OPER - Wolfgang Amadeus Mozart: La clemenza di Tito

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Hochschule für Musik Mainz

Jakob-Welder-Weg 28

Roter Saal

55128 Mainz

Germany

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Opera seria in zwei Akten Libretto von Caterino Mazzolà nach Pietro Mestastasio

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Musikalische Leitung: Prof. Wolfram KoloseusInszenierung: Sebastian GühneAusstattung: Sebastian EllrichMusikalische Assistenz/Chor: Christian RohrbachLicht: Heiko SchmittKünstlerische Gesamtleitung: Prof. Thomas Dewald

Mit: Fabian Kelly / Daniel Tilch (Tito), Hwakyung Lee / Yuuki Tamai (Vitellia), Hyemi Jung / Sissi Qi Wang (Sesto), Eunyoung Park / Karolina Liçi (Servilia), Larissa Botos / Nerea Elizaga Goméz (Annio), Donghyun Kim / Nicolas Ries (Publio)

Studierende der Gesangsklassen der Hochschule für Musik MainzOrchester der Hochschule für Musik Mainz

Über den römischen Kaiser Titus weiß man wenig. Außer, dass er in seiner überaus kurzen Amtszeit besonders mildtätig gewesen sein soll – ein Beispiel für eine gelungene Image-Kampagne aus antiken Tagen. Noch Jahrhunderte später hallte sie in dem beliebten Opernlibretto nach, mit dem Dichter Metastasio 1734 Titus zum Opernhelden machte: Als die übergangene Thronerbin Vitellia den verzweifelt in sie verliebten Sesto zu einem Mordkomplott anstiftet, reagiert Kaiser Titus mit geradezu radikaler Güte. Gnade für alle. Es war diese wohlbekannte Dichtung, auf die Wolfgang Amadeus Mozart zurückgriff, als ihn mitten in der Arbeit an der „Zauberflöte“ der kurzfristige Auftrag zu einer Krönungsoper erreichte. Librettist Caterino Mazzolà formte die Vorlage nach den Vorstellungen Mozarts zu einer „echten Oper“ – und zeichnete den Regenten dabei vor allem als einen Menschen im Zwiespalt zwischen eigenem Erfolgsanspruch und den Erwartungen seines Umfelds. Uraufgeführt wurde das neue Werk in Tradition der altbewährten Opera seria als „Fürstenspiegel“ zur Krönung Leopolds II. zum König von Böhmen. Mozart konfrontierte damit ein Publikum, das gerade erst die gewaltsamen Umstürze des Französischen Revolution und die Inhaftierung der Monarchen im Nachbarland miterlebt hatte, mit einem Herrscher, der mordbereite Verräter begnadigte. Während der Adel – Auftraggeber des Werks – sich darüber verstimmt zeigte, avancierte das emotionsgeladene Stück für mehrere Jahrzehnte zur beliebtesten Oper Mozarts. Auf seine Wiederentdeckung in der Moderne musste „Titus“ bis Mitte des 20. Jahrhunderts warten.

Mit dem End- und Höhepunkt von Mozarts Opera-seria-Kompositionen setzt Wolfram Koloseus einen weiteren Meilenstein der Mozart-Pflege mit dem Hochschulorchester. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Thomas Dewald stellt – gemeinsam mit den jungen Gesangstalenten der HfM – ein junges Regieteam seine frische Sicht auf Mozarts ambivalentes Spätwerk vor. „Die Geschichte der Milde, die Mozart hier erzählt, ist vor allem eine Geschichte“, erläutert Regisseur Sebastian Gühne. „Ob die historische Figur diese Milde über die Regentschaft von nicht einmal drei Jahren hinaus wirklich aufrechterhalten hätte, steht in Frage. Auch bei uns.“

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