15 €

Lesereihe »Gegen das Vergessen«

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Datum und Uhrzeit

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Alte Lohnhalle Wattenscheid by Knepper Management

Lyrenstraße 13

44866 Bochum

Germany

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Beschreibung des Events
Nina Hoss liest aus „Adressat unbekannt” von Kressmann Taylor - im Anschluss Bühnengespräch mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Zu diesem Event

Dem Thema "Antisemitismus gestern und heute" ist eine Lesereihe mit Prominenten aus Film, Fernsehen, Theater und Medien gewidmet, die von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Menschen über den noch immer in der Gesellschaft verbreiteten Judenhass aufzuklären und sie dadurch zum Nachdenken zu bringen.

NINA HOSS:

Mit sieben Jahren sprach sie Hörspielrollen, mit 14 stand sie das erste Mal auf der Theaterbühne. Trotz ihrer frühen Filmerfolge schloss sie ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst ""Ernst Busch"" Berlin 1997 ab. Seit 1998 folgten Theaterengagements u.a. am Deutschen Theater in Berlin, beim Berliner Ensemble, am Schauspielhaus Zürich, bei den Salzburger Festspielen und dem Theater im Westen in Stuttgart. Ihr Filmdebüt gab Nina Hoss in Joseph Vilsmaiers Drama ""Und keiner weint mir nach"". Durch diesen Film wurde Bernd Eichinger auf sie aufmerksam. Er engagierte sie 1996 für die Hauptrolle der Rosemarie Nitribitt in seinem TV-Remake des 50er-Jahre-Erfolgs ""Das Mädchen Rosemarie"". Für den Part der Frankfurter Edelprostituierten, die 1957 ermordet wurde, gewann sie ein Jahr später bei der Verleihung der Goldenen Kamera die Lilli-Palmer-und-Curd-Jürgens-Gedächtniskamera als ""Beste Nachwuchsdarstellerin"".

Für die Fernsehfilme ""Toter Mann"" (2002) und ""Wolfsburg"" (2003) wurde sie jeweils mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Mit Doris Dörries Komödie ""Nackt"" (2001) und Hermine Huntgeburths Afrika-Epos ""Die weiße Massai"" (2004) war sie auch im Kino erfolgreich. Für ihre schauspielerische Leistung in Christian Petzolds Kinodrama ""Yella"" wurde sie 2007 auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären als ""Beste Darstellerin"" ausgezeichnet. 2011 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 61. Internationalen Filmfestspiele von Berlin berufen und 2016 war sie Jury-Mitglied des Filmfestival Venedig. Ein Jahr später übernahm sie, erneut unter der Regie von Christian Petzold, die Titelrolle in dem Spielfilm ""Barbara"", der 2012 auf der Berlinale preisgekrönt wurde. 2014 feierte sie Premiere an der Schaubühne Berlin und war u.a. in den Filmen ""A most wanted man"" (Regie: Anton Corbijn) und ""Phoenix"" (Regie: Christian Petzold) im Kino zu sehen. 2016 folgte ""Homeland"" und in diesem Jahr ""Return to Montauk"" (Regie: Volker Schlöndorf), der auf der Berlinale Weltpremiere feierte.

ÜBER DAS BUCH:

Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Eisenstein betreibt die gemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Die beiden Männer bleiben in Kontakt und tauschen sich in ihren Briefen über Berufliches und Privates aus. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten. Adressat unbekannt, 1938 erstmals veröffentlicht, ist ein Buch von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtübernahme, schildert dieses Meisterwerk die dramatische Entwicklung einer Freundschaft und die Geschichte einer bitterbösen Rache. »Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zuviel, keines fehlt ... Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben«, resümiert Elke Heidenreich in ihrem Nachwort."

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen.

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