Von wegen Tastaturhelden: Die Generation Y will was bewegen

Über die Generation Y (auch Gen Y, Generation Me oder Millennials) wird ja viel geschrieben, manchmal Gutes, öfter Schlechtes. Fest steht: Die Nachfolger der Generation X sind die ersten echten “Digital Natives”, mit Internet und Smartphones aufgewachsen, und deswegen besonders technologieaffin. Böse Zungen diagnostizieren ihr deswegen ein gerüttelt Maß an Weltfremdheit, gepaart mit grenzenloser Selbstüberschätzung. Eine Generation die sich einbildet, mit einem Facebook-Like die Wale retten zu können, und so.

Aber leben Millennials wirklich in dieser Parallelwelt aus Internet-Blasen und bequemen Safe Spaces, fernab der harten Realität? Im April dieses Jahres haben wir das Meinungsforschungsinstitut Crowd DNA beauftragt, 1000 Deutsche im Alter von 18-45 Jahren für eine repräsentative Studie zu befragen. Zum Beispiel dazu, wie wichtig es für sie ist, etwas zusammen mit anderen zu erleben. Oder ob Veranstaltungen wirklich etwas verändern können. Das kam dabei heraus:

Dass Erlebnisse für Millennials viel wichtiger sind als Dinge, wird schon länger vermutet – die deutsche Automobilindustrie kann ein Lied davon singen. Auch unsere Studie bestätigt erneut: Zeit statt Zeug – Drei von vier Deutschen (74%) geben lieber Geld für Erlebnisse aus als für Dinge. Bei jüngeren Millennials (18-25 Jahre) sind es sogar schon vier von fünf Befragten, oder 80 Prozent.

Die Generation Y glaubt daran, dass vor allem Veranstaltungen etwas verändern können

Dabei geht es, wie wir jetzt erstmals belegen können, nicht (nur) um die Jagd nach Endorphinen und dem nächsten Instagram-kompatiblen Event, sondern auch um die Gesellschaft und den Willen, etwas zu verändern: Die absolute Mehrheit aller Deutschen (88%) findet nämlich, dass es für die Zukunft unseres Landes unverzichtbar ist, dass sich Menschen im echten Leben versammeln, um etwas zu bewegen.

Eine klare Mehrheit der Generation Y (67%) glaubt auch daran, dass eine Veranstaltung mehr bewegen kann, als reine online-Aktivitäten. Tatsächlich gibt ein gutes Drittel der befragten Millennials (37%) an, dass sie sich zwar erstmal online mit einer Sache beschäftigt haben, dann aber auch offline politisch aktiv wurden – bei der Generation X war das deutlich seltener der Fall, mit 29% aller Befragten.

Der Besuch einer Veranstaltung ist für die meisten Deutschen (60%) zudem ein Ausdruck ihrer Persönlichkeit, und ganze 82 Prozent glauben daran, dass Veranstaltungen den Horizont stärker erweitern können, als reine Online-Diskussionen. 77 Prozent fühlen sich durch Veranstaltungen stärker mit anderen Menschen, der Gemeinschaft und der Welt verbunden.

Gerne Musik, aber bitte mit Gesinnung

Interessanter Nebenaspekt: Vier von fünf Befragten (80%) denken, dass alle möglichen Veranstaltungen etwas verändern können – also nicht bloß “politische” Veranstaltungen von bestimmten Bewegungen, sondern auch Konzerte und andere Kulturveranstaltungen. Passend dazu gehen 72 Prozent aller Deutschen auch auf Konzerte oder Festivals, um dort Gleichgesinnte zu treffen.

>> Wir haben Millennials auch gefragt, was sie sich für ihr nächstes Festival wünschen!

Das beeinflusst u.a. auch die Wahl des nächsten Konzerts: Fast jeder – in der Generation X und der Generation Y – sucht sich Konzerte oder Festivals aus, die zu den eigenen Werten und Vorstellungen passen. Und knapp über zwei Drittel der Befragten (68%) möchten mit ihrem Besuch nicht nur die Musik der Künstler, sondern auch deren Wertvorstellungen unterstützen.

Bei der Generation Y ist dieser Trend besonders stark ausgeprägt. 61 Prozent von ihnen würden ein Festival eher besuchen, wenn die Künstler, die dort auftreten, unsere Gesellschaft mit ihrer Musik verbessern möchten (zum Vergleich: nur 53% der Generation X finden das wichtig).

 


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Sebastian Boppert

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