Wir setzen uns immer wieder mit engagierten Veranstaltern von innovativen Event-Formaten zusammen und sprechen mit ihnen über die Freuden und Herausforderungen des Veranstalter-Seins. Dieses Mal habe ich mich sehr gefreut mit Maxi und Stephan vom Fempreneur Summit zu sprechen. Die beiden haben ihre jahrelangen Erfahrungen zusammengepackt und mit ihrer Mission des „Female Empowerment“ ein einzigartiges Event kreiert. In meinem Interview mit den beiden erfahrt ihr mehr…

 

Hallo Maxi und Stephan, stellt euch doch mal kurz vor! 

Maxi: Ich bin die Gründerin des digitalen Magazins Fempreneur, welches ich 2015 gegründet habe und womit ich meine zwei Herzensthemen „Female Empowerment“ und „Entrepreneurship“ vereint habe. In diesem Jahr sind dann noch zwei weitere Projekte hinzugekommen, zum einen das Female Founders Book in Zusammenarbeit mit Val Racheeva, Gründerin von Wefound.org, und zum anderen das am 9 Juni in Berlin stattfindende Event Fempreneur Summit in Zusammenarbeit mit Stephan Baasch.

Stephan: Ob Berater, Fintech-Influencer, Investor, Netzwerker, Advisor, Startup-Experte, Coach, Entrepreneur oder einfach nur ein geschätzter Geschäftspartner. Genauso wie ich mich für viele Themen interessiere, bin ich entsprechend auch in unterschiedlichen Bereichen tätig. Daher gibt es nicht die EINE erklärende Berufsbezeichnung.

Um es kurz zu machen: Seit 2013 bin ich im Investmentgeschäft aktiv und interessiere mich vor allem für Business-Modelle von Kapitalbeteiligungsgesellschaften und großen Technologie-Firmen, weltweit. Durch die Einblicke in eigene und externe Projekte sowie durch die vielen Auslandsaufenthalte verschaffte ich mir sehr schnell ein fachliches Grundverständnis der globalen Möglichkeiten und bin seitdem auch stiller Partner ausländischer Unternehmen. Im November letzten Jahres veranstaltete ich unter anderem eine Konferenz in Berlin, wo auch Maxi als Speakerin agierte. 2016 beschlossen wir dann gemeinsam den Fempreneur Summit zu veranstalten.

Was ist Fempreneur!?

Maxi: Fempreneur ist das erste deutschsprachige Magazin, dass sich an Female Entrepreneurs, selbstständige und gründungsinteressierte Frauen. Derzeit werden gerade einmal 13% der Unternehmen von Frauen gegründet. Meiner Antwort hierauf: Empowerment. Vor allem bei Frauen, liegt die geringe Gründungsquote weniger am Potenzial als vielmehr am fehlenden Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Sich den eigenen Stärken und Fähigkeiten bewusst zu sein und mutig seinen eigenen Weg gehen – dazu möchte ich Frauen ermutigen. Hierfür braucht es vor allem auch Vorbilder, die zeigen, dass und wie es geht. Daher gibt es u.a. im Magazin die Fempreneur Interviews mit Gründerinnen wie Lea Lange von Juniqe, Maxie Matthiessen von Ruby Cup und vielen mehr.

Und nun macht ihr auch Events? Wie kam es dazu und was genau passiert bei eurem Fempreneur Summit im Juni?

Wir haben beide letztes Jahr unabhängig voneinander diverse Events veranstaltet. 2015 gab es zum einen die Fempreneur Meetups sowie Business-Workshops in Zusammenarbeit mit tollen Speakern. Stephan hat mit der „Transatlantic Alliance“ selbst ein Eventformat mit den Topics: International Finance, Technology & Entrepreneurship 2015 gestartet, auf der wiederum Maxi im Rahmen eines Panels vertreten war. Dort haben wir uns kennen gelernt und haben uns aufgrund gemeinsamer Interessen und der Freude an der Eventorganisation dazu entschieden, für ein großformatiges Event als Partner der Berlin Web Week, zusammenzuarbeiten.

