Spätestens seit Greta Thunberg und ihren Fridays-For-Future-Demonstrationen sind Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit in aller Munde. Doch bis das dann tatsächlich auch in den Köpfen der Leute angekommen ist, wird es noch ein bisschen dauern. Die Event-Branche ist nämlich an einem nicht unerheblich großen Teil der Umweltbelastung beteiligt: Müllentsorgung, Energieverbrauch, Nahrungsmittel- und Wasserverbrauch – ganz zu schweigen vom CO2-Fußabdruck.

Umweltbelastung in Zahlen

So produziert jeder Konferenzbesucher im Durchschnitt 1,9 kg Müll, ein Drittel der für Konferenzen produzierten Lebensmittel werden weggeworfen und nur 9 % des entstandenen Plastikmülls tatsächlich recycelt (Quelle: Plan A). Wem diese Zahlen sofort ein schlechtes Gewissen zaubern, dem sagen wir Folgendes: Du als Veranstalter kannst den Anfang machen und dich fragen: Wie kann ich meine eigene Konferenz klimafreundlicher gestalten?

Der Aufwand einer klimaneutralen Konferenz ist vergleichsweise gar nicht so groß – aber man muss das Thema konsequent angehen. Macht man es richtig, kann man die Story dahinter positiv rund um die Veranstaltung vermarkten und damit vielleicht sogar zweifelnde potenzielle Teilnehmer überzeugen. Denn 76 % der europäischen Konferenzbesucher ist es wichtig, dass die Konferenz, die sie besuchen, nachhaltig ist.

Wusstest du, dass… 

…selbst die Wahl der Stadt in der dein Event stattfinden soll seine Auswirkung auf die Umwelt hat? Der GDS-Index berechnet wie “grün und umweltfreundlich” eine Stadt als Event-Destination ist. 2018 hat es leider nur eine deutsche Stadt in die weltweite Top 20 geschafft: Stuttgart. Vielleicht lohnt sich als ein Blick in diese Liste bevor du dich für einen Ort entscheidest. 

 

Unsere Vorbilder in Sachen Nachhaltigkeit

Flow Festival in Helsinki

Das Flow Festival in Helsinki macht es vor: Das Musik-Festival in der finnischen Stadt legt großen Wert auf die eigene Klimaneutralität und zieht das bis in das kleinste Detail konsequent durch. Grüner Strom, nachhaltige Caterer, Einsatz von wiederverwendbaren Materialien (Kaffeebecher und Ähnliches verursachen auf großen Veranstaltungen unglaublich viel Abfall) und vieles mehr. Besonders beim Catering fährt man hier ein spannendes Konzept: Anders als bei anderen Musikfestivals ist das Flow Festival kulinarisch durchaus anspruchsvoll und hat hochwertige Varianten zu bieten. Zahlreiche Caterer bieten unterschiedlichste Gerichte an – bis hin zu einem Sterne-Restaurant, das außergewöhnliches Festival-Food kredenzt. Alle Caterer müssen 100 % nachhaltig arbeiten, und es gibt sogar einen Wettbewerb dazu, wer das Konzept am besten aufgreift und umsetzt.

“Nachhaltigkeit ist einer der stärksten Werte des Flow Festivals. Festivals können eine echt Vorbildfunktion einnehmen und etwas bewegen. Denn was wir heute anders machen, beeinflusst alle Leute mit denen wir für das Festival zusammenarbeiten.”

Susanna Hulkkonen, Flow Festival Helsinki

 

TUTAKA aus Hamburg

Das junge Hamburger Unternehmen TUTAKA ist im Grunde genommen keine Konferenz, dennoch arbeiten sie ganz fest mit Konferenzen und Events aller Art zusammen. TUTAKA steht für ein nachhaltiges Gastgebertum. Die Gründerinnen Franziska Altenrath und Alexandra Herget verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Auf einem digitalen Marktplatz finden Veranstalter, Hoteliers und Gastronomen ein breites Sortiment an nachhaltigen und innovativen Produkten, Dienstleistern und Markenkooperationen sowie Inventar, die Gäste und Mitarbeiter begeistern. Wenn dir der erste Schritt in Richtung nachhaltige Konferenz also schwerfällt, dann schau dich auf ihrem Marktplatz um oder lass dich von TUTAKA beraten.

Wenn du wissen willst, wie du deine Konferenz nachhaltiger gestaltest oder welche Top-Trends sich in der deutschen Konferenz-Landschaft durchsetzen, dann hold dir unseren praktischen web-basierten Konferenz-Trend-Guide zum Mitnehmen!