Die besten Events fangen nicht immer mit einem Businessplan an. Oft beginnen sie mit einer verrückten Idee. Oder einer Leidenschaft und dem Wunsch diese mit anderen Menschen teilen zu wollen. Und all das passiert meistens, ohne nur einen Hauch von Erfahrung im Eventmanagement zu haben.

Hier ist ein Interview mit einem Gründer, der seine Leidenschaft in ein erfolgreiches Event-Business verwandelt hat: Robin Balser. Als Robin mit Vinokilo begann, war er überzeugt davon, dass er nicht der einzige ist, der Vintage-Kleidung, guten Wein und gute Musik liebt. Die Idee alles drei zu kombinieren lag für ihn auf der Hand und er erreichte mit diesem Konzept innerhalb kürzester Zeit tausende von Menschen.

Robin ist in jeder Hinsicht ein erfahrener Event-Profi. Mit 150 Vinokilo Events in Deutschland und Europa pro Jahr, kann man Robins Verkauf von Vintage Kleidung in Kombination mit Wein und Musik auf jeden Fall einen vollen Erfolg nennen. Wir haben ihn gefragt, wie das ganze eigentlich angefangen hat, wie er zu der Idee kam und wie sich das alles in den letzten Jahren entwickelt hat.

Schon lange vor der Idee von Vinokilo, stellte Robin in den Niederlanden ein ähnliches, jedoch einmaliges, Event auf die Beine, bei dem er Kleidung aus zweiter Hand zum Kilo-Preis verkaufte. Damals ergab sich das aus dem Ausverkauf bei der Schließung seines Geschäfts für  Secondhand-Kleidung.

Vino Kilo Robin

Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Event rund um Wein und Vintage-Kleidung zu veranstalten?

Robin:  Ich habe so etwas ähnliches schon vorher mal in den Niederlanden gemacht. Damals habe ich dort mein Geschäft für Secondhand-Kleidung geschlossen. Den Ausverkauf wollte ich kreativ gestalten und lud zu einer Veranstaltung ein, bei der man die Kleider zum Kilopreis kaufen konnte.

Wieder in Deutschland sprach mich dann irgendwann ein Kumpel, Dominik Breu, an und fragte mich ob ich sowas, wie damals in den Niederlanden, nicht auch mal in Deutschland machen wolle. Das war 2015. Daraufhin fand das erste Vinokilo-Event dann in Mainz in einer WG statt. Da kamen gleich 450 Leute – wir konnten es kaum fassen! Die Firmengründung folgte im Jahr darauf.

Gab es den einen Moment, an dem du wusstest, dass Vinokilo ein Erfolg wird?

Robin:  Der Verdacht, dass wir da an etwas dran waren, das echt Potenzial hat, kam mir schon bei der ersten Veranstaltung in der WG. Als wir dann für die zweite Veranstaltung einen Club mieteten und die Besucher bei drei Grad Celsius eine Stunde draußen im Nieselregen in der Schlange standen um reinzukommen, war es eigentlich klar. Spätestens aber, als wir in Köln eine 800 Meter lange Warteschlange hatten, blieben keine Zweifel mehr offen, dass unser Konzept ein Erfolg wird.

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Hattet ihr auf dem Weg auch mal einen richtigen Misserfolg?

Robin: Der Anfang war schon schwierig und die deutsche Bürokratie macht es einem ja auch nicht immer leicht. Natürlich sind auch mal Dinge schief gegangen, aber ich bin froh sagen zu können, dass es nicht einen großen Misserfolg gab.

Wir sind heute ein Team von 25 Mitarbeitern und stellen 150 Events pro Jahr auf die Beine, obendrauf haben wir noch einen Onlinevertrieb. 

Vino Kilo

Was war das wichtigste Learning, dass du aus den letzten Jahren Vinokilo mitgenommen hast?

Robin:  Ein alleinstehendes großes Learning hat es so nicht unbedingt gegeben. Ich habe für mich jedoch festgestellt, dass man nicht zu ängstlich agieren darf und Mut braucht. Insbesondere der bürokratische Teil kann einem schon den Spaß und die Motivation an und für die Sache nehmen, da muss man aufpassen, dass man sich nicht unterkriegen lässt. Alles andere führt sonst zu Frust, Druck und Stress.

Ich empfehle immer lösungsorientiert zu handeln: Do it, do it, do it. Lass dich nicht entmutigen – selbst wenn du die ganze Zeit nur auf Ämtern sitzt.

Wenn du jemandem, der gerade in die Eventbranche startet, einen Rat geben würdest, welcher wäre das?

Robin:  Man sollte von Anfang an besonders stark an Prozessen arbeiten! Wir haben von Beginn an groß und international gedacht. Nach jedem Event haben wir dann  so viele Learnings wie möglich in To Dos für die nächste Veranstaltung umgesetzt.

Unser Ziel war von Tag eins: ein Eventmanager sollte pro Event einen Tag Vorbereitungszeit, einen Tag für das Event selbst und einen Tag Nachbereitung benötigen. So haben wir es von einer Veranstaltung pro Monat, zu drei Veranstaltungen pro Wochenende geschafft.

Think global from day one!

Ich sage ganz klar: Prozesse sind skalierbar. Also sollte man direkt an Prozessen arbeiten. Think global from day one – dann kann man das auch schaffen! Wir machen unsere Events heute in Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Dänemark und Norwegen!

Aus Träumen Realität machen – das kannst auch du!

Robins Geschichte von Vinokilo ist ein wunderschönes Beispiel dafür, dass man Visionen einfach anpacken sollte. Robin zeigt, dass man seine Träume mit Überzeugung, viel harter Arbeit, starkem Willen und Hartnäckigkeit erreichen kann.

Hast du auch eine Leidenschaft, aus der du gerne mehr machen möchtest? Bist du nach dem Lesen dieser Erfolgsgeschichte umso motivierter, deine Idee endlich anzupacken? Warte nicht mehr ab und beginne sofort und mit vollem Elan!