PUCH OPEN AIR 2022

PUCH OPEN AIR 2022

Bereich für Aktionen und Details

36,69 €

Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Jetzendorf

Lueg 1

85305 Jetzendorf

Germany

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Nun ist es endlich wieder soweit! Wir laden Euch ein zum großen Happening auf den idyllischen Biohof der Familie Lehmair im Norden Münchens.

Zu diesem Event

PUCH OPEN AIR 2022

SA 16. JULI 2022 - EINLASS 15:00 / ENDE 03:00

BIOHOF LUEG / JETZENDORF (North of Munich)

FREE CAMPING / FREE SHUTTLE BUS

Präsentiert vom Optimal Records Store, Zündfunk/BR, In-München und der TAZ

Line Up:

MICHAEL ROTHER / NEU!

GILLA BAND

ANIKA

WHAT ARE PEOPLE FOR?

INGA

RALF KÖSTER

... and more.

Das Ticketkontingent ist limitiert. Für Kinder unter 14 Jahren ist der Eintritt frei. Für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren beträgt der Eintritt 20€ an der Tages-/Abendkasse. In beiden Fällen wird der Zugang und Verbleib nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten gewährt.

Für Menschen, die körperlich oder geistig eingeschränkt sind, sowie deren Begleitperson, beträgt der Eintrittspreis 20€ an der Tages-/Abendkasse.

Wir weisen darauf hin, dass das Open Air Gelände nicht barrierefrei ist.

MICHAEL ROTHER / NEU! (Grönland)

Wenn es ein Album schafft, noch 50 Jahre später so zu klingen als wäre es gestern erst aufgenommen worden, dann ist es das Debütalbum von NEU! Unfassbar frisch, reduziert und dabei ohne jede Verquastheit, die Krautrock oft nachgesagt wird.

Geboren in Hamburg, aufgewachsen in München, begleitete Michael Rother seine Eltern nach Pakistan, wo sein Vater für Lufthansa arbeitete, und so bekam Michael schon in sehr jungen Jahren die unterschiedlichsten musikalischen Einflüsse mit, die ihn und seinen Sound prägen sollten: "In Karatschi wurde im Radio überwiegend arabische Musik gespielt. Verstanden habe ich diese Musik, die weder Anfang noch Ende zu haben schien, natürlich überhaupt nicht, weder die Skalen noch die Figuren, aber emotional hat sie mich doch berührt und geprägt, sie lief und lief und lief für immer. Der emotionale Eindruck war enorm.“ Diese Einflüsse kollidierten nach seiner Rückkehr nach Düsseldorf 1963 mit der die Musikwelt regierenden British Beat Explosion. Ein Zufall führt ihn Anfang 1971 in das Kraftwerk-Studio, wo er und Ralph Hütter jammen und eine Übereinstimmung in ihren musikalischen Vorstellungen feststellen. Kurze Zeit danach steht er mit Florian Schneider und Klaus Dinger, seinem späteren Partner in NEU!, als Kraftwerk auf der Bühne und spielt auf Festivals und im TV (u.a. im legendären "Beat Club").

Michael Rother findet mit Dinger den kongenialen Partner, der seine mäandernden Gitarrenlinien durch sein motorisches Schlagzeug vorantreibt. Neben Schlagzeug und Gitarre erweiterten Field Recordings wie die eines Presslufthammers oder Rudergeräusche das Klangspektrum. Unter der Regie von Conny Plank entsteht NEU! 1972 in nur vier Nächten in Hamburg und nur ein Jahr später NEU! 2, bei dem die Band sich noch mehr traut als auf dem Debüt. Man experimentiert mit Tonbändern oder ließ die Stücke für die erneute Aufnahme schneller und langsamer ablaufen, ließ Nadeln auf die Platten fallen. Neben NEU! gründet Rother 1973 mit den Cluster-Mitgliedern Dieter Moebius und Hans-Joachim Roedelius die Gruppe Harmonia, die 1976 mit Brian Eno ein Album aufnimmt und deren Platten auch David Bowie inspirierten. Seit 1977 arbeitet Rother überwiegend solo und veröffentlichte bis zum 2020 erschienen Album "Dreaming" bislang insgesamt 10 Solo-Alben, von denen „Flammende Herzen“, "Sterntaler", „Katzenmusik“ und "Fernwärme" alle mit Can-Drummer Jaki Liebezeit eingespielt wurden. Im Januar 2022 veröffentlichte er mit seiner Partnerin Vittoria Maccabruni ihr vielbeachtetes Debut-Album "As Long As The Light". In Puch steht Michael Rother mit La-Düsseldorf-Drummer Hans Lampe und Franz Bargmann auf der Bühne und spielt Stücke von NEU!, Harmonia und seinen Solo-Alben.

