Der soziale Auftrag eines Eventmanagers ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, welche die Vielfalt unserer Gesellschaft willkommen heißt. Zugegeben: Es ist keine leichte Aufgabe, ein Event auf die Beine zu stellen, das Diversität und Inklusion in allen Aspekten vertritt. Doch immer mehr Veranstalter geben sich hierbei Mühe!

In unserer Umfrage haben wir mehr als 270 deutsche Veranstalter zu den aktuellen Trends der Eventbranche befragt. Und eins steht fest: 2020 gehören Inklusion und Diversität definitiv dazu. 75 % der Befragten suchen nach Wegen, ihre Veranstaltungen an eine diverse Zielgruppe zu richten. 51 % setzen sogar konkrete Schritte um, dieses Ziel zu verfolgen.

Im Folgenden liefern wir einige Anstöße, mithilfe derer einzelne Aspekte der Diversität bedacht integriert werden können.

1. Biete Unisex-Toiletten, Still- und Gebetsräume an


Was in New York längst Pflicht ist, kommt in Deutschland erst langsam an: Nur 18 % der befragten Veranstalter haben genderneutrale Toiletten auf ihren Events eingeführt.

Die Abschaffung klassischer Toilettenschilder oder die Einrichtung der sogenannten Unisex-Toiletten ist ein deutliches Zeichen für eine inklusive Veranstaltung. Eine scheinbar einfache Sache, die allerdings für Menschen, die sich in das binäre Geschlechtsmodell nicht einfügen wollen oder können, von großem Wert ist.

Unisex-Toiletten lösen außerdem das ewige Dilemma für Familien: Dadurch kann jeder Elternteil sein Kind des anderen Geschlechts problemlos auf die Toilette begleiten.

Tipp:
Wickeltische, die für beide Elternteile zugänglich sind, sowie Gebets- und Stillräume gehören ebenfalls zu einem inklusiven Eventdesign. 

>> Die Frage aller Fragen: Wie viele Toiletten brauche ich pro Gast?

2. Beachte nationale und religiöse Feiertage

Planst du ein Event für eine breit gefächerte Zielgruppe, lohnt sich bei der Planung ein Blick in den Kalender. Wann sind die Schulferien? Ist an dem gewünschten Tag ein wichtiges religiöses Ereignis oder ein Feiertag, der die Gäste von der Teilnahme an deinem Event abhalten könnte? 

Nachdem du so viel Kraft in die Planung und Vorbereitung des Events investiert hast, wäre es doch schade, dieses in einem halbleeren Saal durchzuführen. Aber keine Sorge – dir stehen weitere 364 Tage zur Auswahl. 

>> So steigerst du mit einer passenden Eventbeschreibung deine Ticketverkäufe!

3. Barrierefreie Kommunikation

Mach die Inhalte deines Events für alle Besucher zugänglich!

Kümmere dich rechtzeitig um einen Gebärdendolmetscher für deine gehörlosen Gäste. Für Teilnehmer mit Sehstörung stelle Event-Informationen und Marketingmaterialien, wie Flyer und Broschüren, in Brailleschrift zur Verfügung. Lädst du internationale Besucher ein, biete ihnen Informationen in verschiedenen Sprachen an.

Sorge dafür, dass die Teilnehmer sich selbstständig orientieren können und nicht auf Hilfe deines Teams angewiesen sind. Wird ein Buffet auf deiner Veranstaltung serviert? Dann beschrifte einzelne Gerichte und benenne deren Inhaltsstoffe. Teilnehmer mit Allergien und Nahrungsmittelintoleranz werden dir dafür danken!

Dieser zusätzliche Aufwand lohnt sich! Dadurch machst du die Teilnahme an deinen Events für alle Interessenten möglich und erweiterst gleichzeitig deine Zielgruppe.

Tipp: 

Du solltest deine Mühen, dein Event barrierefrei zu gestalten, auf all deinen Marketingmaterialien, der Event-Website und den Social-Media-Kanälen deutlich machen. Diese universell gültigen Symbole lassen potenzielle Ticketkäufer genau wissen, welche Maßnahmen zur Barrierefreiheit du ergriffen hast und welche nicht: vom Rollstuhlzugang über Hörhilfsmittel bis hin zu Dolmetscher*innen für Gebärdensprache.

>> Ausführlicher Leitfaden für ein barrierefreies und inklusives Event.

4. Diversität im Programm und bei den Speakern

Zu einem diversen und inklusiven Event gehört auch Diversität auf der Bühne. Laut unserer Umfrage bemühen sich 57 % der Veranstalter, Redner mit einem diversen Hintergrund für ihre Veranstaltung zu gewinnen. 

Diese bereichern deine Veranstaltung, indem sie ihre eigenen Erfahrungen, Geschichten und Ideen teilen. Das ist eine großartige Gelegenheit, deinen Besuchern Informationen aus erster Hand zu liefern und so mögliche Vorurteile aufzulösen.

>> Die Welt ist bunt – deine Speakerwahl auch? So holst du auch Frauen auf deine Bühne.

5. Vielfalt auf dem Tisch

Bei einer inklusiven Veranstaltung kommt es auf die scheinbar einfachsten Sachen an – dazu gehört auch das gastronomische Angebot. Denn ist es beschränkt, fühlen sich Gäste mit Allergien und speziellen Ernährungsformen (z. B. vegan, vegetarisch, glutenfrei oder religiös motiviert) schnell ausgegrenzt.

Bietest du Sonderoptionen an, nenne sie klar und deutlich im Menü. Dadurch ersparst du den Gästen die unnötige Fragerei, durch die sich manche unwillkommen oder als Belastung für das Personal fühlen könnten.

Das Buffet ist ein Programmpunkt, der nicht zu unterschätzen ist. Beim Essen knüpfen die Teilnehmer Kontakte und tauschen sich über das Event aus. Also ist es in deinem eigenen Interesse, sie und ihre Mägen glücklich zu machen!

>> Do’s & Don’ts: Weitere Tipps für ein gelungenes Event Catering!