Du wirst einen Workshop veranstalten? Ein großer Teil des Erfolgs hängt von der Moderation ab. Wenn du unsere Tipps beachtest, wirst du dein Ziel erreichen – und deine Teilnehmer werden dir an der Lippen kleben. Denn mithilfe einer gelungenen Workshop-Moderation kannst du deine Teilnehmer souverän durch die Veranstaltung führen sowie zu aktiver Mitarbeit und Diskussion anregen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Aufgaben beim Workshop moderieren
  2. Moderationstechniken im Workshop
  3. Spielregeln für Teilnehmer
  4. Partnerinterview
  5. Vorstellungsrunde
  6. Ein-Punkt-Frage
  7. Karten-Abfrage
  8. Tipps für deine Workshop-Moderation

Aufgaben beim Workshop moderieren

Die Teilnehmer eines Workshops bringen inhaltliche Beiträge in den Workshop ein. Damit dies nicht ohne roten Faden abläuft, die Zeit überschritten oder sogar das Thema verfehlt wird, ist eine zielgerichtete Workshop-Moderation super wichtig. Zu den Aufgaben dabei gehört unter anderem Folgendes:

  •       Das Workshop-Ziel definieren
  •       Eine Einführung in die Thematik
  •       Die Zeit im Blick behalten und auf deren Einhaltung achten
  •       Diskussionen leiten, aber nicht führen.
  •       Teilnehmer aktivieren und motivieren, sich zu beteiligen
  •       Vermitteln zwischen Teilnehmern
  •       Ergebnisse dokumentieren

Der Moderator eines Workshops muss kein absoluter Fachmann sein, sollte sich aber mit dem Thema des Workshops auskennen. Vor der Veranstaltung solltest du deshalb deine Moderation für den Workshop gründlich vorbereiten.

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Arbeite dich also inhaltlich in das Thema ein und skizziere, warum es wichtig ist. Anschließend geht es um das Ziel: Worauf arbeitest du gemeinsam mit deinen Teilnehmern hin? Dadurch behältst du automatisch den Überblick und kannst den Workshop in jeder Situation souverän moderieren. Schweifen deine Teilnehmer zum Beispiel ab? Dann rückt deine Workshop-Moderation das eigentliche Ziel wieder in den Mittelpunkt.

Moderationstechniken im Workshop

Für eine gelungene Workshop Moderation gibt es verschiedene Methoden und Techniken. Mit diesen Moderationstechniken wird das Arbeiten effektiver gestaltet, die Teilnehmer aktiviert und motiviert. In einem Workshop kannst du deine Moderation durch den Einsatz von gezielten Methoden leichter nutzen, um das Workshop-Ziel zu erreichen. Und das Beste dabei: Es gibt eine Vielzahl an Moderationstechniken für Workshops. Wir haben hier die wichtigsten für dich zusammengefasst:

Moderationstechnik: Spielregeln für Teilnehmer

Um Frustration, Langeweile, Gereiztheit und Zeitverschwendung zu vermeiden, legst du bei dieser Art der Workshop-Moderation Spielregeln für alle Teilnehmer fest. Mit diesen Gruppenregeln können sowohl die Grundlagen der Kommunikation während des Workshops definiert, als auch eine Basis für das gemeinsame Arbeiten geschaffen werden.

Mögliche Spielregeln, die durch die Workshop-Moderation festgelegt werden:

  •       Geräte ausschalten: Um nicht aus der Konzentration gerissen oder abgelenkt zu werden, sollten die Smartphones und Tablets in den Flugmodus versetzt oder ganz ausgeschaltet werden.
  •       Zusammen, nicht allein: Ein Workshop dient dem Austausch unter Teilnehmern. Dieser Austausch sollte auf Augenhöhe erfolgen und nicht von ein paar wenigen Teilnehmern geführt werden. Durch eine Beschränkung der Redezeit kann jeder Teilnehmer zu Wort kommen.
  •       Reden und ausreden lassen: Respektvoller Umgang miteinander ist notwendig und dazu zählt auch, dass andere Teilnehmer ihre Gedanken bis zum Ende äußern dürfen.
  •       Offenheit und Verschwiegenheit: Was während des Workshops geäußert wird, bleibt unter den Teilnehmern. Dadurch wird Offenheit gefördert.
  •       Nicht abschweifen: Die Zeit in einem Workshop ist kostbar. Daher sollten sich alle während des Workshops auf das Wesentliche konzentrieren.

