Du wurdest zum Trauzeugen oder zur Trauzeugin ernannt und darfst den Junggesellenabschied planen? Mit dieser Aufgabe erweist dir die Braut oder der Bräutigam großes Vertrauen. Denn schließlich soll nicht nur die Hochzeit unvergesslich sein, sondern auch der Junggesellenabschied. Um den perfekten Junggesellenabschied zu planen, haben wir dir deshalb eine Checkliste zusammengestellt. Mit den folgenden Tipps und Ideen kannst du in Ruhe planen und einen einzigartigen Tag organisieren.

Inhaltsverzeichnis:

Ab wann den Junggesellenabschied planen?

Die Organisation eines Junggesellenabschieds benötigt Zeit und diese solltest du dir auch nehmen. Bedenke ebenfalls, dass du als Trauzeuge noch weitere Aufgaben hast und nicht nur den JGA planen darfst. Um nicht in Zeitnot zu gelangen, solltest du spätestens zwei bis drei Monate im Voraus mit der Planung beginnen. Mit einer frühen Planung gehst du sicher, dass sich die Gäste den Termin freihalten und du ausreichend Zeit für die Organisation hast.

Wer wird zum Junggesellenabschied eingeladen?

Zwar lässt die Braut oder der Bräutigam dich den JGA organisieren, doch du solltest dabei immer deren Vorlieben und Wünsche beachten. Das gilt auch, wenn du die Gästeliste für den Junggesellenabschied zusammenstellst. Am einfachsten ist es natürlich, wenn du die Braut oder den Bräutigam fragst. Die perfekte Gruppengröße liegt zwischen 10 und 20 Personen. Bei zu wenig Gästen kann es pro Kopf womöglich zu teuer werden und für größere Gruppen wird die Organisation schnell kompliziert.

Einen Termin für den Junggesellenabschied finden

Der Junggesellenabschied sollte natürlich nicht am Abend vor der Trauung stattfinden, aber eben auch nicht zu weit davon entfernt liegen. Üblicherweise findet er zwei bis drei Wochen vor der Hochzeit statt. Das ist auch für dich als Trauzeuge ein passender Zeitrahmen, da es vor der Hochzeit durchaus noch einmal stressig werden kann. Wenn du heimlich planen möchtest, solltest du dennoch einen Termin für den JGA bei der Braut oder dem Bräutigam unter einem Vorwand vormerken.

Die Einladungen für den Junggesellenabschied

Um den Tag mit den Gästen für den Junggesellenabschied zu planen, kannst du über Eventbrite ein kostenloses und privates Event erstellen. Durch das Event behältst du stets den Überblick und die Gäste können schnell und einfach per E-Mail eingeladen werden. Durch die Zu- oder Absagen der Gäste hast du zusätzlich im Blick, für wie viele Teilnehmer du die Aktivitäten planen musst. Wenn der Junggesellenabschied eine Überraschung werden soll, dann darf Braut oder Bräutigam natürlich nicht dazu eingeladen werden.

Aufgaben an andere Gäste verteilen

Auch wenn du die Verantwortung für den JGA trägst und letztlich die Entscheidungen triffst, kannst du dir trotzdem beim Planen helfen lassen. Schließlich muss viel beachtet und organisiert werden, damit der JGA unvergesslich wird. Dennoch gibt es Aufgaben bei der Planung, die du beispielsweise an andere Gäste oder auch die Familie abgegeben kannst.

Um die weitere Planung übersichtlich zu gestalten, kannst du für den Junggesellenabschied eine Aufgabenliste anfertigen. Gib zusätzlich hinter jeder Aufgabe eine Deadline an, dann weiß jeder ganz genau, bis wann welche Aufgaben zu erledigen sind.

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Was darf der JGA kosten und wer bezahlt?

Eine Frage, die sich besonders häufig die Organisatoren eines JGAs stellen: Was kostet ein Junggesellenabschied und wer kommt für die Kosten auf?

Du brauchst keine Angst zu haben, dass du auf den Kosten sitzen bleibst. Die Kosten werden in gleichen Teilen unter den Gästen aufgeteilt, sodass jeder den JGA mitfinanziert. Lediglich die Junggesellin oder der Junggeselle zahlt für den JGA nichts.

Was ein Junggesellenabschied kosten darf, hängt grundsätzlich von deinen Plänen und der Zahlungsbereitschaft der Gäste ab. Zusätzlich teilen sich alle noch die Kosten für die JGA-Outfits der Gäste, lustig-peinliche Accessoires und natürlich auch für das Outfit der Junggesellin oder des Junggesellen.

Pro Person kannst du also für den gesamten Junggesellenabschied ungefähr 150 bis 300 Euro einrechnen. Bei 10 bis 20 zahlenden Gästen hast du also höchstwahrscheinlich zwischen 1.500 und 6.000 Euro Budget für den Junggesellenabschied. Besprich das Finanzielle aber am besten mit den Gästen, denn die Zahlungsbereitschaft kann bei jedem Teilnehmer anders aussehen. Sobald du dich mit den Gästen auf ein Budget pro Person geeinigt hast, kannst du mit der Programmplanung für den JGA starten.

Wo sollte der Junggesellenabschied stattfinden?

Wenn du das Programm für den Junggesellenabschied planen möchtest, wirst du auch auf die Frage stoßen, wo das Event überhaupt stattfinden soll. Schließlich ist die Location natürlich vom Programm abhängig. Hast du für das Programm schon passende Ideen? Dann solltest du den Ort für den JGA in der Nähe dieser Aktivitäten planen.

