What the hack? Ein Event für Computer-Nerds und solche, die es werden wollen

“Es geht um den persönlichen Aspekt, die Interaktion mit anderen Leuten.”

Wer will, kann sich heute so ziemlich alles online beibringen. Doch selbst überzeugte Computernerds und Tech-Afficionados kommen gerne offline zusammen, um ihr Wissen zu teilen, zu erweitern und um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen – so zum Beispiel auch auf den Events von James Mitchell.

Im Interview erzählt der Veranstalter, was man auf einem Raspberry Jam alles lernen kann, wie seine Vision einer fortschrittlichen Schule aussieht und welche Partner ihm seine Arbeit erleichtern.

Interessiert? Hier kannst du dich für den nächsten Raspberry Jam anmelden. Du willst James Mitchell auf Twitter folgen? @monkeymademe

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James Mitchell

Hallo James, erzähl uns doch als erstes ein wenig über dich und wie du Veranstalter geworden bist!

James Mitchell: Hi, ich bin James und komme aus Edinburgh in Schottland. Seit zehn Jahren lebe ich mit meiner Frau und meinen Kindern in Berlin. Mein beruflicher Hintergrund liegt in der Qualitätssicherung von Software, ich habe auch in verschiedenen schottischen Firmen als System Administrator gearbeitet. Raspberry Jam Berlin habe ich ins Leben gerufen, weil ich ein großer Fan des Raspberry Pi als erschwinglichem Computer bin. Ich wollte ein Teil dieser wirklich großartigen Community werden, die sich rund um den Pi entwickelt hat. 

Der Raspberry Jam ist ein monatlich stattfindendes Event für alle, die lernen wollen, was man mit einem Raspberry Pi anstellen kann. Was zum Beispiel, könnte das denn sein?

Mitchell: Der Raspberry Pi ist ein Computer in der Größe einer Kreditkarte. Man kann sich damit weiterbilden, hacken und Spaß haben. Schließt man eine Mouse und einen Monitor daran an, hat man eine Konsole für alte Computerspiele, einen Media Center, kann programmieren lernen, einen Server bauen oder sogar einen Roboter! Man könnte ihn sogar an einem Wetterballon festschnallen, um Luftaufnahmen aus sehr weiter Entfernung zu machen. Was den Raspberry Pi von anderen vergleichbaren Produkten unterscheidet, ist, dass er sich sehr leicht mit anderer Hardware verknüpfen lässt. Dass er so klein und energieeffizient ist, macht ihn auch ziemlich unschlagbar. Ein tolles Beispiel hierfür ist das Panning Time Lapse Video, das ich bei unserem letzten Jam im Juli gemacht habe. Dafür habe ich einen Servo Motor Controller und das Raspberry Pi Kamera Modul mit einem Raspberry Pi vernetzt, der wiederum batteriebetrieben lief. Während der Veranstaltung hat die Kamera dann einzelne Bilder gemacht und sich danach jedes mal ein Stück bewegt. Schließlich habe ich dieses Video aus dem Material erstellt, und das alles mit dem Raspberry Pi!

Deine Begeisterung für den Pi und seine Möglichkeiten ist unverkennbar. Wie bist du dann darauf gekommen, die Raspberry Jams zu veranstalten? 

Mitchell: Die Raspberry Jams in Großbritannien haben mich dazu inspiriert. In Deutschland gab es mit Ausnahme eines einzigen Events, nämlich “Pi and More” an der Universität Trier, noch gar nichts zum Thema Rasperry Pi. Also habe ich das selbst in die Hand genommen und einen eigenen Jam in meiner Heimatstadt Berlin gestartet. 

Was ist die größte Herausforderung, wenn man Events dieser Art veranstaltet?

Mitchell: Einen geeigneten Veranstaltungsort zu finden, an dem ich genug Platz für mein ganzes Equipment habe, war eine echte Herausforderung. An dieser Stelle würde ich gerne FabLab Berlin dafür danken, die den Jam in den letzten Monaten sehr unterstützt haben.

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Und warum hast du Eventbrite als deinen Ticketing-Partner ausgesucht?

Mitchell: Als ich angefangen habe, den Raspberry Jam vorzubereiten, habe ich mir verschiedene Ticketing Systeme angeguckt. Ich habe mich für Eventbrite entschieden, weil man es umsonst nutzt, wenn man keinen Eintritt für sein Event erhebt. Das ist super für Veranstaltungen wie meine. Dass ich hier alle Einzelheiten rund um mein Event in Echtzeit verfolgen und meine Teilnehmer problemlos kontaktieren kann, ist mir ebenfalls sehr wichtig. Kommunikation ist der Schlüssel!

