Die Festivalsaison steht wieder vor der Tür und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Somit auch die Überlegung, wie du als Veranstalter hohe Sicherheit bieten kannst und dafür sorgst, dass sich alle deine Teilnehmer so wohl fühlen, wie möglich!

Sicherheit auf Festivals: Die Herausforderung

Um jedem deiner Teilnehmer ein fantastisches Erlebnis zu bieten, solltest du versuchen, gewissen Befürchtungen und Ängsten vorzubeugen. Dafür kann es sich anbieten, im Rahmen von „Safe Spaces“ Bereiche anzubieten, die besondere Sicherheit gewährleisten. Es besteht das Risiko, dass sich Menschen von solchen Safe Spaces ausgeschlossen fühlen. Man kann sich sogar die Frage stellen, ob sie die Lösung für das gesellschaftliche Problem sind, welches der Sache zu Grunde liegt. Ein Festival kann das Problem vermutlich nicht lösen, doch Festivalveranstalter sollten sich der Problematik bewusst sein und ihre Sicherheitskonzepte darauf anpassen. Als Festivalveranstalter, ist es schließlich dein größtes Anliegen deinen Gästen eine gute Zeit zu bescheren und ihnen dafür größtmögliche Sicherheit zu bieten. Wenn du dabei Hilfe benötigst, oder Fragen hast, ruf uns gerne an unter 0800 180 1590 .

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Wie schafft man mehr Sicherheit und wer schreitet schon vorbildlich voran?

1. Safe(r) Spaces

Safe(r) Spaces sind abgetrennte Bereiche, zu denen nur Menschen Zugang haben, die sich diskriminiert fühlen oder Diskriminierung befürchten.  Viele Festivalveranstalter öffnen diese Bereiche für Queers, Transgender, Frauen, non-binäre und Menschen mit Behinderung. Diese sollen die Veranstaltung hier in Ruhe und sicher genießen können –  ganz und gar sorglos. Das Glastonbury Festival in Großbritannien, hat 2016 erstmals den sogenannten „Sisterhood“-Bereich geöffnet – ein Safe Space auf dem Festivalgelände. Die Teilnehmerinnen waren begeistert und sprachen von einmaligen Emotionen und Erfahrungen in dem abgetrennten Bereich.

2. Frauen Camping

Das Nova Rock Festival in Österreich bietet dieses Jahr erstmalig einen abgetrennten Campingplatz nur für Frauen an. Dafür meldet Frau sich ganz einfach über die Webseite an. Die Idee ist, dass Frauen sich im Camp nachts wie tagsüber sorglos aufhalten und frei entfalten können, denn immer mehr Frauen melden, dass sie das auf dem gemischten Campingplatz nicht tun. 

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3. Awareness Teams

Immer mehr Festivals setzen auch auf Awareness-Teams. Das sind Sicherheits-Teams, die exklusiv dafür da sind, einzuspringen und beizustehen, sobald sie etwas sehen, auf etwas hingewiesen werden oder direkt um Hilfe gebeten werden. Um es potentiellen Opfern leichter zu machen, selbst um Hilfe zu bitten und auf sich aufmerksam zu machen, gibt es ein Codewort. Auf dem Hurricane Festival fragt man zum Beispiel “Wo geht’s denn nach Panama?”. Die Sicherheitsleute wissen dann sofort bescheid und bringen die betroffene Person ohne weitere Nachfragen direkt an einen sicheren Ort – zum Beispiel zu einem Safe Space.

3. Frauen Festivals

Nachdem es auf einem schwedischen Festival im Jahre 2017 eine Vielzahl von gemeldeten sexuellen Übergriffen gegeben hat, wurde das Festival im vergangenen Jahr 2018 abgesagt. Als weitere Maßnahme wurde ein Festival nur für Frauen, non-binäre und Transgender-Personen ins Leben gerufen: das Statement. Während Männer das Festival nicht als Teilnehmer besuchen dürfen, haben auch keine männlichen Sicherheitskräfte oder Journalisten Zugang. Trotz viel Gegenwind, haben die Veranstalterinnen mit diesem Festival eine Veranstaltung geschaffen, die viele Menschen tief berührt und als einmalig eingeprägt hat.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, wie du deinen Teilnehmern mehr Sicherheiten bieten kannst. Welche Möglichkeit für dein Festival die „Beste“ ist oder wie du sie vielleicht kombinieren möchtest, liegt bei dir. Wie du dich als Veranstalter dieser Herausforderung annimmst, bleibt deine Entscheidung. Als Festivalveranstalter ist es jedoch wichtig, die Thematik zu kennen und dich damit auseinanderzusetzen. Sollten noch Fragen offen sein, ruf uns gerne unter 0800 180 1590 an, um mehr zu erfahren.

Bild von Sharon McCutcheon