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Moderationstechnik: Partnerinterview

Mit einem Partnerinterview lernen die Teilnehmer sich gegenseitig besser kennen. Für diese Technik bereitest du für deine Workshop-Moderation vorab Fragen vor, die in dieser Moderationstechnik von den Teilnehmern paarweise beantwortet werden. Anschließend erfolgt ein gegenseitiges Vorstellen im Plenum.

Moderationstechnik: Vorstellungsrunde

Anstatt ein Partnerinterview zum Kennenlernen zu nutzen, kannst du in deiner Workshop-Moderation auch auf die Vorstellungsrunde zurückgreifen. Die offene Vorstellungsrunde schafft Transparenz, lässt jeden Teilnehmer zu Wort kommen und hilft bei der schnellen Meinungsbildung. In der Vorstellungsrunde kann jeder Teilnehmer der Reihe nach auf eine vorbereitete Frage antworten. Die Antwort sollte kurz in einem Satz erfolgen. Eine Diskussion der Beiträge findet dabei nicht statt.

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Moderationstechnik: Erwartungs-Abfrage

Um die Erwartungen der Teilnehmer zu sammeln und die Erwartungen an den Workshop festzuhalten, kannst du in deiner Moderation die sogenannte Erwartungs-Abfrage nutzen. Jeder Teilnehmer des Workshops erhält dabei eine Karte, auf der die Erwartungen der Teilnahme mitgeteilt werden.

Moderationstechnik: Ein-Punkt-Frage

Bei dieser Technik bereitest du im Vorfeld des Workshops für deine Moderation eine Pinnwand mit einer Skala oder einem Koordinatensystem vor. Während des Workshops stellst du einfache Fragen, die deine Teilnehmer mit Klebepunkten beantworten. Jeder Klebepunkt findet also seinen Platz auf der Pinnwand – und am Ende hast du einen Überblick über die Meinung deiner Teilnehmer. Eine Frage könnte zum Beispiel sein, wie groß das Interesse am Workshop-Thema ist. Anschließend kleben die Teilnehmer ihre Punkte auf die Skala. Du möchtest gleich mehrere Fragen stellen? Dann verwende für jede Frage eine andere Klebepunkt-Farbe.

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Moderationstechnik: Die Zuruffrage

Die Zuruffrage dient in einem Workshop der Visualisierung. Wissen, Ideen, Erfahrungen und auch Meinungen der Gruppe werden visualisiert zusammengetragen. Hierbei werden Stichpunkte ungeordnet in den Raum gerufen und durch den Moderator an einem Plakat festgehalten. Mit dieser offenen Brainstorming-Methode wird die Kreativität der Gruppe gefördert. Anschließend kannst du deine Workshop-Moderation auf das Ziel der Veranstaltung fokussieren und die Stichpunkte gemeinsam mit deinen Teilnehmern strukturieren, indem du sie clusterst.

Moderationstechnik: Karten-Abfrage

Im Gegensatz zur Zuruffrage bekommst du bei der Karten-Abfrage sofort strukturierte Beiträge von den Teilnehmern. Diese kannst du wiederum anschließend clustern. In dieser Technik beantworten die Teilnehmer eine Frage, indem sie ihre Antwort auf eine Karte schreiben. Diese Karten werden von der Workshop Moderation gesammelt und an einer Pinnwand geordnet. Gleiche Aussagen werden dabei übereinander gepinnt.

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Moderationstechnik: Cluster / Klumpen

Nach der Karten-Abfrage werden die Karten auf verschiedene Arten angeordnet. Nach dem Vorlesen der gesammelten Karten durch die Moderation, entscheiden die Teilnehmer über die Zuordnung der Karten. Oberbegriffe, Überschriften oder Titel können per Zuruf gefunden werden. Durch das Clustern werden die Antworten in eine sinnvolle Struktur gebracht und ein Überblick über die Themen ermöglicht.

Tipps für deine Workshop-Moderation

Einen Workshop und die Moderation kannst du mit einem speziellen Training vorbereiten. Auf Eventbrite findest du passende Events, um dich auf einen Workshop und die Moderation gezielt vorzubereiten. Neben den Moderationstechniken erhältst du für deine Workshop-Moderation auch wertvolle Tipps und Tricks. Die Teilnahme an solchen Events lohnt sich besonders, wenn du auf dem Gebiet der Workshop-Moderation noch unerfahren bist. Und vielleicht führst du dann bald deinen eigenen Workshop und erstellst ein kostenloses Event auf Eventbrite.