The 4 Flutes Project - Out of the Ordinary

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The 4 Flutes Project - Out of the Ordinary

Laura Bersani ist zu Gast auf der Kulturbühne "geistreich" in Konstanz und nimmt uns mit auf ihre musikalische Reise.

Zeit und Ort

Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

St. Johann Konstanz Brückengasse 1B 78462 Konstanz Germany

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  • 3 Stunden
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The 4 Flutes Project - Ein Streifzug durch die Geschichte der Soloflöte vom zwanzigsten Jahrhundert bis heute

Das Konzert wird mit dem berühmten „Syrinx“ von Claude Debussy eröffnet, einem Stück aus dem Jahr 1913, das den Weg für das große Flötenrepertoire des zwanzigsten Jahrhunderts und die zeitgenössische Musik ebnete.

Einige Jahre später wird Edgard Varèses „Density 21.5“ aufgeführt. 21.5 ist die Dichte von Platin, dem Material, das George Barrere, ein guter Freund von ihm, der die Uraufführung spielte, für den Bau der neuen Flöte verwendete. Die Flöte wird mit großen Registersprüngen und extremer und plötzlicher Dynamik an ihre Grenzen gebracht. Zum ersten Mal kommt eine erweiterte Technik zum Einsatz: Die Keyclicks erzeugen einen perkussiven Effekt, der den Mittelteil des Stücks prägt.

Luciano Berios „Sequenza I“ von 1958 eröffnet die lange Reihe der Sequenza für verschiedene Instrumente. Die Komposition ist traditionell, an einer Stelle tauchen zwei Multiphonics auf, eine erweiterte Technik, bei der die Flöte, die eigentlich ein monodisches Instrument ist, zwei Töne gleichzeitig spielt, wodurch ein klanglich-polyphoner Effekt entsteht.

Der „Vertical Song I“ von Hosokawa (entstand zwischen 1995 und 1996) enthält mehrere erweiterte Techniken, die an die traditionelle japanische Musikwelt erinnern, in der die Shakuhachi-Flöte präsent ist.

„Foglie“ von Mauro Montalbetti aus dem Jahr 2002 ist von der französischen Welt Debussys, aber auch vom orientalischen Raum inspiriert, kantable Phrasen wechseln sich mit prägnanteren Momenten ab, bezeichnend ist der Einsatz von „sing and play“ am Ende des Stücks. Das Stück hat auch viele separate modulare Teile, je nach dem Geschmack des Interpreten, ein Beispiel für eine aleatorische Form.

György Kurtág schrieb „Doloroso“, ein Stück, das Teil der Sammlung "Zeichen, Spiele und Botschaften" ist, die er im Verlauf seines Lebens schrieb und in den verschiedenen Melodien, die er seinen musikalischen und nicht-musikalischen Freunden widmete, zusammengefasst sind.

Eine andere Melodie, „Isaura“, wurde von Nicola Ortodossi, einem jungen italienischen Komponisten, geschrieben und von einem berühmten literarischen Werk inspiriert: "Die unsichtbaren Städte" von Italo Calvino.

Der rote Faden, der „Isaura“ mit Kaija Saariahos „Dolce Tormento“ (2004) verbindet, ist die literarische Inspiration, die aus einem Sonett von Petrarca "S'amor è non è che quel che io sento" stammt. Hier wird die Spiel- und Sprechtechnik, die normalerweise am besten auf den großen Flöten der Familie funktioniert, auf einem Instrument präsentiert, das sehr wenig Resonanz hat – die Piccoloflöte.

Auf der gleichen Linie literarischer Inspiration liegt „Sleepwalker's Sonnet“ (2020) von Rouzbeh Rafie, inspiriert von "The Tempest", Act 4 Scene 1 von William Shakespeare. Das Stück basiert auf der Wiederholung zweier gegensätzlicher Figuren: die erste ist aufgeregt, schnell und wird mit großer Anstrengung gespielt, die zweite hingegen ist entspannt und träge.

