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Aus- und Weiterbildung in Südkorea

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Beschreibung des Events
Lokale Experten informieren über den koreanischen Bildungssektor und das Potential für deutsche Produkte und Dienstleistungen

Zu diesem Event

Vorab erhalten Sie Zugang zu diesen aufgezeichneten Vorträgen:

  • Vorstellung des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU
  • Aktuelle Wirtschaftsentwicklung in Korea
  • Rechtliche Rahmenbedingungen in Korea
  • Vertrieb in Korea

Programm Webinar am 20.5.:

  • Marktentwicklung und Trends der Branche Aus- und Weiterbildung in Korea
  • Best Practice Beispiele deutscher Unternehmen (Berufliche Bildung, Hochschulkooperation, Lieferung von Ausrüstung nach Korea)
  • Virtuelle Panel Diskussion „Geschäftschancen für deutsche Unternehmen"
  • Q&A / Diskussion mit dem Publikum

Geschäftschancen für deutsche Unternehmen

Die koreanischen Bildungsinstitutionen stehen in enger Kooperation mit dem privaten Sektor. Deutsche Unternehmen können als verlässliche industrielle Partner hierbei auch von dem guten Ruf „Made in Germany“ profitieren. Besonders gilt dies für technische Berufe in Richtung Maschinen- und Fahrzeugbau, chemische Industrie, Elektronik und Elektrotechnik. Weitere Themen der beruflichen Bildung in Südkorea sind lebenslanges Lernen, Weiterbildung und Durchlässigkeit, Attraktivität der beruflichen Bildung und Verknüpfung von Wirtschaft und Staat. Auch Qualifikationsanforderungen im Kontext von Industrie 4.0 bilden einen Schwerpunkt.

Im Bereich der Weiterbildung profitieren insbesondere Anbieter von Bildungsprogrammen für technisch-kreative Berufe (z.B. Programmieren, Video-Editing) vom starken Interesse der Bevölkerung nach als zukunftssicher angesehen Berufsfeldern. Deutsche Unternehmen mit innovativen Bildungskonzepten haben hierbei Chancen, in den wachsenden lokalen Markt einzutreten. Hierbei bietet sich auch die Kooperation mit etablierten Dienstleistungsunternehmen an, die die Präferenzen des Markts kennen und Angebote entsprechend in ihrer Ausrichtung und Aufbereitung lokalisieren können.

Die Imageaufwertung der Berufsausbildung sowie die Gründung neuer Bildungszentren geht auch mit höheren Budgets für moderne Lernausrüstung einher. Chancen bieten sich nicht nur beim Komplettangebot von Kursen, sondern auch als Zulieferer von z.B. Lernmaterialien, Lehrwerkstätten etc.

Nicht zuletzt fordert die Corona-Krise Investitionen in innovative E-Learning-Lösungen. Erhebliches Potenzial besteht somit für deutsche Unternehmen mit Lösungen zur Unterstützung der digitalen Transformation, wie z.B. Digitale Lehrmittel und Apps, Virtual & Augmented Reality, Simulationswerkzeuge und -geräte, Geräte zum Üben von Optimierungsprozessen, Smart Production Training und Train the Trainer-Lösungen.

Der koreanische Markt

Durch die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts sowie den demographischen Wandel ändert sich der Trend im Bildungsgeschäft signifikant. Während in den vergangenen Jahrzenten der auf Aufnahmeprüfungen ausgerichtete private Bildungsmarkt im Zentrum stand, verlagert sich der Fokus allmählich auf den privaten (Weiter-)Bildungsmarkt für Erwachsene. Im Jahr 2019 nahmen 41,7% der koreanischen Bevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren innerhalb eines Jahres an mindestens einem entsprechenden Weiterbildungsprogramm teil – ein deutlicher Anstieg von 30,2% im Jahr 2013.

Die Regierung ist bestrebt, die Nachfrage nach schulischer Berufsbildung zu steigern und die Berufsbildungsprogramme besser an die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts anzupassen. Die gesetzliche Grundlage verankert praxisorientierte Formen des beruflichen Lernens nach deutschem Vorbild.