Orientiere dich zum Beispiel am Wohnort der Junggesellin oder des Junggesellen. Das bietet den Vorteil, dass keine große Zeit für die Anreise verloren geht. Und zusätzlich schont es das Budget, wenn die Reisekosten überschaubar bleiben. Das funktioniert natürlich nur dann optimal, wenn die Region passende Angebote für deine Pläne bietet.

Falls der Junggesellenabschied doch woanders stattfinden soll, bietet sich eine Großstadt  an. Dort gibt es richtig viel Potenzial für die Aktivitäten und obendrauf häufig noch eine guten Clubszene. Sofern die Anreise nicht zu lang ist, solltest du also zumindest in Erwägung ziehen, den Junggesellenabschied in einer Großstadt zu planen und dir die Möglichkeiten zu Nutze zu machen. Bedenke dabei, dass womöglich eine Übernachtung für die Gäste nötig ist.

Ideen und Spiele für den Junggesellenabschied

Das Programm entscheidet über den Erfolg der Veranstaltung. Damit der Tag zu einem einzigartigen Erlebnis wird, solltest du gut planen und organisieren. Bei der Planung für die Spiele und Aktivitäten solltest du die Vorlieben der Junggesellin oder des Junggesellen beachten. Die Kunst dabei ist es, dass es zwar durchaus peinlich wird, aber sich der Protagonist nicht richtig unwohl dabei fühlt.  

Um ein gelungenes Programm für den Junggesellenabschied zu planen, benötigst du natürlich erst einmal jede Menge Ideen. Tausche dich deshalb auch mit anderen Gästen aus. Womöglich haben sie echt gute Vorschläge auf Lager. Oder bist du gerade auf der Suche nach Ideen, um den ultimativen Junggesellenabschied zu planen? Dann haben wir noch etwas Inspiration für dich:

Junggesellenabschied planen: Ideen für Männer

Männer lieben ihren JGA oft actionreich. Daher bieten sich Aktivitäten wie Paintball oder auch Laser-Tag besonders an. Aber auch ein Whiskey-Tasting oder die Besichtigung einer Brauerei lässt das Herz eines Junggesellen oft höher schlagen. Wenn die Runde etwas kleiner ist und es eher gemütlich zugehen soll, bietet sich zum Beispiel ein Escape Room an. Für ein schmales Budget und bei schönem Wetter eignet sich auch eine Bollerwagen-Tour hervorragend.

Junggesellenabschied planen: Ideen für Frauen

Neben dem Hochzeitsstress freut sich die zukünftige Braut beim Junggesellenabschied bestimmt über die Zeit mit ihren Mädels. Neben einem JGA Fotoshooting, um die Erinnerungen professionell festzuhalten, eignen sich Aktivitäten wie ein Sushi-Kurs oder Cocktail-Kurs für den JGA einer Frau. Natürlich darf es auch ausgefallener sein. Ein Pole-Dance-Kurs sorgt zum Beispiel für einen unvergesslichen Junggesellenabschied. Später kannst du eine Fahrt in einer Limousine organisieren und den Abend in einer Karaoke-Bar enden lassen. Und womöglich freut sich die Junggesellin auch über den Klassiker auf einem JGA: einen Stripper.

Zwischendurch und währenddessen: Spiele für den Junggesellenabschied

Auf einem Junggesellenabschied dürfen natürlich auch ein paar Spiele auf keinen Fall fehlen. Hier kommt es ganz auf den Geschmack des Protagonisten an. Deshalb an dieser Stelle nochmal: Berücksichtige die Wünsche der Junggesellin oder des Junggesellen. Nicht jeder möchte sich in der Öffentlichkeit komplett zum Narren machen – besonders nicht, wenn es in der eigenen Stadt stattfindet.

Ansonsten kannst du deiner Kreativität für die Spiele freien Lauf lassen. Beliebte Spiele in der Öffentlichkeit sind zum Beispiel:

  • eine ausgeklügelte Schnitzeljagd mit mehr oder weniger peinlichen Aufgaben an jeder Station
  • Sammelspiele, bei denen der Junggeselle zum Beispiel Telefonnummern sammeln muss
  • Klassischer Bauchladen mit Süßigkeiten, Kurzen und ein paar lustigen Artikeln
  • Peinlicher Lostopf, in dem sich Zettel mit verschiedenen peinlichen Aufgaben befinden. Passanten ziehen dann ein Los und der Junggeselle muss die entsprechende Aufgabe erledigen.  

Solche kleinen Spielchen sorgen garantiert für einige Lacher und jede Menge Spaß. Beachte beim Planen des Junggesellenabschieds aber auch die Reihenfolge. Falls du zum Beispiel eine Runde Paintball angesetzt hast, dann sollten dabei alle Teilnehmer nüchtern sein. Die feucht-fröhlichen Spielchen können dann hinterher starten oder zwischen den weiteren Programmpunkten.

Halte einen Plan B parat

Zum Abschluss noch der wichtigste Tipp: Halte einen Plan B parat. Deine Planung kann noch so gut sein, häufig kommt es dennoch anders. Für unvorhersehbare Ereignisse, wie schlechtes Wetter oder stornierte Aktivitäten, solltest du einen weiteren Plan in der Tasche haben. Dies besprichst du am besten auch mit den anderen Gästen, sodass jeder Kenntnis über den Plan B hat und es am Tag des Junggesellenabschieds nicht zu Diskussionen kommt.

 

Jetzt hast du alle wichtigen Infos, um einen außergewöhnlichen Junggesellenabschied planen zu können. Viel Spaß dabei!

 

Bild von Fernanda Prado