Die Wunder des menschlichen Körpers - Innsbruck - 7. Mai 2019

Der Ticketverkauf ist beendet

Registrierungen sind abgeschlossen
Vielen Dank für Ihr Interesse, Sie sollten in Kürze ein digitales Ticket zugesendet bekommen. Sie wollen in Zukunft frühzeitig über Events von WissensDurst erfahren? Registrieren Sie sich einfach bei unserem Newsletter: http://eepurl.com/duH_g5

Eventinformationen

Dieses Event teilen

Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort

Tribaun

Museumstraße 5

6020 Innsbruck

Austria

Karte anzeigen

Der Ticketverkauf ist beendet

Registrierungen sind abgeschlossen
Vielen Dank für Ihr Interesse, Sie sollten in Kürze ein digitales Ticket zugesendet bekommen. Sie wollen in Zukunft frühzeitig über Events von WissensDurst erfahren? Registrieren Sie sich einfach bei unserem Newsletter: http://eepurl.com/duH_g5
Beschreibung des Events

Beschreibung

Strategien gegen einen Überlebenskünstler

Wie kann man das Immunsystem steuern, um neue Impfstrategien gegen HIV-1 zu entwickeln?

Priv. Doz. Dr. rer. nat Wilfried Posch

Sektion für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie, Medizinische Universität Innsbruck

Seit beinahe 40 Jahren wird intensiv an HIV-1 geforscht und im letzten Jahrzehnt wurden große Anstrengungen unternommen, um effiziente und sichere HIV-1 Impfstrategien zu entwickeln. Aufgrund der hohen genetischen Variabilität des humanen Immundefizienzvirus 1 (HIV-1) ist das Virus in der Lage, schützenden Immunreaktionen des Wirtes immer wieder zu entkommen. Die Tatsache, dass HIV-1 sein Genom in die Erbinformation der Immunzellen des Wirtes latent (schlafend) einbauen kann, erschwert die Entwicklung von effektiven Wirkstoffen und Vakzinen um ein Vielfaches. Einen weiteren Stolperstein stellt das Fehlen adäquater Labormodelle dar, um die Vorgänge im menschlichen Körper genau zu charakterisieren.


Moderne Pathologie – mehr als nur Aufschneider

Priv. Doz. Dr. rer. nat Claudia Manzl

Institut für Pathologie, Neuropathologie und Molekularpathologie, Medizinische Universität Innsbruck

Die Pathologie – die „Lehre von den Leiden“ – ist ein sehr altes Fach der Medizin. Bereits im alten Ägypten und Griechenland wurden Leichen geöffnet um den Aufbau des menschlichen Körpers zu erforschen. In weiterer Folge wurden ungeklärte Todesfälle untersucht und aufgeklärt. Ein altägyptischer medizinischer Text, das sogenannte Wundbuch (Ägypten ca. 1550 v.Chr), beschreibt anatomische Körperteile und definiert drei Floskeln: Krankheiten, (1) die der Arzt behandeln wird, (2) gegen die er kämpfen wird und (3) die er nicht behandeln wird. In dieser Abschrift wird das erste Mal ein Geschwür der Brust beschrieben, die Bezeichnung für Krebs als Erkrankung wurde erst später in einer Sammlung medizinischer Schriften, im Corpus Hippocraticum erwähnt. Historisch lernte der Arzt von der Leichenschau, wie der Körper aufgebaut ist und wie er funktioniert. Mit fortschreitendem Wissensstand konnte auch abgeleitet werden, welche Umstände zum Ableben von Menschen geführt haben. Im vorletzten Jahrhundert änderten sich durch wissenschaftlichen Errungenschaften in der Zellbiologie und Molekularbiologie das Berufsbild vom Aufschneider zum Molekularpathologen. Der moderne Pathologe diagnostiziert die histologischen Veränderungen und stellt vor allem im Falle von Tumorerkrankungen die Schnittstelle zwischen Chirurgie und Onkologie. Durch die modernen Techniken spielt der Pathologe vor, während und nach der Behandlung eine wichtige Rolle in der maßgeschneiderten Tumortherapie. Die Floskeln des altägyptischen Wundbuches haben sich somit nicht grundlegend verändert, sondern haben sich an die neuen Möglichkeiten durch die moderne Technik angepasst. Die moderne Pathologie beschäftigt sich nicht nur mit der Frage der Krankheitslehre, sondern mit den Veränderungen des genetischen Materials und der darauf begründeten Diagnose oder Therapie. Die Arbeit des modernen Pathologen dient heutzutage zum überwiegenden Teil dem lebenden Patienten.

Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Tribaun

Museumstraße 5

6020 Innsbruck

Austria

Karte anzeigen

Dieses Event speichern

Event gespeichert