ANIKA (Berlin / Invada Records / Stones Throw)

Anika stand bereits mit Michael Rother auf der Bühne und überhaupt scheint die Wahlberlinerin mit britisch-schwedischen Wurzeln keine Berührungsängste vor großen Namen zu haben. Entdeckt wurde sie von Geoff Barrows von Portishead, der eine neue Stimme für seine Zusammenarbeit mit Beak suchte und ausgerechnet bei einem Restaurantbesuch fündig wurde. „Wir waren beide in einer Nudelbar und ich habe gerade an einem politischen Essay über das Bildungssystem in Großbritannien geschrieben. Als ich das Lokal verlassen wollte, ist mir eine Schallplatte der New Yorker Band ESG aus der Hand gefallen. Geoff hat sie freundlicherweise aufgehoben, fand sie wohl sehr interessant und so sind wir ins Gespräch gekommen. Wir sind dann tatsächlich an diesem Abend noch in seinem Studio gelandet, sind einige meiner im Entwurf befindlichen Textproben durchgegangen und haben ausprobiert, ob sie auch als Songs funktionieren könnten. Es gab zunächst gar nicht die Intention, damit Songs aufzunehmen, es war mehr ein Experiment.“ Es folgten Kollaborationen mit Tricky, Gudrun Gut and Beate Bartel (Malaria!, Liaisons Dangereuses), Shackleton, Michael Rother (Neu!), Dave Clarke, T.Raumschmiere and Yann Tiersen. Nach ihrem letzten Album „Change“, dass zwischen sich zwischen Polen wie Dub und Disco bewegte, erschien im April 2022 mit „Godstar“ ihre ganz persönliche Hommage an Brian Jones.

GILLA BAND (Dublin)

Auch die Gilla Band aus Irland geben NEU! neben Bad Brains und den Chemical Brothers als wichtigen Einfluss an. In einem Mahlstrom aus Störgeräuschen und Verzerrungen kollidieren die Gitarre von Alan Duggan und der Bass von Daniel Fox mit dem energetischen Organ von Sänger Dara Kiely und lassen überholte Ettiketten wie Post-Punk blass erscheinen. Gegründet von den Schulfreunden, nachdem sie ihrer ersten Band Harrows, „eine Scheißversion der Strokes“ den Gnadenschuß verpassten, unter dem Namen Girl Band. Nach den Alben „Holding Hands With Jamie” 2015 und dem Nachfolger „The Talkies“ 2019, verkündete die Band 2021 ihren Namenswechsel: Auf Instagram schrieb die Band, dass "Girl Band" ein Name sei, der ohne viel Nachdenken gewählt wurde. Aus „Naivität und Ignoranz" und fügte hinzu, dass der "geschlechtsspezifische Name" in den letzten Jahren "unmöglich zu rechtfertigen oder zu erklären" sei. Gilla Band entschuldigen sich für jede Rolle, die sie "bei der Verbreitung einer Kultur der Nicht-Inklusivität" gespielt haben, und erklären, dass sie dies ändern wollen. So reflektiert dies klingt entfachen Gilla Band auf der Bühne einen Orkan purer Energie, der einen nicht nur einmal nach Luft schnappen lässt.