Ein wichtiges Beispiel zum Thema Ausbildung auf universitärer Ebene ist die 1998 mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums gegründete Korea Polytechnic University in Siheung in der Metropolregion Seoul. Sie wurde gegründet, um professionelle technische Arbeitskräfte mit einer starken Anpassungsfähigkeit an den Einsatzort durch praktische Ausbildung zu fördern. Die Universität bietet Koreas erstes Netzwerk für akademisch-industrielle Zusammenarbeit mit 3.934 Partnerunternehmen.

Zur Förderung der berufsorientierten Aus- und Weiterbildung bietet die Regierung ein System zur Unterstützung der Ausbildungsausgaben für die Verbesserung der beruflichen Qualifikation und der Vorbereitung auf Berufswechsel.

Seitens der Regierung werden verschiedene berufliche Trainingsprogramme für arbeitssuchende ab 15 Jahren in insgesamt 21 Industrien gefördert. Hierzu gehören beispielsweise Architektur, Automobil, Automation, und Design. Die koreanische Regierung kommt für die gesamten Kosten der Programme auf, einschließlich Vorlesungsgebühren, Ausgaben für Praxismaterial, Wohnheimkosten und Lebensmittel. Absolventen einjähriger Programme sind von den erforderlichen schriftlichen Prüfungen für nationale Qualifikationszertifikate befreit und erhalten zusätzliche Beratung bei der Arbeitssuche und bei der Ausbildung nach dem Programm.

Das Angebot an praktischer privater Erwachsenenbildung in Korea ist unzureichend. Nach Angaben der Bildungsindustrie wird die Marktgröße für Erwachsenenbildung im Jahr 2019 auf fast 1,5 Mrd. EUR geschätzt. Angesichts der Tatsache, dass die koreanische Bevölkerung zwischen 25 und 50 Jahren derzeit etwa 20 Millionen beträgt, besteht noch viel Wachstums-potenzial und das rasche Voranschreiten der Bevölkerungs-alterung wird die Nachfrage nach Weiterbildung für Erwachsene weiter steigern. Koreaner mittleren Alters treiben bereits die Nachfrage aufgrund ihrer Frühpensionierung und Bemühungen zur Wiedereinstellung.

Bei der unternehmensinternen Aus- und Weiterbildung engagieren sich nur einzelne Unternehmen sehr stark. Im Durch-schnitt lagen die jährlichen Ausgaben in Korea pro Mitarbeiter im Jahr 2018 bei knapp über 200 EUR. Großunternehmen investieren mit durchschnittlich über 350 EUR deutlich mehr als KMU (unter 100 EUR).

Digitalisierung im Bildungssektor war schon länger ein Thema in Korea, doch die Corona-Pandemie hat die Nachfrage sprunghaft ansteigen lassen. Laut Korea Education & Research Information Service (KERIS) erwiesen sich Probleme mit der Qualität von Online-Inhalten sowie Server- und Kopierrechte als größte Hemmschuhe. Die Regierung will nun bis 2025 956 Mio. EUR in die Digitalisierung der Bildungsinfrastruktur und -inhalte investieren. Laut EdTechX Global belief sich Koreas Edtech-Marktgröße im Jahr 2019 auf 2,9 Mio. EUR, was in den nächsten drei Jahren voraussichtlich erheblich zunehmen wird.

Teilnahmebedingungen:

Das Webinar wird über den Anbieter Zoom durchgeführt. Sie erhalten einige Tage vor dem Webinar per E-Mail einen Link zur Aufzeichnung der ersten Präsentationen und einen Link zum Aufrufen des Webinars am Veranstaltungstag. Alle Referent*innen sind auch bei dem Live-Webinar online und stehen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Es handelt sich um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführt wird. Da bestimmte unternehmensbezogene Elemente des Programms eine Subvention im Sinne des § 264 StGB darstellen, müssen für die verbindliche Anmeldung einige Angaben zum Unternehmen erfasst werden.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

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