Es kommt nicht immer aufs Geld an: Daniel Fürg von 48forward verrät, wie man jeden Speaker von der Teilnahme an einem Event überzeugen kann, ohne dafür mehrstellige Beträge auszugeben. 

Gute Speaker sind mitunter das Wichtigste an einer Veranstaltung und das gleich aus mehreren Gründen. Zum einen ist es natürlich für die Teilnehmer ansprechender, einem gehaltvollen, interessanten und möglicherweise sogar unterhaltsamen Vortrag statt einer langweiligen Powerpoint-Präsentation zu lauschen.

Zum anderen bieten profilträchtige Speaker auch immer eine großartige Möglichkeit, das eigene Event nach außen zu vermarkten. Doch oftmals ist es nicht gerade kostengünstig, ebenjene Redner zu verpflichten. Doch mit diesen vier Tipps überzeugst du jeden Speaker, trotz geringem Budget.

Reisekosten und -organisation übernehmen

Zu allererst ist es wichtig, dem Speaker die Anreise so leicht und angenehm wie möglich zu machen, um ihn von einer Teilnahme an deinem Event zu überzeugen. Das bedeutet, dass man die komplette Reiseorganisation übernimmt.

Dabei muss man Anreise, Unterkunft und Transfer planen und auch die Kosten dafür tragen. Diese Ausgaben sind unumgänglich, wenn man ohne Honorar für den Speaker auskommen will. Dafür sind das dann aber auch die einzigen Aufwendungen und sie liegen weit unter einer üblichen Gage.

>> Apropos Kosten: Das musst du bei der Budgetplanung beachten! 

Mehrwert bieten

Neben einer komfortablen Reise und Unterbringung, hilft es auch immer, vor Ort ein angenehmeres Ambiente zu schaffen und dem Speaker in Aussicht zu stellen, in dem er sich wohl fühlt. Dazu bietet es sich immer bestens an, im Rahmen der Veranstaltung ein kleines Speaker-Event zu organisieren.

Das kann ein Dinner sein oder auch ein geselliges Networking Get-together. Wichtig hierbei ist nur, dass sich der Speaker aufgehoben fühlt und er Kontakt mit anderen, interessanten Teilnehmern kommt, deren Bekanntschaft für ihn einen Mehrwert bietet.

Herausstechen

Letzen Endes muss man aber vor allem mit der Veranstaltung selbst überzeugen. Vor allem die gefragten Speaker können sich vor Anfragen in der Regel nicht retten. Diese bestehen aber zumeist aus typischen Marketingfloskeln und generischen PR-Gerede.

Wenn man es allerdings schafft, den Sinn und Zweck des eigenen Events ehrlich und unaffektiert deutlich zu machen und diese Vorstellung überzeugend zu transportieren, hat man zumeist gute Chancen. Ein bisschen Idealismus schadet hierbei nicht und hat schon den ein oder anderen Speaker überzeugt. Rein kommerziell wirkende Events haben hingegen oft wenig Chancen, einen Speaker davon zu überzeugen, auf eine Gage zu verzichten.

Langfristig arbeiten

Hat man es dann geschafft, den Speaker zur eigenen Veranstaltung zu locken, ist es wichtig ihn vor Ort auch gründlich zu umsorgen. Dazu gehören Speaker-Betreuer, die stets als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Ebenso wie die Bereitstellung einer Lounge, in der er sich zurückziehen kann.

Diese Annehmlichkeiten sorgen dafür, dass sich der Speaker wohlfühlt und sich im Nachhinein nicht ärgert, gekommen zu sein. So ist auch gewährleistet, dass er gut vom Event berichtet, gerne wiederkommt und auch anderen potentiell interessanten Rednern davon erzählt. Denn wenig ist so viel Wert wie word-of-mouth.

Die Königsdisziplin ist dann, wenn man es schafft, aus den Speakern auch im Anschluss der Veranstaltung ein wertvolles Netzwerk zu erschaffen. So können sich die Speaker Alumni langfristig miteinander austauschen und werden Teil einer wachsenden Community, die echten Mehrwert bietet.