25 € – 65 €

Fachtag: Schulsozialarbeit in digitalen Lebenswelten

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Hohnsen 2

Hohnsen 2

31134 Hildesheim

Germany

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Beschreibung des Events
Kommunikation, Interaktion, Konsum, Unterhaltung, Lernen/Bildung und Arbeitswelt findet heute nicht nur in der realen Welt statt.

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Kommunikation, Interaktion, Konsum, Unterhaltung, Internet der Dinge, Lernen/Bildung und Arbeitswelt findet heute nicht nur in der realen Welt, sondern auch in virtuellen Räumen statt. Die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren dadurch stark verändert, sie ist im 21. Jh. digitalisiert und mediatisiert. Dies erfordert neue Ansprache- und Begleitstrategien sowie professionelle Arbeitspraktiken. Eine lebensweltorientierte Schulsozialarbeit muss den digitalen Wandel gemeinsam mit ihrer Zielgruppe aufgreifen und in deren Sinne mitgestalten.

Doch wie? Wie kann ich digitale Medien sinnvoll in der Schulsozialarbeit nutzen? Wie kann ich Kinder und Jugendliche durch einen reflexiven Umgang mit digitalen Medien fördern? Was bedeutet diese Bildungsherausforderung letztendlich für meine Praxis und die Profession Schulsozialarbeit?

In verschiedenen Fachvorträgen, in vielgestaltigen Workshops und einer Podiumsdiskussion wollen wir diesen und weiteren Fragen und Themen nachgehen, besprechen, diskutieren und auch praktisch erproben.

Die folgenden Workshops sind momentan erarbeitet worden und könnten so angeboten werden:

AG 1: Workshop „Identitätsarbeit und Beziehungsnetze im Social Web“

Sozialisationsprozesse in der Jugendphase sind eng mit Medien verbunden. Zwar wurde lange Zeit in der Sozialisationsforschung angenommen, Medien böten keine sozialisationsrelevanten Wirklichkeitserfahrungen, jedoch führt die Vermischung von medialer und sozialer Kommunikation, das Mitgestalten und der kommunikative Austausch in den Medien dazu, dass sie und speziell das Social Web zu wichtigen Sozialisationsagenten werden. Besonders in der Identitätskonstruktion im Jugendalter kommt dem Social Web eine bedeutende Rolle zu.

Die Ergebnisse eines aktuellen Forschungsprojekts, in dessen Rahmen sich mit der Frage befasst wurde, wie Jugendliche das Social Web und hier speziell Social Communities zur Kommunikation nutzen und welche Verbindungen sich zwischen dem Kommunizieren in der Social Community und der Identitätsarbeit in der Jugend ausbilden, kommt zu folgenden zentralen Ergebnissen: Jugendliche assoziieren ihr Kommunizieren in der Social Community damit, Arbeit zu leisten. Die empfundene Arbeit wird von den Jugendlichen als Konglomerat von Tätigkeiten konstruiert und mit unterschiedlichen Sinnbezügen in Verbindung gebracht. Das als Kommunikationsarbeit definierte kommunikative Tun der Jugendlichen im Kontext der Social Community vereint die Ausprägungen Informationsarbeit, Wahrnehmungs- und Zuschreibungsarbeit, Interpretationsarbeit, Abgrenzungs- und Annäherungsarbeit und Beziehungsarbeit in sich. Hierdurch werden Teilbereiche der Identitätsarbeit, die die Jugendlichen in und über die Social-Community-Kommunikation erbringen, für sie selbst greifbar, subjektiv empfunden kontrollierbar und für andere sichtbar. Es kann davon ausgegangen werden, dass Kommunikationsarbeit, definiert als das Sichtbarmachen des Erlebens und Fühlens der Identitätsarbeit Jugendlicher in der Kommunikation wiederum wesentlich für die eigene Identitätskonstruktion ist.

Auf diesem Hintergrund sollen im Workshop Handlungserfordernisse für die Schulsozialarbeit erarbeitet und kritisch erörtert werden: Wie lassen sich mediale Projekte durchführen? Welche Ressourcen werden benötigt? Was bedeuten digitale Entwicklungen für die Profession?

