Während einer Fachkonferenz am 24.08.2021 präsentieren die deutschen Unternehmen Produkte und Dienstleistungen „Made in Germany“ dem finnischen Fachpublikum (Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden).
  2. Zur Vorbereitung wird derzeit eine branchenspezifische Zielmarktanalyse erstellt, die die Teilnehmer vor dem Termin erhalten. Sie enthält Informationen zu den Marktpotenzialen und -entwicklungen, rechtlichen Rahmenbedingungen etc.
  3. Das Herzstück des Programms sind individuelle Termine mit finnischen Entscheidungsträgern und potenziellen Geschäftspartnern. Diese werden im Vorfeld für jeden Teilnehmer durch eine individuelle Geschäftspartnersuche der AHK Finnland ermittelt. Wegen des hohen Aufwands sind diese Suchen normalerweise mit entsprechenden Kosten verbunden. In diesem Fall trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die Kosten für Sie. Die potentiellen Kunden können Sie uns vorher benennen oder es werden nach ihren Vorgaben für Sie passende Unternehmen recherchiert. Auch bereits bestehende Kontakte können so intensiviert werden und bei Bedarf von der Auslandshandelskammer flankiert werden.

Programm

24.08.2021 Briefing, erste Projekt- und Referenzbesuche und individuelle Geschäftstermine

  • Kick-Off mit der AHK Finnland: Virtuelles Get-Together & Vorstellung der Teilnehmer, der organisatorische Ablauf wird besprochen.
  • Zeit für die ersten individuellen Geschäftsgespräche (Finnische Unternehmen aus dem Bereich Schiffbau und Werften mit Fokus auf Passagierschiffbau und Institutionen, Organisationen und Behörden aus der maritimen Wirtschaft und andere in diesem Markt agierenden Akteure)
  • Briefing von der AHK Finnland: Im Rahmen des Briefings erhalten die deutschen Teilnehmer wichtige Informationen zum Zielland. (u.a. Vorstellung des BMWi-Markterschließungsprogramms, Rahmen- und Förderbedingungen in Deutschland sowie in Finnland, Stand der maritimen Industrie mit Fokus auf Passagierschiffe in Finnland)

25.08.2021  Präsentationsveranstaltung & individuelle Geschäftstermine während der Shift

  • Eröffnungsreden (AHK Finnland, ggf. Vertreter vom BMWi, Partnerorganisationen wie VDMA AG Marine Equipment and Systems, SHIFT Business Festival, der Finnische Verband der Maritimen Industrien, der deutschen Botschaft und Vertreter lokaler Verwaltungen / Institutionen)
  • Fachbezogene Präsentationsveranstaltung zum Thema Maritime Industrie inkl. Firmenpräsentationen
  • Paneldiskussion / Workshop / virtuelle Exkursion und Zusammenfassung der Veranstaltung

26.08.2021  individuelle Geschäftstermine & weiteres Rahmenprogramm

Individuelle Geschäftsgespräche mit finnischen Unternehmen (Finnische Unternehmen aus dem Bereich Schiffbau und Werften mit Fokus auf Passagierschiffbau und Institutionen, Organisationen und Behörden aus der maritimen Wirtschaft und andere in diesem Markt agierenden Akteure)

27.08.2021  individuelle Gesprächstermine, Abschlussgespräche

  • Individuelle Geschäftsgespräche mit finnischen Unternehmen (Finnische Unternehmen aus dem Bereich Schiffbau und Werften mit Fokus auf Passagierschiffbau und Institutionen, Organisationen und Behörden aus der maritimen Wirtschaft und andere in diesem Markt agierenden Akteure)
  • Abschlussgespräche mit den deutschen Teilnehmern

Teilnahmebedingungen:

Das Projekt ist Teil des Außenwirtschaftsförderangebotes von Germany Trade & Invest (GTAI) und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Teilnehmen können maximal 12 Unternehmen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei Teilnehmer aus den ostdeutschen Bundesländern (einschließlich Berlin) oder aus strukturschwachen Regionen (gemäß der GRW Fördergebiete 2014-2020) Vorrang haben.

