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Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort

Schlossgass 70

7414 Fürstenau

Switzerland

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Beschreibung des Events

Beschreibung

Am Wochenende vom 26./27. Mai 2018 organisiert Domus Antiqua Helvetica im Rahmen des Kulturerbejahres 2018 die Veranstaltung «Offene Tore». Dabei werden geschützte und schützenswerte Privathäuser teilweise oder ganz für Besichtigungen geöffnet werden. Um kostenlos an einer der angebotenen Besichtigungen und Führungen teilnehmen zu können, müssen Sie sich hier registrieren und sich ein Ticket ausdrucken.

Rund 80 DAH-Mitglieder aus allen Landesteilen zeigen ihre Innenhöfe, Teile ihrer Privathäuser und ihre Gärten in kleineren Führungen und berichten dabei über ihre Erfahrungen als Eigentümer und Eigentümerinnen eines historischen Wohnhauses.


Beschreibung der Liegenschaft die Sie besichtigen können:

Achtung Baustelle z.T. sehr staubig und aus Sicherheitsgründen für Kinder unter 10 Jahren nicht geeignet!

Das Schloss Fürstenau, ehemals auch „Bischöfliches Schloss“ oder „Unteres Schloss“ genannt, steht in Fürstenau, der kleinsten Stadt der Welt. Zusammen mit dem Schloss Schauenstein oder „Oberen Schloss“, bildete es ursprünglich einen Teil der mittelalterlichen Wehranlage.
Die Erbauung einer ersten Wehranlage geht in die Regierungszeit des Churer Bischofs Heinrich I. von Montfort in die Zeit um 1272 zurück. Sie erhielt 1354 königliche Stadtrechte. Aus jener Anfangszeit hat sich an der Ostecke der quadratische Bergfried mit einer Seitenlänge von rund zehn Metern erhalten. Der mittelalterliche Wohnbau wird im Südwesten vermutet.

1635 baute Meister Magnus Tauscher aus dem Allgäu einen Dachstuhl, der mit seiner Länge von 62 Schuh der Länge des Schlosses ohne Turm entsprach. Ansichten zu diesem Schloss sind keine erhalten. Grosse Umbauten fanden unter Bischof Ulrich VII. von Federspiel zwischen 1709 bis 1711 statt. Auch davon gibt es keine Abbildungen. Eine Vermutung, dass ein «Abriss» das Schloss zeigt, konnte bei archäologischen Grabungen nicht bestätigt werden. Der Stadtbrand vom 27. Oktober 1742 richtete verheerenden Schaden vor allem beim Turm an. Unter Bischof Benedikt von Rost fand der Wiederaufbau statt, das Schloss erhielt sein heutiges Aussehen. Auch die grossartigen Stuckdecken stammen mehrheitlich von diesem Umbau.

Schloss Fürstenau war damals das Verwaltungszentrum der bischöflichen Herrschaft im Domleschg und am Heinzenberg. Der Bischof residierte oft in Fürstenau und stellte Urkunden aus; zudem mussten die Zinsen aus dem Raum Domleschg hier abgeliefert werden. Er genoss von Schloss Fürstenau aus auch die Jagd.

Seine Bedeutung als Fürstensitz verlor das Schloss kurze Zeit nach dem Wiederaufbau, die domherrliche Wohnung wurde in einem schlechten Zustand geschildert. Ab 1802 sollte das Schloss verkauft werden, einzig der Titel «Herr von Fürstenau» sollte beim Bischof verbleiben. Der Verkauf kam jedoch nicht zu Stande. Das Bistum vermietet 1840 das Gebäude an den Kanton Graubünden für eine Arbeitserziehungsanstalt. Als die Anstalt nach Realta verlegt wurde, stand das Schloss einige Jahre leer. Ab 1855 wurde es unter Pater Theodosius Florentini als Kosthaus für Jugendliche genutzt, nach 1871 beherbergte es eine Realschule.

Am 20. August 1877 wurde das Schloss vom Bistum an den Kaufmann Peter (Conradin) von Planta verkauft, der 1863 schon das benachbarte Schloss Schauenstein gekauft hatte. Er liess das bischöfliche Wappen über dem Eingang durch sein eigenes ersetzen. 1878 richtete er das erste Landspital Graubündens ein. 1896 gab er es seinem Sohn Gaudenz von Planta, der es zusammen mit seiner frischvermählten Frau Jenny von Planta-Vischer umfassend renovierte. Herr Chiodera vom Zürcher Architekturbüro Chiodera und Tschudy wurden mit den Umbauarbeiten betraut. Die heute noch vorhandene historistische Einrichtung mit Täfer und Böden machten aus dem ehemaligen Kosthaus und Spital einen vornehmen Familiensitz. Besonders bemerkenswert ist der Einbau der grossen Fenster und dem neuen Wintergarten über einer Loggia mit dem Gartenzugang.

Die Familie von Planta verkaufte das Schloss 1941 an Rudolf Schöller, der es 1961 an die Emser Werke weiterverkaufte. 1983 übernahm es die Familie Calonder. Seit 2016 ist das Schloss Fürstenau im Besitz von Guido Hager und David Hauptmann und wird privat bewohnt. Es wird 2018 umfassend restauriert. Zahlreiche namhafte Spezialisten, vorwiegend aus der Gegend, sind daran beteiligt. Ziel ist es, die beiden massgebenden Zeitschichten vom Rokoko und Historismus zu erhalten. Elektrisch, Heizung, Bäder und Küche werden erneuert. Am meisten Aufmerksamkeit wird der neuen Eindeckung vom maroden Dach geschenkt. Die Wassereinbrüche haben immer wieder verheerende Schäden angerichtet. Es bleibt ein Kaltdach. Und es wird wieder mit gelben Ziegeln eingedeckt, so gelb wie die ältesten, noch vorhandenen Ziegel waren.


FAQ’s

Wie komme ich zu einem kostenlosen Ticket?

Sie müssen sich registrieren, Datum und Uhrzeit der gewünschten Führung auswählen und auf Ihrem Drucker das Ticket ausdrucken. Pro Bestellung sind maximal 5 Tickets buchbar.

Muss ich das ausgedruckte Ticket mitbringen / sind die Tickets übertragbar?

Die Führungen finden in einer privaten Liegenschaft statt. Entsprechend ist es ein Anliegen des Vereins Domus Antiqua Helvetica, dass die Hausbesitzer eine aktuelle Gästeliste erhalten. Tickets sind somit nicht übertragbar und müssen mitgebracht werden.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Buchung?

Bitte melden Sie sich beim Sekretariat von Domus Antiqua Helvetica unter Telefon 081 534 59 97 oder sekretariat@domusantiqua.ch .


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