Referentin:

ELISABETH ZÜGEL-HINTZ

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

M.Sc. Public Health, B.Sc. Gesundheitskommunikation

Hochschule Fulda

Moderation

Prof. Dr. (i. R.) Erich Hollenstein

ehemals Hochschule Hannover

AG 2 Hauptsache Online – Internet zwischen Faszination und Kontrollverlust

Was machen Jugendliche mit dem Internet – was macht das Internet mit Jugendlichen?

Die Mediennutzung ist in vielen sozialen Bereichen ein Dauerthema und oft sehr anstrengend für alle Beteiligten. Ob im Familienleben, in der Schule oder bei Freizeitaktivitäten. Kinder und Jugendliche scheinen eine „Digitale Sozialisation“ zu durchleben. Wie sehen dabei Risiken und Nebenwirkungen aus? Gibt es diese überhaupt? Ab wann spricht man von Sucht? Wie kann darauf angemessen reagiert werden? Dieser Workshop widmet sich diesen Fragen.

Lucas Döbel

Sozialpädagoge / Suchttherapeut VDR

return - gemeinnützige GmbH

Hannover

AG 3 Medienkompetenz macht Schule!

In diesem Workshop sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Fachkräfte in Schulen selbständig Medienkompetenz vermitteln können.

Kinder und Jugendliche wachsen mit digitalen Medien auf, welche elementarer Bestandteil ihrer Realitäten sind. Wichtig ist daher eine Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit diesen.

Weshalb gerade Fachkräfte hier eine wichtige Rolle spielen und wie sie dieser gerecht werden können, berichtet Janek Schütte vom Team Jugend- und Familienbildung der Region Hannover. Er stellt Methoden und Tools vor, um Themen wie Datenschutz, Privatsphäre, Kommunikation zu thematisieren und mit Schüler*innen zu bearbeiten.

Janek Schütte

Ausgebildeter mediascout des Landesjugendring Niedersachsen e.V. (LJR)

Team Jugend- und Familienbildung der Region Hannover

AG 4 Auswirkungen der Digitalisierung auf die Fachkräfte der Schulsozialarbeit und die Entwicklung einer professionellen Haltung

Noch in Bearbeitung

AG 5 Verbindungslinien zwischen Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften/Schulsozialarbeiter*innen in der digitalisierten Schule

Noch in Bearbeitung

AG 6 Schulabsente Jugendliche digital erreichen? Empirische Ergebnisse und praktische Impulse

Um die Möglichkeiten der lebensweltorientierten Schulsozialarbeit im Umgang mit schulmüden und absenten Jugendlichen zu erweitern, stellt sich die Frage, ob deren digitale Lebenswelt mehr in den Blick zu nehmen ist. Ja, könnte ein digitales Angebot eine sinnvolle Ergänzung zur Kontaktaufnahme sein? Oder bedeutet das, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Wir möchten diese Fragen mit Ihnen diskutieren. Dazu werden wir zunächst unsere empirischen Ergebnisse zu den Perspektiven von schulabsenten Jugendlichen und Schulsozialarbeiter*innen zum Thema digitale Angebote präsentieren. Anschließend stellen wir unsere Impulse eines digitalen Angebots für schulabsente Jugendliche zur Diskussion. Wir erhoffen uns von Ihnen ein kritisches Korrektiv, eine möglichst kontroverse Diskussion unserer Ergebnisse im Lichte ihrer Praxiskenntnisse und Praxiserfahrungen verbunden mit dem Ziel, dass Sie Impulse für ihre Praxis mitnehmen können.

Prof. Dr. rer. pol. Maria Busche-Baumann

Birke von Borstel, BA Soziale Arbeit, wiss. Mitarbeiterin

Studierende des Projektes ‚Schulsozialarbeit in digitalisierten Lebenswelten (SchuSoLe)‘

AG 7 Digitale Medien in der Sozialen Arbeit

Der Workshop beginnt mit einem theoretischen Einstieg, was unter Digitalität und Medien zu verstehen ist und wie dies unsere Gesellschaft verändert.