Das Konzert endet mit einem Stück von Giorgio Colombo Taccani für Bassflöte: „Eyeless Dark“ (2012-13). Hier wird diese große Flöte bis an die Grenzen der Virtuosität gebracht.

Eventbild

Das Programm

C. Debussy

Syrinx (Flöte) (1913)

E. Varèse

Density (Flöte) (1917)

L. Berio

Sequenza I (Flöte) (1958)

T. Hosokawa

Vertical Song I (Flöte) (1995 - 1996)

M. Montalbetti

Foglie (Flöte) (2002)

G. Kurtag

Doloroso (G-Flöte) (1989)

N. Ortodossi

Isaura (G-Flöte)

K. Saariaho

Dolce Tormento (Piccolo) (2004)

R. Rafie

The Sleepwalker’s Sonnet (Flöte) (2020)

G. Colombo Taccani

Eyeless Dark (Bass -Flöte) (2012 -2013)

Eventbild

Die Künstlerin: Laura Bersani

Laura Bersani absolvierte das Flötenstudium bei Rocco Abate am Conservatorio "G. Verdi" in Mailand, danach absolvierte sie das Akademische Diplom der Stufe II am ISSM" O. Vecchi" in Modena bei Michele Marasco, Andrea Oliva und Gabriele Betti.

Sowohl als Solistin, als auch in Kammermusikensembles spielte Laura Bersani für: Das EstOvest Festival, das ERT Emilia Romagna Teatro, das Festival di Bellagio e del Lago di Como; das Festival Internazionale Dino Ciani, das Festival della Filosofia (MO) und viele weitere.

Sie trat auch im Internationalen Mugham-Zentrum in Baku (Aserbaidschan), am Edward Said National Conservatory in Jerusalem und auf dem Balcan Contemporary Music Festival in Tirana auf.

Seit 2013 ist sie festes Mitglied des AltreVoci Ensembles, mit dem sie das Repertoire des zwanzigsten Jahrhunderts und der Gegenwart erforscht. Diese Zusammenarbeit führte sie zu Auftritten im Teatro dell'Arte der Triennale in Mailand, im Teatro Grande in Brescia, im Teatro Comunale Luciano Pavarotti in Modena und weiteren Bühnen.

Mit einigen großen internationalen Künstlern, wie z.B. mit Fabrizio Meloni, mit der Sängerin Cristina Zavalloni und dem Schauspieler Marco Baliani tritt Laura Bersani seit 2017 auf.

Im März 2019 trat sie als Solistin im Teatro Comunale Luciano Pavarotti in Modena auf, wo sie unter der Leitung von Carlo Boccadoro ein Konzert für Flöte und Ensemble (Box of Paints) spielte.

Daraufhin folgte im November 2019 ein Soloflötenkonzert "Von der Piccolo- zur Bassflöte" im Museo del Novecento in Mailand, in Zusammenarbeit mit NoMus und Società del Quartetto di Milano.

Im Jahr 2021 gab die Musikerin einen Meisterkurs mit dem Titel "Die vier Flöten, eine Gebrauchsanweisung" am Konservatorium F. Vittadini in Pavia, sowie ein Konzert mit dem Ensemble Prometeo unter der Leitung von Marco Angius im Teatro Farnese in Parma im Rahmen des Festivals Traettorie.

Seit diesem Jahr arbeitete Laura Bersani mit dem Orchestra di Padova e del Veneto zusammen.

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Bei allen Veranstaltungen hält sich die Kulturbühne "geistreich" an die bundesweiten Corona-Regelungen.

Aus Rücksicht gegenüber unseren Besucher*innen, Künstler*innen und den Co-Worker*innen von St. Johann empfehlen wir auch weiterhin, vor jedem Besuch der Kulturbühne einen Selbst- oder Schnelltest zu machen und bitten Sie bei Erkältungssymptomen von einem Besuch bei uns abzusehen. Auch empfehlen wir das freiwillige Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes vor, während und nach unseren Veranstaltungen.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Rücksichtnahme!