Die Veranstalter der noisy Academy im Interview

Was ist eigentlich der Vorteil von Workshops oder Kursen, wenn man sich alles mithilfe des Internets selbst beibringen kann? Wie kann ein zeitgemäßes Programm für Musikschulen, wie die noisy Academy heute aussehen?

Diese und andere Fragen haben wir unserem Veranstalter der Woche gestellt. Diesmal ist das Christoph Borchers von der noisy Academy in Berlin.

noisy Academy
Christoph Borchers

Stell dich doch einmal kurz vor. Wer bist du und was machst du?

Christoph Borchers: Ich heiße Christoph Borchers, bin 29 Jahre alt und einer von zwei Managern der noisy Academy in Berlin. Die noisy Academy ist ein Education Center für elektronische Musik. Wir bieten neben DJ- und Producer-Workshops auch Langzeitkurse und Einzel-Coaching an. Wer also in die Kunst der elektronischen Musikproduktion eintauchen will oder vorhat, seine derzeitigen Skills auf ein professionelles Level zu bringen, ist bei uns genau richtig. Zu meinen Aufgabenfeldern gehört in erster Linie die Beratung von Kunden.

Wann und mit welchem Ziel wurde die noisy Academy gegründet?

Borchers: Das ganze ist vor etwas mehr als zwei Jahren entstanden. Die noisy Academy ist die jüngste Unit der noisy Musicworld neben noisy Rooms (Proberäume), noisy Store (Backlineservice und Tourbusvermietung) und noisy Careers (Corporate und Teambuilding Events). Während in den noisy Rooms vorwiegend Rock/Pop Musik gespielt wird, geben wir mit der noisy Academy auch den „Elektronikern“ eine Plattform, sich zu verwirklichen. Die elektronische Musikszene in Berlin ist zweifelsfrei immens – das Angebot an professionellen Ausbildungsstätten jedoch recht überschaubar.

Und wie hat sich das Angebot seitdem entwickelt?

Borchers: Wir sind zunächst mit einem sehr umfangreichen und kleinteiligen Angebot an Kursen an den Start gegangen. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass letztlich immer die gleichen Events funktionieren. Diese bieten wir nun zirkulär über das Jahr verteilt an. Gleichzeitig ist das Angebot fokussierter geworden. Haben wir eine zeitlang mit übergreifenden Produkten versucht, die Kundschaft aus den noisy Rooms für Workshops der Academy zu begeistern, so hat sich im Laufe der Zeit erwiesen, dass die Academy eine eigenständige Unit mit einem autarken Kundenkreis und eigenen Produkten ist.

Was ist die größte Herausforderung bei der Planung eurer Events?

Borchers: Theorie und Praxis driften gerne mal auseinander. Will heißen: Man kann noch so gut planen, ein wenig spannend bleibt es immer. Gewisse Faktoren wie z.B. ein krankheitsbedingter Ausfall des Coaches lassen sich nicht vorhersehen. Wir versuchen vorzubeugen, indem wir zum Beispiel einen Pool an Dozenten für einen bestimmten Themenkomplex in der Hinterhand haben.

Inwiefern hilft euch Eventbrite bei der Organisation?

Borchers: Wir bieten unsere Kurse exklusiv über Eventbrite an. In die Kursbeschreibungen auf unserer Homepage ist jeweils ein Buchungswidget eingebunden. So wird gewährleistet, dass unsere Kunden schnell und komfortabel buchen und bezahlen können. Was uns an Evenbrite besonders gefällt, sind die regelmäßigen Optimierungen. Das Ganze ist dynamisch und zeitgemäß.

DJing oder den Umgang mit bestimmten Programmen kann man sich auch im Alleingang und mit Hilfe des Internets beibringen. Was lernt man in euren Kursen, das man dort nicht erfahren kann?

Borchers: Das ist eine gute Frage, die mir regelmäßig gestellt wird. Für mich persönlich gibt es zwei ganz klare Vorteile eines Live-Workshops gegenüber einem Youtube-Tutorial oder Online-Kurs: Das Video kann ich nicht direkt an meine Workstation holen und eine unmittelbare Frage stellen – den erfahrenen Coach schon. Das Lernerlebnis ist hier wesentlich direkter und effizienter. Autodidaktisch kann man sich sicher eine Menge beibringen. Häufig ist es allerdings so, dass man ab einem bestimmten Punkt einfach am Limit ist. Für gewisse Dinge brauche ich schlicht einen Profi, der mir zeigt, wie manche Dinge überhaupt oder wie sie zumindest effizienter gehen.
Der zweite Vorteil ist der des sozialen Moments. In unseren Workshops kommen meist sehr interessante und unterschiedliche Leute zusammen. Das ermöglicht den direkten Austausch von konstruktiver Kritik und Erfahrungswerten. Es ist auch schon vorgekommen, dass zwei DJs in einem Kurs saßen, die am Ende einen Track gemeinsam veröffentlicht haben oder gar Kollaborationen zwischen Dozenten und Teilnehmern. Das ist in meinen Augen der größte Mehrweit gegenüber einer Schulung im Internet: Menschen treffen sich in „real time“ im „real life“ und schaffen gemeinsam etwas Kreatives.

An welche Zielgruppe richtet sich euer Angebot?

Borchers: Bei einem DJ-Workshop ist man geneigt, ein junges hippes Publikum zu erwarten. Die Realität sieht oft anders aus. Da hat man dann den Vater, der auch noch mal an die Turntables des Nachwuches will oder den Banker, der einen Ausgleich zum Job sucht und als Hobby-DJ durch die Clubs tingelt. Die meisten Teilnehmer kommen aus Berlin und Umgebung. Wir verzeichnen aber einen deutlichen Anstieg an Teilnehmern von außerhalb, die einen Kurs mit einem Berlin-Aufenthalt kombinieren oder ein ähnliches Angebot in ihrer Stadt vermissen.

Was ist das Beste an deinem Job?

Borchers: Jeder, der bei noisy arbeitet, hat einen unmittelbaren Zugang zur Musik. So abgedroschen das klingen mag, es ist die Liebe zur Musik, die uns zusammen bringt und das macht schlicht und einfach Spaß. Wir treffen täglich spannende Menschen, seien das neue Coaches oder verrückte Kursteilnehmer mit noch verrückteren Projekten. Das Kreative, das Künstlerische ist es, was unseren Job letztlich ausmacht.

 

Hier kann man sich noch für den zweitägigen Kurs „The Ableton Live Experience“ anmelden, der am 26. Mai in der noisy Academy startet.

Du planst selbst einen Musik-Workshop oder ein Festival? Hier erfährst du, wie Eventbrite dir dabei hilft.

Übrigens: Neue Nutzer können bei Eventbrite die Servicegbebühren sparen. Hier gibt es weitere Infos zu unserem Willkommensangebot.