Livestreaming ist einer der heißesten und neuesten Trends in Sachen Event-Technologie. Gleichzeitig ist er wahrscheinlich aber auch einer der Trends, der am häufigsten missverstanden wird. Du hast sicher schon mal gehört, dass Live-Streaming unglaublich teuer sein soll, deine Besucherzahlen schmälert oder nur für riesige Events wie das Coachella Festival oder das Lollapalooza interessant ist. Doch ist an diesen Gerüchten etwas dran?

Mit Facebook Live oder Pariscope wird es für Veranstalter immer wichtiger zu verstehen, wie Video und Livestreaming eine Rolle bei ihren Events spielen können. Wir entlarven die 5 am weitesten verbreiteten Mythen zum Thema Livestreaming:

1. Livestreaming macht nur bei riesigen Events Sinn

2016 zählte das Coachella Festival wahnsinnige 9 Millionen Livestreams. Doch du musst nicht der Veranstalter des Coachellas sein, um dein Event mit Live-Videos zu verbessern. Diese Event-Technologie lohnt sich bereits für kleinere Veranstaltungen – auch für kleinere Konzerte und Konferenzen.

Wenn dein Event ausverkauft ist, ist Livestreaming ein guter Weg um deine Veranstaltung zu erweitern und deine Marke über den Ausverkauf hinaus zu vermarkten. In 2015 hat die Dreamforce Konferenz von Salesforce 75 mal so viele Leute via Live-Video erreicht wie Leute vor Ort waren. Bei 160.000 registrierten Teilnehmern macht das eine erweiterte Reichweite von 12 Millionen Personen via Livestream. Wow!

In der Tat sind Live-Videos besonders dann interessant für Veranstalter, wenn es um Events geht, die eine sehr begrenzte Teilnehmerzahl haben. So kannst du eine intime Veranstaltungserfahrung wahren und trotzdem die breite Masse erreichen.

2. Livestreaming verringert deine Ticketverkäufe

Diese Angst ist vollkommen nachvollziehbar: Wenn die Leute zu Hause bleiben könnten um deinem Event zu zuschauen, warum sollten sie sich dann ein Ticket kaufen oder zur Location fahren? Doch Livestreaming kann die Teilnahme und das Interesse an deiner Veranstaltung sogar steigern.

Laut Digitell, besuchen 30% der Menschen die ein Event via Live-Video verfolgen es im folgenden Jahr zum ersten Mal. Und auch hier ist das Coachella wieder das beste Beispiel. Das Festival verkaufte sich 2011, nur drei Tage nach Verkaufsstart aus. Das war bevor sie 2012 mit dem Livestreaming loslegten. 2012, nach dem ersten live-übertragenen Festival war das Festival drei Stunden nach Verkaufsstart ausverkauft.

>> So startest du mit Facebook-Live für dein Event durch!

3. Live-Videos sind unwahrscheinlich teuer

Entgegen der allgemeinen Meinung muss Livestreaming nicht immer teuer sein. Es gibt viele Wege diesen Trend auch mit kleinerem Budget zu verwirklichen. Zum Beispiel eine Übertragung mit Facebook-Live von einem Smartphone aus oder mit dem Kauf einer erschwinglichen Live-Kamera wie der von Mevo für unter 360€.

Sicher kannst du immer auch ein bisschen mehr ausgeben, doch selbst dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das Geld auf andere Wege wieder rein bekommst sehr hoch. Neben den steigenden Ticketverkäufen die du im kommenden Jahr erwarten kannst, kannst du eine weitere Steigerung deines ROI (Return on Investment) erwarten. Laut Hubspot, nennen knapp 52% der Marketing-Experten Videso als den Content-Typ mit dem höchsten ROI.

4. Niemand wird sich deinen Livestream ansehen

Es ist kein gutes Gefühl sich vorzustellen, dass du viel Zeit und auch Geld in eine Livestreaming-Lösung investierst und schlussendlich keiner deinem Event online folgt. Doch wenn wir davon ausgehen, dass du eine Followerbase für deine Social Media Kanäle hast, dann wird dieser Fall nicht eintreten.

>> Hast du noch keine fest Followerbase auf Social Media? Hier sind unsere Tipps!

Laut Facebook schauen User Live-Videos 3 mal länger und kommentieren 10 mal öfter auf sie, als bei nicht-live Videos. Wenn man sich vor Augen hält, wie viel mehr Interaktionen Videos auf Social Media Plattformen ohnehin erzeugen, ist das eine immense Steigerung.

Es gibt außerdem andere Ideen wie du das Engagement deiner Follower steigern kannst. Zum Beispiel, in dem du ihnen in deinen Livestreams nicht nur das zeigst, was auf der Bühne von allen Teilnehmen und Besuchern zu sehen ist. Gib Einblicke in Backstagebereiche oder streame Interviews mit Bands nachdem sie von der Bühne kommen. Auch sogenannte Q&A’s (Frage & Antwort) Motive in dem deine Live-Zuschauer in das Interview eingebunden werden, funktionieren klasse.

5. Nach dem Event sind deine Live-Videos nichts mehr wert

Was ist das Beste an Livestreaming? Ganz einfach, das Videomaterial das du live streamst kannst du im Nachhinein für Marketingzwecke einsetzen. Du kannst das Material nutzen um Teaser-Videos für zukünftige Events zu erstellen. Oder mit Video-Posts deine Follower auf Social Media das ganze Jahr über bespaßen.

Unruly hat in einer Umfrage herausgefunden, dass sich Leute nach dem Schauen von Videos 97% mehr motiviert fühlen etwas zu kaufen. Außerdem steigt die Assoziation die man mit einer Marke hat, nach dem Schauen von gebrandeten Videos um 139% – und das gleiche gilt für für deine Tickets und dein Event als Marke.

Jetzt wo du über die vielen Vorteile von Livestreaming bescheid weisst, ist es an der Zeit dir zu überlegen, wie du mit dem Projekt Live-Video durchstartest!

 

Im Original von Rachel Grate auf eventbrite.com/blog


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