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Bewegte Geschichte_n: Feministinnen der Zweiten Welle im Gespräch

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Veranstaltungsort

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Schwules Museum

Lützowstraße 73

10785 Berlin

Germany

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Beschreibung des Events

Beschreibung

Im Rahmen des 8. Programms der 12 Monde Filmlounge Geschichte_n der Zweiten Welle – Frauen- und Lesbenbewegung in Deutschland ’70-’90(LINK) laden wir zu einem Gespräch mit vier Berliner Zeitzeuginnen, Filmschaffenden und –mitwirkenden ein. Alle waren und sind bis heute wichtige Akteurinnen in der deutschen Frauen- und Lesbenbewegung. Wir werden über das Lebensgefühl der 70er, 80er und 90er in Ost und West sprechen, über die Errungenschaften und blinden Flecken der 2. Welle, über Rassismus damals und heute, über die Rolle der Lesben in der Frauenbewegung, über die Träume, die Poesie, den Mut und das Scheitern. Und natürlich über die Filme, die wir in Ausschnitten gemeinsam anschauen!

Mit:

Katharina Oguntoye war eine Wegbegleiterin von Audre Lorde in Berlin und ist im Film „A Litany for Survival“ als Studentin Lordes zu sehen. Sie ist Historikerin, Mitherausgeberin des wegweisenden Buches „Farbe bekennen: Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte“ (1986), Gründungsmitglied von ADEFRA (Schwarze Frauen in Deutschland) und Mitgründerin und Leiterin des Joliba e.V.

Barbara Teufel erzählt ihre eigene Geschichte vom Leben in der Frauen-WG in „Die Ritterinnen“. Sie studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) und an der französischen Filmhochschule La FÉMIS in Paris. Zwölf Jahre arbeitete sie als freie Regisseurin und Autorin in Berlin und Paris. Von 2007-2015 lehrte sie Spielfilmregie an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Seit 2016 arbeitet die Regisseurin und Autorin im aktiven Kernteam und im Vorstand von Pro Quote Regie/Pro Quote Film.

Marinka Körzendörfer ist Journalistin und Dokumentaristin und war seit 1984 aktives Mitglied der Lesbenbewegung der DDR, u.a. bei den „Gethsemane-Lesben“, ist Mitbegründerin des Unabhängigen Frauenverbands (UFV), und wirkte an vielen Dokumentationen über die DDR-Lesbenbewegung mit, u.a. an dem „Film warum wir so gefährlich waren“.

Monne Kühn war von 1971-79 bei den HAW-Frauen und im Lesbischen Aktionszentrums (LAZ) aktiv und am Film Zärtlichkeit und Rebellion beteiligt. Sie ist Mitkuratorin der aktuellen Retrospektive im Schwulen Museum über das LAZ. Sie ist Diplom-Pädagogin, betrieb eine Tischlerei und hat u.a. Ausbildungen in Yoga und Shiatsu. Sie lebt mit ihrer Lebenspartnerin das Landlesbenleben und ist aktiv in der Anti-AKW-Bewegung und im Tier- und Naturschutz.

Moderation: Vera Hofmann, Kuratorin der „12 Monde Filmlounge“, Co-Kuratorin des „Jahr der Frau_en“, Künstlerin und Vorstandsmitglied des Schwulen Museums.

++++++

Die vier Filme des 8. Programms können täglich zu den Öffnungszeiten des Schwulen Museums vom 11.8.-8.9.2018 geschaut werden. Wer intensiv über die Filme diskutieren möchte, dem sei der Besuch der Filmlounge vorab zu empfehlen.

++++++ https://www.schwulesmuseum.de/ausstellung/8-mond-geschichte_n-der-zweiten-welle-frauen-und-lesbenbewegung-in-deutschland-70-90/


DAS FILMPROGRAMM
8. Mond – 11.8.-8.9.2018

Geschichte_n der Zweiten Welle
– Frauen- und Lesbenbewegung in Deutschland '70-'90

Im 8. Programm stellen wir vier Filme vor, die das gesellschaftliche Klima und die Situation von Frauen und Lesben in den 70er bis 90er Jahren in Deutschland beleuchten und deren Widerstand bezeugen. Während der sogenannten zweiten Welle der Frauenbewegung formten Lesben entscheidende Initiativen für das gesellschaftliche Aufbegehren gegen repressive, patriarchale und sexistische Strukturen.

Zärtlichkeit und Rebellion – zur Situation der homosexuellen Frau (1973, 46 Min., D, dt.) von Eva Müthel
Als erster Beitrag im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ZDF) über Lesben und bisexuelle Frauen wurde diese Dokumentation u.a. beim überregionalen Pfingsttreffen unter Mitwirkung der Frauengruppe der Homosexuellen Aktion Westberlin (später Lesbisches Aktionszentrum, LAZ) gedreht. Der Film löste eine Welle der Empörung in der Gesellschaft aus, bewirkte aber auch viel Zulauf von Lesben zur Bewegung.

A Litany for Survival: the Life and Work of Audre Lorde (1995, 80 Min., US, engl. mit dt. UT) von Ada G. Griffin und Michelle Parkerson
Der erste Dokumentarfilm über die Schwarzen, Lesbe, Feministin, Mutter, Poetin, Kriegerin, die entscheidende Impulse für die Afro-deutsche Community in Berlin lieferte und immer wieder weiße Feministinnen aufforderte, intersektional zu denken und zu handeln. Der Film gibt einen umfassenden und eindrücklichen Einblick in das Werk und Schaffen einer der prägendsten Persönlichkeiten der feministischen Geschichte, in ihr Privat- und Familienleben und ihre Zeit in Berlin.

Die Ritterinnen (2003, 96 Min., D, dt. mit engl. UT) von Barbara Teufel
Der von der eigenen Biografie inspirierte Film, ein Hybrid aus Inszenierung, dokumentarischem und Archivmaterial verdichtet das Lebensgefühl der 80er Jahre in Kreuzberg: „links, radikal, anarchistisch, zornig, zärtlich, zauberhaft!“ Sieben Frauen leben in einer Frauen-WG in der Ritterstrasse in Kreuzberg. Sie werfen die Männer aus der WG und wollen am großen Rad drehen: IWF und Weltbank stürzen, Machtstrukturen zerstören, Privatheit und Heterosexualität in Frage stellen. Politische Protestaktionen mischen sich mit persönlichen Geschichten aus dem Alltag der WG.

warum wir so gefährlich waren (2006, 50 Min., D, dt.) von Songül Bitis, Samira Mahmud, Colin Müller, Marie Schlingmann
Lesbisches Leben war in der DDR kaum öffentlich sichtbar. Die Kirche bot damals die einzige Möglichkeit, sich zu organisieren und Öffentlichkeit zu erzeugen. Zwischen 1984 und 1986 versuchten Frauen der Ostberliner Gruppe Arbeitskreis "Homosexuelle Selbsthilfe Berlin – Lesben in der Kirche" (LiK) an mehreren Gedenkveranstaltungen im ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück teilzunehmen. Zwanzig Jahre später erinnern sich vier dieser Frauen an die Geschehnisse, Motive, an die harschen staatlichen Reaktionen und an die politische Arbeit in der Gruppe.

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12 Monde ist eine ganzjährig angelegte queerfeministische Filmreihe mit wechselndem Programm zu jedem Neumond. Die Filme laufen im täglichen Museumsbetrieb des Schwulen Museums in der Filmlounge auf einer Projektionsfläche und zwei Monitoren.

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12 Monde ist Teil des Jahresprogramms Jahr der Frau_en – eine konzertierte queerfeministische Intervention. Das Jahr der Frau_en wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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