Nach der Registrierung über eventbrite erhalten Sie von uns ein Formular (KMU- und De-minimis-Erklärung) und eine Rechnung über den Teilnahmebetrag.

Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens:

  • 250 EUR (netto) für Teilnehmer mit weniger als 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitern
  • 375 EUR (netto) für Teilnehmer mit weniger als 50 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern
  • 500 EUR (netto) für Teilnehmer ab 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder ab 500 Mitarbeitern

Allen Teilnehmern werden die individuellen Beratungsleistungen in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt.

Es handelt sich um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführt wird. Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Der finnische Markt

Die maritime Wirtschaft in Finnland ist höchst innovativ. Dabei profitiert die Branche von einem Testgebiet an der finnischen Westküste. Die maritime Industrie in Finnland profitiert von den Investitionen (ca. 200 Mio. EUR) und der Auftragslage im Kreuzfahrtschiffbau bei der Werft Meyer Turku, die bis 2025 ausgelastet ist. Während in vielen Ländern die Schiffbaubranche unter dem Containerschiffüberhang litt, hatte der traditionelle Schiffbaustandort Finnland von der guten Auftragslage im Kreuzfahrtschiffbau profitiert. Im Jahr 2019 gab Meyer an, in den nächsten Jahren weiter stark zu investieren, um die Produktivität bis 2025 zu verdreifachen. Bisher investierte das Unternehmen bereits über 200 Millionen Euro u.a. in die Modernisierung und in neue Geräte bzw. Systeme sowie in Produktionskapazität in Turku.

Der Schiffbau ist eine der Schlüsselindustrien in Finnland und ein wachstumsstarkes Segment. Die Auftragsbücher der Schiffswerften sind in Finnland auf Jahre hinaus gefüllt. Von 2010 bis 2019 wuchs die Gesamtindustrie kontinuierlich. Das Jahr 2018 war ein besonders gutes Jahr für den finnischen maritimen Sektor. Der Gesamtumsatz allein in der maritimen Industrie wuchs im Jahr 2018 um knapp 10% im Vergleich zu 2017. Laut dem Brahea-Zentrum der Universität von Turku hat vor allem der Kreuzfahrtschiffbau stark dazu beigetragen. Der Gesamtumsatz von den größten Werften in Finnland ist im Jahr 2018 sogar um 30 % gewachsen. Auch im Jahr 2019 war die Entwicklung in der maritimen Wirtschaft sehr positiv, aber die genauen Zahlen werden erst im Frühjahr 2021 veröffentlicht und standen zum Zeitpunkt der Erstellung des Antrags noch nicht zur Verfügung. Das Unternehmen Meyer Turku erwirtschaftete einen Umsatz von knapp 3 Mrd. Euro im Jahr 2018, was sogar 20% höher war als 2017. Reedereien und andere Schifffahrtunternehmen hatten 2018 einen Gesamtumsatz von 3,3 Mrd. Euro, der Umsatz der Hafenindustrie betrug 1,6 Mrd. Euro.

Trotz der drastischen Auswirkungen der Corona-Pandemie ist es den Werften gelungen, mit den Reedereien die zeitliche Streckung der bestehenden Aufträge zu verhandeln und so bis jetzt Stornierungen von Aufträgen und betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.

Viele Unternehmen der maritimen Industrie wollen den durch Auftragsstreckungen und Nachfragerückgang entstandenen Spielraum nutzen, um sich für die Zeit nach der Krise zukunftsfähig aufzustellen. Auch um die Technologieführerschaft bei Kreuzfahrtschiffen weiter auszubauen, arbeitet z.B. die Mayer Werft in Turku an neuen Lösungen: An der Brennstoffzellentechnologie und weiteren technischen Innovationen auf Passagierschiffen wird intensiv geforscht, um den Weg zum emissionsfreien Kreuzfahrtschiff zu ermöglichen. Es sind zahlreiche Investitionen u.a. für neue, innovative Technologien geplant. Die maritime Wirtschaft in Finnland will schrittweise unter anderem Fernsteuerungslösungen für die Hochseeschifffahrt entwickeln. Das nordische Land hat das ehrgeizige Ziel, bis 2025 die weltweit ersten Produkte und Dienstleistungen für die autonome Schifffahrt einführen sowie ein weltweit führendes Ökosystem in diesem Bereich etablieren.