>> Erfahre mehr darüber, wie du Eventbrite für kostenlose Events nutzen kannst

Durch dein Event teilst du nicht nur dein Wissen mit anderen, sondern fungierst auch als Fürsprecher für das Produkt Raspberry Pi. Verfolgen deine Veranstaltungen auch einen Marketingzweck?

Mitchell: Diese Frage muss ich mit Nein beantworten. Ich verstehe mich als Raspberry Pi Anhänger, der total begeistert ist vom Pi und von der tollen Arbeit, die die Raspberry Pi Foundation leistet. Ich verdiene allerdings weder Geld mit den Jams, noch werde ich in irgendeiner Weise dafür bezahlt. Ich will meine Begeisterung einfach gerne teilen und Gleichgesinnte treffen. Außerdem fände ich es wirklich toll, wenn deutsche Schüler mithilfe des Pis Programmieren lernen könnten. Er ist einfach eine perfekte Plattform, die unheimlich viel Spaß macht! Da ich auch zwei eigene Kinder habe, ist das geradezu zu einer Obsession herangewachsen. Vor allem, wenn ich den Status an deutschen Schulen bedenke. 

Kennen die meisten deiner Teilnehmer das Produkt schon oder besuchen vor allem “Raspberry Neulinge” dein Event?

Mitchell: Es kommen jede Menge Leute zu den Jams, von Experten bis hin zu Leuten, die nur davon gehört haben. Egal, wie vertraut man damit ist: Jeder ist willkommen! Ich lade jeden dazu ein, einfach vorbeizukommen und zu schauen, was wir da so machen. Der nächste Raspberry Jam ist am 22. August, und im September kann man sich den 19. schon mal im Kalender markieren.

Die meisten Teilnehmer sind wahrscheinlich sehr technikaffin und gut darin, online Informationen und Inspirationen zu finden. Welche Vorteile bringt es, offline zusammenzukommen?

Mitchell: Ich denke, es geht um den persönlichen Aspekt, die Interaktion mit anderen Leuten. Wenn man etwa wissen will, wie man mit seinem Raspberry Pi eine Website betreibt, findet man eine Menge Tutorials dazu online. Einige sind aber nicht mehr auf dem neuesten Stand, so dass Probleme auftauchen. Oder es kann lange dauern, eine geeignete Anleitung zu finden. Das kann frustrierend sein. Bei einem Jam sprichst du direkt jemanden an, der schon einmal etwas Ähnliches versucht hat und fragst ihn, ob er dir hilft, deinen Web Server zu installieren. Im Bestfall gewinnst du dabei auch noch einen neuen Freund.

Welcher war bisher der aufregendste Moment bei den Jams?

Mitchell: Zu sehen, wie die Menschen zusammen arbeiten und sich über ihre Projekte austauschen. Dabei zuzuschauen, wie das, was du dir von deinem Event erhofft hast, tatsächlich eintrifft, ist ein sehr besonderes Gefühl. Ein besonderes Highlight meiner Arbeit wäre es, in diesem Jahr im Namen der Raspberry Foundation den Linux New Media Award in der Kategorie ‘Outstanding Contribution to Open Source’  sowie die Auszeichnung für ‘Best Software for Raspberry Pi’ auf der CeBit entgegen nehmen zu dürfen!

Und wie sehen deine Zukunftspläne für die Raspberry Jams aus? 

Mitchell: Am 3. und 4. Oktober findet die Makerfaire Berlin statt. Raspberry Jam Berlin wird mit einigen Pis und Robotern daran teilnehmen. In Zukunft würde ich gerne mehr Schulen dazu ermutigen, sich den Raspberry Jam als Vorlage für Kurse anzuschauen, die sie ihren Schülern anbieten könnten. Workshops für Lehrer stehen schon auf dem Plan. Kurzfristig könnte man bereits Workshops im kleinen Rahmen für Kinder anbieten. Ich bin zur Zeit noch auf der Suche nach Mentoren, die mir dabei helfen können. Im kommenden Jahr plane ich auch ein Event zu dem Thema. Eventuell werden Roboter und Gewinne dabei eine Rolle spielen….aber mehr dazu kann ich jetzt noch nicht verraten.

Vielen Dank für das Gespräch!

Neugierig geworden? Hier kannst du dich für den Raspberry Jam am 22. August anmelden!


 

Du willst selbst einen Workshop oder ein Event veranstalten? Hier erfährst du, wie Eventbrite dir dabei hilft.

Neue Nutzer sollten sich unbedingt über unser Sommer-Special informieren, das noch bis zum 31. August gilt!

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Katharina Böhm

Katharina Böhm

Ich bin Katharina und Autorin für den Eventbrite Blog. Ich gehe gerne auf Konzerte, probiere ständig neue Restaurants aus und mag Aquarien.

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