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Rezeptive Kunsttherapie | Tagung 16./17. Oktober 2020 | 15-19h/10-18h

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Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort

Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin

Columbiadamm 10

Turm 9

12101 Berlin

Germany

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Beschreibung

Rezeptive Kunsttherapie | Tagung

Im Fokus der kunsttherapeutisch-klinischen Praxis und Forschung steht die Frage, wie das künstlerische Bild im Leidenszusammenhang des Patienten wirkt.

Die Tagung lenkt den Blick aller beteiligten Interessierten, der Patient*innen, der bild-therapeutisch Tätigen einschließlich der professionellen Rehabilitationsbegleiter*innen auf den wesentlichen Akt der rehabilitativen Einflussnahme: Warum und wozu hat sich d* Therapeut*in für die Bild-Vorlage entschlossen; das Bild-Thema, das ausgestellte Bild-Exponat ausgewählt? Was hat ihn*sie dazu bewegt? Was war sein*ihr Motiv, zu dieser Bild-Intervention zu greifen? Und was erfährt, erlebt er*sie im Verlauf dieses interventionistischen Aktes? Wie und warum reagiert d* Patient*in? Welche Zuschreibungs-, Identifikationsprozesse werden in den Patient*innen angestoßen? Welche Übertragungs-/Gegenübertragungsprozesse werden initiiert? Und welche Möglichkeiten haben Bild-, Kunsttherapeut*innen, auf diese einzugehen?

Es geht allen Beteiligten darum, Bilder erlebnishaft zugänglich zu machen und die Wahrnehmungsfähigkeit anzuregen. Im Vordergrund des kunsttherapeutischen Vorgehens steht das, was Peter Rech (1994) mit dem Wort „ikonographisch“ bezeichnete, womit er auszudrücken suchte, dass dem künstlerischen Werk und dessen symbolischen Bildinhalt eine eigenständige therapeutische Ressource zukomme. Er wies uns darauf hin, dass dieser Heilkräfte eigen sind, dass aus dieser homöopathische Wirkkräfte erwachsen können, die einen heilenden Prozess einleiten können. Die Erfahrung der letzten 35 Jahre in diesem Fach zeigt, wie in der Arbeit mit den künstlerischen Produkten eine Form der indirekten Kommunikation angeregt wird, in der über den emotional hoch besetzten bildnerisch-symbolischen Ausdruck in der Auseinandersetzung nicht nur eine Veränderung auf der Symbol- sondern auch auf der Gefühlsebene stattfindet. Was sich psychisch-energetisch in diesem kunsttherapeutischen Rezeptionsvorgang vollzieht, lässt im Endeffekt bewusst werden, was ansonsten unbewusst und dem therapeutischen Vorgang nicht verfügbar bliebe.

Die praktisch-kunsttherapeutisch arbeitenden Expert*innen werden in der Tagung anhand der Patient*innen-Bilder in die initiierten Bildprozesse einführen. Werden zeigen, wie und an welchen Stellen in diesen Bild-Verarbeitungsverläufen die üblichen Algorithmen der Wahrnehmung außer Kraft gesetzt oder aber umgeleitet werden. Und diese Experten werden kommentierend sowohl neurologische Einführungen in den wahrnehmenden und bearbeitenden Bild-Entstehungsprozess geben, um das Verständnis für die Bild-In-Blick-Nahme der Patient*innen zu schärfen; werden aber auch kunsthistorisch-analytische Überblicke vorstellen, die den ‚hand-werklichen‘ Umgang mit den Bildern kommunizieren helfen; und schließlich Bild-Interventionen anhand von Beispielen geben.

Die Tagung richtet sich an die Patient*innen, Therapeut*innen und klinische wie inklusionäre Begleiter*innen in diesen Prozessen.

Wissenschaftliche Leitung

Univ.-Prof. Dr. Georg Franzen

Univ.-Prof. Karl-Heinz Menzen

Anmeldung & Tagungsgebühr
Tagungsgebühr: 110,- Euro

Mitglieder der DGKT 80,- Euro

Student*Innen 80,- Euro

Im Preis inbegriffen ist ein Tagungsband


Anmeldung: office@sfu-berlin.de



Weitere Infos zur SFU Berlin unter: www.sfu-berlin.de

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Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin

Columbiadamm 10

Turm 9

12101 Berlin

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