Zu den ca. 1.000 Unternehmen aus der maritimen Wirtschaft in Finnland zählen nicht nur ein breites Netzwerk spezialisierter Unternehmen, wie Wärtsilä oder der zur Cargotec-Gruppe gehörende Anbieter von Frachtverladetechnik MacGregor, sondern auch acht Schiffswerften, darunter die Turku Werft der deutschen Meyer-Gruppe, Helsinki Shipyard Oy und Rauma Marine Constructions. Daneben existieren auch Zulieferer, Ingenieurbüros, Maschinenhersteller, Inneneinrichter und Softwareentwickler. Insgesamt beschäftigt das maritime Cluster in Finnland etwa 50.000 Menschen – indirekt beschäftigt die maritime Wirtschaft sogar 500.000, und hat einen Gesamtumsatz von ca. 14 Mrd. Euro. Regionale Schwerpunkte der Industrie sind jedoch die Hafenstädte Turku, Hauptstadtregion Helsinki sowie Vaasa und Rauma an der Westküste.

Finnland ist ein attraktiver Standort für deutsche Unternehmen aus der maritimen Industrie. Es besteht eine große Nachfrage nach Schiffbau und Zulieferern, insbesondere für den Passagierschiffbau, Know-how und Technologien deutscher Unternehmen sowie Lieferanten im Bereich der maritimen Wirtschaft.

Viele Unternehmen der maritimen Industrie planen, durch die Corona-Pandemie erzwungenen Einschränkungen und entstandenen Spielraum zu nutzen, um sich für die Zeit nach der Krise zukunftsfähig aufzustellen. Dafür suchen viele Unternehmen aus der Industrie neue Kooperationspartner und Innovationen. Dabei bieten sich bedeutende Geschäftschancen auch für deutsche Schiffbauer und Zulieferer mit Fokus auf Passagierschiffbau.

Neben den Investitionen in Kreuzfahrt- und Passagierschiffbau sowie in arktischen Schiffbau wird vermehrt in kosteneffiziente, digitale Lösungen sowie Automation, Robotik und Umwelttechnologien investiert (Blaues Wachstum). Neben den traditionellen Technologien, Anlagen, Systemen und Materialien sowie Planung sind vor allem die digitalen Lösungen, wie neue Anwendungen, mit denen man den effizienten Schiffsbetrieb ermöglichen kann, sehr gefragt. Daneben besteht eine Nachfrage nach Komponenten und Anwendungen, mit denen man optimale und effizientere Lösungen für den Endkunden anbieten kann. Das Interesse an neuen Umwelttechnologien zur Steigerung der Energieeffizienz im maritimen Bereich und Optimierung des Energieverbrauchs sowie Speicherung der Energie steigt ständig. Auch diverse Komplettlösungen, die u.a. das Projektmanagement und die Logistik erleichtern sind auf dem finnischen Markt gefragt.

Vor dem Hintergrund der geschilderten Rahmenbedingungen ergibt sich ein hochinteressanter und innovativer Markt für deutsche Unternehmen der maritimen Industrie aus der Perspektive eines potenziellen Absatzmarktes. Außerdem machen gute Rahmenbedingungen, ein stabiles Länderrating Finnlands und transparente Strukturen den maritimen Markt in Finnland besonders interessant für ausländische Unternehmen. Finnland bietet einen stabilen und sicheren Markt für deutsche Firmen an, wobei nach einer erfolgreichen Kooperation weitere zukünftige Kooperationen die Regel sind.

Mit Freunden teilen

Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Online-Event

Veranstalter econAN international GmbH

Veranstalter von Virtuelles Matchmaking: Neue Kunden in Finnland treffen

Dieses Event speichern

Event gespeichert