Event-Profis haben meist ein gemeinsames Ziel auf LinkedIn: Sie nutzen die Webseite, um sich zu vernetzen und ihren nächsten Auftritt zu planen, aber LinkedIn ist auch der Ort, den viele Kunden oder Sponsoren aufsuchen werden, um einen Eindruck von deiner Arbeit zu bekommen, bevor sie mit dir arbeiten. Wie kannst du also all diesen Zielgruppen in deinem LinkedIn-Profil die beste Experience bieten?

Es gibt zwar keine «Regeln», wie das perfekte LinkedIn-Profil für Event-Profis aussehen soll, aber es gibt einige erfolgreiche Strategien, um das Beste aus der Karriere-Plattform herauszuholen. Mit diesen Tipps kannst du dein LinkedIn-Profil so gestalten, dass es Managern, potenziellen Kunden, Sponsoren und Dienstleistern ins Auge fällt und sie zur Zusammenarbeit mit dir anregt.

Erzähle deine Geschichte mit Bildern

Was sagen deine Profil- und Hintergrundbilder über dich aus? Im Idealfall möchtest du, dass sie zeigen, dass du professionell und trotzdem nahbar bist. Investiere in ein professionelles Profilbild oder verwende ein Foto, das dein freundlichstes Lächeln zeigt. Achte darauf, dass du branchengerechte Kleidung trägst (im Konferenzbereich zum Beispiel) und dass der Fotohintergrund nicht zu auffällig ist und von dir nicht ablenkt.

Was dein Titelbild betrifft, so kannst du dich im besten Fall für eins entscheiden, das mit deinem Beruf zu tun hat. Es kann eine Action-Aufnahme einer von dir durchgeführten Veranstaltung sein, ein Bild von etwas, das mit deinem Fachwissen zusammenhängt (z. B. etwas, was mit Technologie zu tun hat, wenn du dich auf Tech-Messen spezialisiert hast), oder sogar ein einfacher, heller Hintergrund mit deinem Lieblingszitat. Probiere kostenlose Seiten wie Canva aus, um ein individuelles Titelbild für diesen Spot zu erstellen (Achte auf die passende Größe: 1400 × 425 Pixel).

Denke dir einen ansprechenden Profil-Slogan aus

Du hast 120 Zeichen für deine LinkedIn-Schlagzeile, also nutze sie optimal. Dein Ziel ist es, in den Suchergebnissen aufzutauchen und im Meer von LinkedIn-Profilen aufzufallen.

Der beste Weg, dies zu tun, ist, deinen beruflichen Fokus und spezifischen Branchen-Keywords in die Schlagzeile zu einzufügen, anstatt nur «Eventmanager» zu sagen. Zum Beispiel könnte es stattdessen heißen: «Corporate Event Planner | Event Marketer | Event Manager» und gib die Namen einiger von dir organisierter Veranstaltungen an.

Aktualisiere deine Über-Mich-Seite

Für diesen Abschnitt erhältst du 2000 Zeichen, mit denen du arbeiten kannst, doch die meisten Leute verwenden nicht alle davon. Es ist in Ordnung, die Dinge kurz und bündig zu halten, aber dennoch solltest du immer strategisch denken.

Hebe deine Leistungen hervor und mache sie zu einer interessanten und spannenden Lektüre für die Besucher deines LinkedIn-Profils. Mit anderen Worten: Erzähle deine eigene Karrieregeschichte!

Entferne dich vom Lebenslauf-Format

Viele Menschen neigen dazu, die Stichpunkte aus ihrem Lebenslauf einfach zu kopieren und sie so in ihrem LinkedIn-Profil zu übernehmen. Du kannst dich hervorheben, indem du deinen Werdegang in demselben Stil fortsetzt, in dem der «Über-Mich»-Abschnitt gehalten ist. Versuche einfach, die Stichpunkte zu einem kurzen flüssigen Text zu machen, der übersichtlich und einfach zu lesen ist.

Füge außerdem Fotos oder Videos hinzu, um deine ehemaligen Projekte zu präsentieren. Das Ziel ist, deine Seite ansprechend zu gestalten und gleichzeitig deine organisatorischen Fähigkeiten und Professionalität zur Vorschau zu bringen.

Nutze die restlichen Abschnitte strategisch

Bildung: Auch wenn du denkst, dass dieser Abschnitt für dich als bereits erfahrenen Profi nicht besonders wichtig ist, solltest du ihn trotzdem ausfüllen. Und zwar unabhängig davon, ob du Eventmanagement studiert oder deine Ausbildung in einem anderen verwandten Bereich absolviert hast. Informationen zu deiner Ausbildung können dich auf dem Markt besser positionieren als andere, da einige Personalmanager bei ihrer Suche Absolventen bestimmter Institutionen bevorzugen.

Fähigkeiten und Befürwortungen: Dieser Abschnitt befindet sich weiter unten in deinem LinkedIn-Profil und mag nicht so aussagekräftig sein, wie die anderen. Dennoch wäre es keine so schlechte Idee sich ihn immer wieder anzuschauen und anzupassen. Da du entscheiden kannst, welche drei Fähigkeiten als erste aufgelistet werden, entscheide dich für die, die am meisten mit deinen angestrebten Berufswünschen zu tun haben.

Empfehlungen: Falls du noch keine Empfehlungen auf deiner Seite hast, dann solltest du dich unbedingt darum kümmern. Frage deine ehemaligen Kollegen, Kunden oder deinen Chef – ihre Beiträge wirken vertrauenswürdig und natürlich.
LinkedIn hat eine Funktion, mit der du um Empfehlung bitten kannst und du kannst dich im Gegenzug dafür bedanken, indem du der Person ebenfalls einen Empfehlungsbeitrag schreibst.

Qualifikationen und Auszeichnungen: Wenn du relevante Auszeichnungen im Zusammenhang mit Event Marketing, Management oder Planung erworben haben, kannst du diese hier auflisten. Das ist ein beliebter Weg, um sich zu differenzieren und zu zeigen, dass deine Qualifikationen aktuell sind. Außerdem kannst du die letzten Veranstaltungen, die du organisiert hast, hinzufügen (wähle dafür einfach «Projekte» und fülle das Formular aus).

Interessen: In diesem Abschnitt sind alle Unternehmen und Gruppen aufgeführt, denen du folgst. Stelle sicher, dass ein großer Teil davon mit deiner Branche zusammenhängt. Dazu können Influencer, Branchenpublikationen und Netzwerkgruppen gehören.

Bleibe relevant bei LinkedIn

Dein Profil ist nicht das einzige womit du auf LinkedIn auffallen kannst: Du musst aktiv sein und relevante Inhalte teilen und posten. Dazu kann, unter anderem, das Teilen von branchenspezifische Artikel, Kommentieren unter Beiträgen anderer Nutzer oder Gruppen, Verfassen deiner eigenen Texte, die über deine Erfahrung als Event Manager berichten, zählen.

Sobald du dein LinkedIn-Profil aufgefrischt hast, kannst du mit dem Auffüllen jeglicher Lücken beginnen, die in deinem Lebenslauf auffallen und sich negativ auswirken könnten. Dafür kannst du beispielsweise Online-Kurse oder Workshops absolvieren und dir somit die nötigen Qualifikationen aneignen.