Danach stellen wir verschieden Projekte, Methoden und Konzepte vor, die in Schulklassen umgesetzt werden können. Dabei geht es um präventive, kreative und pädagogische Ansätze.

Als Teilnehmende wünschen wir uns SozialarbeiterInnen, die Interesse daran haben, in ihrer Arbeit digitale Medien nicht nur zu thematisieren, sondern auch zu nutzen.

Björn von Lindeiner

Dipl. Religionspädagoge

Stadt Hildesheim

Fachbereich Familie, Bildung und Sport

AG 8 Digital Streetwork - Der Dehate// Robot im Einsatz gegen Hass und Desinformation

Wie kann aufsuchende Jugendarbeit lebensnah, also digital, gestaltet werden?

Unser Projekt hatte in den letzten Jahren die Aufgabe, Formen und Qualitätstandards hierzu zu entwickeln und hat sich dieser Frage praktisch angenähert. Mit dem Debate Robot ist es uns gelungen, ein erfolgreiches Digital Streetwork Konzept zu erarbeiten. Mit unserer Exper-tise klären wir über Diskriminierung und Rechtsextremismus auf, debunken Falschinformationen und Verschwörungserzählungen. In diesem Workshop geht es um pädagogische Gegenrede und wie diese in der Digital Streetwork Praxis Anwendung findet. Hierfür arbeiten wir mit Beispielen aus der Praxis.

Referentin:

Theresa Lehmann

Social Media Redaktion

debate // für digitale demokratische Kultur

arbeitet im Projekt Debate// der Amadeu Antonio Stiftung. Sie setzt sich für eine Digitale Zivilgesellschaft und demokratische Debattenkultur ein.

AG 9 Spuren im Netz

Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt unweigerlich Spuren.

Was das für Spuren sind und was man aus diesen herauslesen kann, darum geht es im ersten Teil dieses Workshops. Hier soll gezeigt werden, wo alles Datenspuren entstehen, wer an diesen Spuren Interesse haben könnte. Ziel ist es eine bewusste Entscheidung für oder gegen die Nutzung bestimmter Anwendungen treffen zu können.

Im zweiten Teil sehen wir uns an, wie man anonym im Netz surfen kann oder auch sicher E-Mails verschickt. Thema wird auch sein, wie Mensch eine Festplatte oder einen USB-Stick verschlüsseln kann, also ihn so sicher machen, dass ein Dieb oder Finder nicht an die darauf befindlichen Daten kommt. Und wer einen Virenbefall hat, wo das eigene Anti-Viren-Programm nicht mehr helfen kann, bekommt auch Tipps für solche Fälle.

Im dritten Teil soll es darum gehen, wie die gewonnenen Erkenntnisse in der praktischen Arbeit in der Schule eingesetzt werden könnten.

Es ist sinnvoll einen eigenen Laptop und auch einen USB-Stick mit zu bringen, damit ganz praktische gemeinsame Ergebnisse erarbeitet werden können.

Dr. Thomas Pudelko

Dipl- Sozial./Sozialpädagoge

Referent für Jugendsozialarbeit und Schule beim Paritätischen Gesamtverband.

AG 10 Beratung und Trainings online? Was können wir aus den Erfahrungen im Gesundheitsbereich für die Schulsozialarbeit lernen?

Ziel dieses Workshops ist es, zu Beginn einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen und die Potentiale und Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen von onlinebasierten Interventionen / Trainings in der Prävention von psychischen Belastungen kennen zu lernen. Darauf aufbauend soll diskutiert werden, inwiefern die Schulsozialarbeit von diesen Erfahrungswerten und Möglichkeiten profitieren kann und welche Konzepte denkbar wären.

Dr. Stephanie Nobis

Public Health, B.A.; Medizin-Management, M.A.

Fachbereichsleitung Betriebliches Gesundheitsmanagement Klinikum Osnabrück

AG 11 Digitale Methoden für Elternabende/-arbeit in Grundschule und Sekundarstufe 1

Methodenworkshop mit Praxisanteil für Fachkräfte in der Schule

Soziale Netzwerke, Apps, Spiele & Co sind keine neue Lebenswelt für Kinder und Jugendliche – für Kinder und Jugendliche ist dieser Umgang Alltag und bietet Tagesstruktur und Rituale.