WHAT ARE PEOPLE FOR? (München / Alien Transistor)

Großes Kino erwartet uns bei WHAT ARE PEOPLE FOR?, dem neuesten Brainchild der Künstlerin Anna McCarthy (Moon Not War) mit der Musikerin und der Produzentin Manuela Rzytki (Parasyte Woman, Honky Tonk Movement). Musikalisch bewegt sich das Kollektiv mit Tänzerin und Backing-Sängerin Paulina Nolte und Tom Wu am Schlagzeug zwischen den Koordinaten Kraut, Disco und Punk, aber eigentlich wollen die Vier alle Grenzen hinter sich lassen. Bei ihren aufwendigen Performances, die mit selbstentworfenen Kostümen auch ein optisches Highlight sind, verschmelzen jegliche Genregrenzen. In der Methodik des Hip-Hops verwurzelt, basiert die Musik auf dem Prinzip des Loops. Manuela Rzytki spielt Synthesizer mit vorproduzierten Samples, zugleich improvisieren McCarthy und Rzytki Live-Vocals immer angetrieben durch das Spiel von Tom Wu. McCarthy erzählt humorvolle und aggressive Geschichten die das Publikum vor die uralte Frage stellt: WHAT ARE PEOPLE FOR?

WHAT ARE PEOPLE FOR? gewann 2018 den Festivalpreis des Tanz- und Theaterfestivals Rodeo München. Nachdem sie im vergangenen Jahr bereits bei Kunst im Quadrat und als Support von The Notwist Aufsehen erregten, erscheint im Herbst 2022 ihr Debüt auf deren Label Alien Transistor Records.

INGA (München, Trikont)

"Die Münchner Kunststudentin Inga bastelt mit Laptop und Gitarre Weltraum und Traumwelten neu zusammen und macht selbst aus Zahnarztbesuchen Pop." So beschrieb die Süddeutsche Zeitung das Debüt von Inga. Mit Songs wie "Frau Adolf" erregte Inga mitten im tiefsten Lockdown über Münchens Stadtgrenzen, eine Aufmerksamkeit die lokalen Künstlern leider oft verwehrt bleibt. Ihr Debüt „Tears and Teeth“ wurde Mitte Juni 2020 bei Trikont veröffentlicht und entstand größtenteils im Homerecording. „Mich hat das Label im April gefragt, ob man den Release verschieben soll. Aber ich habe mich dann entschieden, das Album trotzdem herauszubringen. Denn ich habe gemerkt, dass die Leute gerade wegen des Lockdowns sehr durstig waren nach neuer Musik“, erzählt Inga Riedel - wenn sie nicht Musik macht, arbeitet sie übrigens als Beleuchterin beim Film. „Für mich war die Situation sogar ein Vorteil. Ich hatte keine Erwartungen und auf einmal liefen meine Songs im Radio, sogar in Berlin. Und auch meine Konzerte auf den Popup-Bühnen bei „Kunst im Quadrat“ auf der Theresienwiese, im Olympiastadion und beim Grünspitz waren ausreserviert. Für mich ist diese Zeit sehr glücklich gelaufen.“

RALF KÖSTER (Hamburg, Pudel Club / Pudel Produkte / MFSC)

Ralf Köster ist Bewahrer der wenig respektierten Tonträger und Schweinepriester des großen Rillenkäs. Als Gründer von Musick For Our Children, MFOC, ist er nicht nur in Hamburg geboren, sondern auch mittel bis alt geworden, je nachdem, wo man gerade hinguckt. Vielleicht lag das an dieser fatalen Ambient-Musik, die der Synapsenmasseur vor gut 25 Jahren in allen Frisörsalons Europas als handgelegte Wasserwellen durch die Anlagen blubbern ließ.

Heute ist der Profi und Fotograf vor allem als DJ bekannt, der die zwei Plattenspieler wie seine Scheitel regelmäßig in akkurate Grauzonen des guten Geschmacks kämmt. Raf le Spoink, Rüftata110, oder einfach nur Rülle, so hat man den Eindruck, verwandelt allein kraft seiner Zähne Olles in Dolles, ganz gleich, welches Vinyl er gerade auf dem Tresen seines Unterleibs anreibt, damit die Nadel es ohne zu hoppeln küssen kann.

Ob Hiphop, Gabba oder diese neue Musik, Beschwerden sind sein Lieblingskompliment! Deshalb hat der Chefbooker des Golden Pudel Klub die Spezialität der Absage zur Kunstform erhoben. “Kostet mich ein Arschgrunzen", so der sympathische Frührentner mit dem Colgatelächeln.

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