Experiment Heimat: Vernissage

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Experiment Heimat: Vernissage

Im Rahmen einer Vernissage werden Wladimir Kaminer, Ute Mahler und Werner Mahler ihre in Detmold entstandenen Texte und Fotos präsentieren.

Zeit und Ort

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Veranstaltungsort

Lippisches Landesmuseum Detmold Ameide 4 32756 Detmold Germany

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Zu diesem Event

HEIMAT – eine Emotion oder ein Ort? Eine Realität oder ein Ideal? Diesen und zahlreichen anderen Fragen ist das Projekt »Experiment HEIMAT« des Westfälischen Literaturbüros in Unna nachgegangen. Im Zeitraum von 2021 bis 2022 setzten sich renommierte Autor*innen und Fotograf*innen künstlerisch mit acht bereits als HEIMAT etablierten Räumen oder aus bestimmter Perspektive »heimatlich« konnotierten Orten in Westfalen auseinander. Einer dieser HEIMAT-Orte war das Hermannsdenkmal in Detmold.

Der Autor Wladimir Kaminer und die Fotograf*innen Ute Mahler und Werner Mahler waren 2021 für einen Rechercheaufenthalt in Detmold unterwegs. In Begegnungen und im Austausch mit den hier lebenden Menschen näherte sich das Trio dem Wahrzeichen Lippes mit Stift und Kamera. Im Anschluss an ihre Recherchereisen setzten die an »Experiment HEIMAT« beteiligten Autor*innen und Fotograf*innen ihre Eindrücke künstlerisch um. Es entstanden literarische Texte und Fotoserien zu den HEIMAT-Orten, die in einem Text-Foto-Band veröffentlicht und in einer Wanderausstellung aufbereitet wurden, die 2022 an die HEIMAT-Orte zurückkehrt.

Die Ausstellungseröffnung in Detmold findet im Lippischen Landesmuseum Detmold statt. Im Rahmen einer Vernissage werden Wladimir Kaminer, Ute Mahler und Werner Mahler ihre in Detmold entstandenen Texte und Fotos präsentieren.

»Mein Herz ist grün vor Wald«, schrieb einst der Heimatdichter Christian Dietrich Grabbe – geboren und gestorben in Detmold – über die Region seiner Heimat. Die Fotografien von Ute Mahler und Werner Mahler aus dem Teutoburger Wald erinnern an das »grüne Herz«. Nicht, weil die Fotografien farblich grün sind, es sind Schwarzweißfotografien, sondern, weil sie das Üppige des Waldes genauso wie seine Fragilität zeigen. Der Autor Wladimir Kaminer beschäftigt sich in seinem Text »Hermann« mit dem Prozess der »Hermannisierung« der Russlanddeutschen, die in ihre historische Heimat zurückkehren, bevorzugt in die Nähe des Hermannsdenkmals, damit das Eintauchen in die deutsche Sprache und Kultur angeblich schneller verläuft – so las er mal in einer russischen Zeitung. Ein Experiment am eigenen Leib wird durchgeführt. Er beobachtet, wie Heimaten entstehen und mit einer präzisen Genauigkeit und mit einem humorvollen Blick das Volk sowie das Hermannsdenkmal: »Ein wenig erinnerte er (Hermann) mich an die Freiheitsstatue in New York, nur, dass Hermann einen komischen Helm mit Öhrchen statt eines Kranzes auf dem Kopf trägt und ein Schwert statt einer Fackel in der Hand hält.« (Wladimir Kaminer)

Die Ausstellung wird vom 19. November bis zum 11. Dezember im Lippischen Landesmuseum Detmold zu sehen sein.

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