Aber wissen Eltern eigentlich was ihre Kinder in der Welt der Medien machen? Wissen Eltern um die Bedeutung der Medien für die Kinder und Jugendlichen?

Wir möchten Ansätze erarbeiten, mit denen die Schulsozialarbeit der Herausforderung des Umgangs mit digitalen Medien in der Praxis begegnen kann. Der Einsatz soll erprobt werden, um unsere tägliche Arbeit effektiv zu unterstützen.

Und über die praktische Herangehensweise möchten wir ihnen die Möglichkeit geben, den Metho-denkorb zu erweitern und in die Präventionsarbeit mit Eltern aktiv einzubringen.

Jörg Ratzmann, Dipl. Sozialpädagoge/ -arbeiter (FH), Teamkoordinator schulische Sozialarbeit, Ju-gendamt Stadt Wilhelmshaven, Eltern-Medien-Trainer

Christian Kerber, Schulsozialarbeiter Ratsschule Garbsen-Berenbostel

Eltern-Medien-Trainer für die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen

AG 12 Markt – Kritik und Aufklärung – neue Aufgaben der Schulsozialarbeit?

In diesem Workshop geht es um die Frage, ob Schulsozialarbeit digitaliserte Lebenswelten „nur“ pädagogisch begleitet oder auch kritisch betrachtet? Aktuelle Studien zeigen auch die Kehrseiten der Digitalisierung für die Kinder und Jugendlichen auf, wir sprechen dann von „onlinebezogenen Risiken“. In diesem Workshop werden zum einen exemplarisch Beispiele für Entwicklungsrisiken aufgezeigt, zum anderen sind mittlerweile viele Bildungsbereiche mehr oder weniger sichtbar in Ökonomisierungsbestrebungen verwickelt.

Zur Diskussion steht also, wie sich Schulsozialarbeit kritisch positionieren und entsprechende Ange-bote entwickeln kann. Und in einem weiteren Schritt, soll der Frage nachgegangen werden, wie die kritische Haltung auf welchen Ebenen in Handlung umsetzt werden kann.

Dies kann z.B. eine bewusst aufklärende Rolle sein, in dem sie über Risiken informiert, und einen selbstbestimmten, kritischen Umgangs mit digitalen (ökonomisierten) Medien, dazugehörigen Apps und Programmen fördert, indem sie hilft, Algorithmen zu erkennen

und auch für selbstbestimmte Bedarfe als open-source zu nutzen. Ebenso kann Schulsozialarbeit auch gezielt alternative (z.B. erlebnispädagogisch orientierte) Angebote durchführen, die eine Lebenswelt ohne digitale Medien in den Vordergrund stellen.

Was in diesem Kontext notwendig und sinnvoll ist, wollen wir gemeinsam diskutieren und erarbeiten.

Prof. Dr. Anja Reinecke-Terner

Hochschule Hannover

Olaf Korek

Erzieher

Referat Jugendhilfe und soziale Arbeit der GEW Niedersachsen

AG 13 - Demokratische Bildung im digitalen Zeitalter

In der pädagogischen Arbeit sind Beteiligung und Demokratische Bildung von Kindern und Jugendli-chen wichtige Bestandteile. Insbesondere hat Schule hier einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag zur Demokratiebildung. In diesem Workshop soll sich mit Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung und ihrer aktuellen Bedeutung für Demokratiebildung beschäftigt werden.

Ziel ist es, am Ende des Workshops eine Übersicht über Apps und andere digitale Angebote zu haben, welche in der Schulsozialarbeit eingesetzt werden können, um Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zur Partizipation zu bieten und damit einen Teil zur Demokratiebildung zu leisten. Inhaltlich werden dabei neben den Chancen auch die Herausforderungen des digitalen Zeitalters wie Fakenews, Hassreden und Diskriminierung sowie Datensicherheit in sozialen Medien aufgegriffen und Handlungsstrategien hierzu entwickelt.

Pascal Kubat

Erzieher, Freier Projektleiter

Lehrbeauftragter Stiftung Universität Hildesheim

Institut für Erziehungswissenschaft

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