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Pfefferhof zem halben Beren

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Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

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St. Alban-Berg 2

4052 Basel

Switzerland

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Beschreibung des Events

Beschreibung


Am Wochenende vom 26./27. Mai 2018 organisiert Domus Antiqua Helvetica im Rahmen des Kulturerbejahres 2018 die Veranstaltung «Offene Tore». Dabei werden geschützte und schützenswerte Privathäuser teilweise oder ganz für Besichtigungen geöffnet werden. Um kostenlos an einer der angebotenen Besichtigungen und Führungen teilnehmen zu können, müssen Sie sich hier registrieren und sich ein Ticket ausdrucken.

Rund 80 DAH-Mitglieder aus allen Landesteilen zeigen ihre Innenhöfe, Teile ihrer Privathäuser und ihre Gärten in kleineren Führungen und berichten dabei über ihre Erfahrungen als Eigentümer und Eigentümerinnen eines historischen Wohnhauses.


Beschreibung der Liegenschaft die Sie besichtigen können:

Es ist den Urkunden des St. Albanklosters zu entnehmen, dass bereits um 1284 ein Müller Namens Burcardus am Teich seinen Wohnsitz hatte. Damals bestand wohl nur das mittlere der 3 Häuser, die heutige Nummer 6 am St. Alban-Berg. Er entrichtete zu Ostern einen Lehenzins von 100 Eiern an das Kloster. Hundert Jahre später bestand der „Mietzins“ ausser den schon erwähnten Eiern, aus einem Huhn zu Fasnacht und einem Frontag zur Heuet. 1414 erscheint in den klösterlichen Urkunden als Bewohner der Schindler Uli Lötscher und die Liegenschaft heisst von nun an zem kleinen Schindelhof, so man nennet zu halben Beren. Namensgeber war wahrscheinlich der Schindelmacher Heini Wimann aus Bern, der 1395 dem Kloster zinspflichtig war. Die Parzelle blieb bis zur Reformation von 1529 im Besitz des St. Albanklosters. Bis 1567 wurde die Liegenschaft dann auch immer von Schindlern bewohnt, war doch die Lage am St.Albanteich geradezu für dieses Gewerbe ideal. Das Schindelholz konnte auf dem Gewerbekanal herangeflösst und dann auf dem Platz im St.Albantal zu Teucheln und Schindeln verarbeitet werden. Das Schindlerhandwerk starb nahezu aus, nachdem wegen der grossen Feuergefahr von schindelgedeckten Häusern die Liegenschaften mit Tonziegeln gedeckt werden mussten.

1568 gelangten „Hus und Hofstatt hiedsits der Bruck, als man den Berg abgot gelegen" in andere Hände. Der nächste Besitzer war der Medizinprofessor Heinrich Pantaleon, dessenVater ein zünftiger Schneider war und dessen Tochter den Papierfabrikanten Niklaus Heusler heiratete. Noch fünf Generationen dieser bekannten Papierer- und Bleicherfamilie haben den „halben Beren" bis 1844 besessen und bewohnt.. Es war auch diese Familie, welcher der Liegenschaft den heutigen Charakter gegeben hatte. Verschiedene in Holz geschnittene oder in Stein gehauene Daten deuten darauf hin.

1830 umfasste die Parzelle eine Behausung mit 2 Stockwerken ( von aussen gesehen) und angebauter Laube, die heutige Nummer 8, ein Angebäude am Torberg, die Nummer 6 und die Nummer 2, das Eckhaus mit Remise am Torberg und ein Flügelgebäude am Teich mitsamt Holz- und Waschhaus.,

Erst eine, durch den Vorstadtmeister des Hohen Dolders, Gustav Rentsch, im Jahr 1919 durchgeführte sorgfältige Renovation hat dem Pfefferhof das wohnliche Aussehen verschafft, das wir heute an ihm bewundern. Die Rosettentüre mit der Jahreszahl 1683 am Sturz stammt eigentlich vom Haus Nummer 6. Das Giebel-Klebedach ist eine Rekonstruktion nach dem Merianschen Stadtplan von 1615. Der kleine Treppenturm mit der schönen Barocktreppe wurde auch erst bei diesem Umbau angefügt.

Der ursprüngliche Name mit dem Wappen der ganzen Liegenschaft , „Zum halben Bären“ ist an der Mauer am St. Alban-Berg 6 angebracht. Der Name Pfefferhof stammt vom oben erwähnten Gustav Rentsch, der in der Liegenschaft eine Senffabrik betrieb. Die Zutaten dieser Senffabrikation, die Senfkörner, gaben dem Areal den Namen. Der Fabrikant erhielt den Übernamen Senfgusti. Historisch interessant ist, dass die im 18. Jahrhundert durch die Safranzunft eingeführte Industrie der Gewürzmühle im vorderen Teil des St. Albantals mit dem Namen Pfefferhof heute wieder zu Ehren gekommen ist.


Unentgeltliches Zusatzangebot für Besucherinnen und Besucher der «Offenen Tore» in Basel

Am Samstag, 26. Mai, über Mittag – sind Sie herzlich zu einem Vortrag mit anschliessendem Apéritif eingeladen: Domus Antiqua Basel-Stadt organisiert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Ferien im Baudenkmal einen Informationsanlass über die vielfältigen Tätigkeiten der Stiftung Ferien im Baudenkmal des Schweizer Heimatschutz.

Wieso nicht einmal die Ferien in einem historischen Wohnhaus verbringen? Die Stiftung Ferien im Baudenkmal restauriert geeignete Baudenkmäler und richtet sie zu stilvollen Ferienwohnungen her, die von jedermann gebucht werden können. Kerstin Camenisch, Geschäftsführerin der Stiftung Ferien im Baudenkmal, informiert in ihrem Vortrag über dieses interessante und denkmalpflegerisch wertvolle Projekt. Anwesende Mitglieder des Stiftungsrats - Beat Schwabe (Präsident), Andreas Cueni, Catherine Gschwind, Julie Schär (alle Basel) – beantworten Fragen.

Der Anlass findet von 12.15 h bis 13.45 h in der Basler Papiermühle, St. Alban-Tal 37, Basel, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Auskünfte erhalten Sie über 079 286 43 87.


FAQ’s

Wie komme ich zu einem kostenlosen Ticket?

Sie müssen sich registrieren, Datum und Uhrzeit der gewünschten Führung auswählen und auf Ihrem Drucker das Ticket ausdrucken. Pro Bestellung sind maximal 5 Tickets buchbar.

Muss ich das ausgedruckte Ticket mitbringen / sind die Tickets übertragbar?

Die Führungen finden in einer privaten Liegenschaft statt. Entsprechend ist es ein Anliegen des Vereins Domus Antiqua Helvetica, dass die Hausbesitzer eine aktuelle Gästeliste erhalten. Tickets sind somit nicht übertragbar und müssen mitgebracht werden.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Buchung?

Bitte melden Sie sich beim Sekretariat von Domus Antiqua Helvetica unter Telefon 081 534 59 97 oder sekretariat@domusantiqua.ch .

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