Der Fempreneur Summit ist letztlich eine Weiterentwicklung der Events, die Maxi letztes Jahr bereits ins Leben gerufen hat. Zusammen mit Stephan entwickelten sich dann weiteren Ideen, dieses Event in einem noch größeren Format zu organisieren und zu veranstalten.

Worin liegen die größten Herausforderungen bei der Organisation von Events wie euren?

Ein Event wie den Fempreneur Summit zu organisieren bringt eine Vielfalt an Aufgaben mit, von der Erstellung der Event-Website, Speaker und Programm-Management, Social Media Kanäle einrichten und bespielen, Austausch mit Kooperationspartnern, Eventlocations finden und vielem mehr. Das macht unseren Job sehr spannend und wie lernen jeden Tag viel Neues dazu. Allerdings ist die Organisation dieser diversen Aufgaben natürlich auch eine Herausforderung. Wichtig hierbei ist, nie das Ziel aus den Augen zu verlieren und den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge zu behalten. Wenn man sich daran regelmäßig erinnert, hat man einen roten Faden, der einem Orientierung im To-Do-Dschungel gibt.

Wie genau benutzt ihr Eventbrite um diese Herausforderungen zu meistern?

Durch Eventbrite können wir das Ticketing an Profis sozusagen „auslagern“. Das Event lässt sich einfach ins System einpflegen, man kann Anzahl & Preis der Tickets bestimmen und die Bezahlung kann man bspw. einfach über Paypal abwickeln. Das hat uns viel Aufwand erspart dies selbst aufzubauen und gibt uns die Möglichkeit uns auf die wichtigen Dinge der Eventplanung zu konzentrieren.

 Was ist das Wichtigste, das ihr in der bisherigen Planung gelernt habt und anderen Veranstaltern als Tipp ans Herz legen würdet?

Der Austausch mit anderen Eventveranstaltern, möglichen Partnern und der Zielgruppe ist sehr wichtig. Dadurch lernt man viel und kann dieses Wissen für eine Verbesserung des Eventkonzepts einsetzen. So wurden wir bspw. durch ein Gespräch mit einem Kontakt unseres Netzwerks auf die Frage der sprachlichen Ausrichtung gebracht. Nachdem wir dann Vor- und Nachteile im Nachhinein noch abgewogen haben und ein Stück auf unser Bauchgefühl gehört haben, haben wir uns dazu entschieden, dass die Keynote Reden des Events auf Englisch sein werden. Gerade in Berlin ist Englisch in der internationalen Startup-Szene nahezu Standard-Sprache und wir haben viele internationale Insider der Szene getroffen, die Interesse an solch einem Event hätten. Um diese nicht auszuschließen, haben wir uns gegen ein rein-deutschsprachiges Event entschieden. Was es zudem braucht ist eine starke Vision, die einen wie ein Kompass durch die gesamte Organisationsplanung und -organisation trägt. Eine gute Kombination aus offenem Ohr für Tipps und dem starken Glauben an die eigene Vision halte ich besonders bei der Planung eines neuen Eventformats für sehr wichtig.

Zu guter Letzt: Als Event Experten interessiert uns natürlich brennend, welches Event euch in letzter Zeit wirklich beeindruckt hat!

Stephan: Wirklich brennend interessiert mich momentan die kommende „Disrupt“ in San Francisco im September. Liegt allerdings auch daran, weil ich sehr viele Freunde und Geschäftspartner wieder sehen werde. Daher freut es mich um so mehr.

Maxi: Ganz zu Beginn der Gründung hat mich das Event „DNX“ eine Konferenz für digitale Nomaden nachhaltig geprägt und beeindruckt. Bei mir gab es damals eine Initialzündung, zu sehen was eigentlich alles selbstständig möglich ist und man sich seinen eigenen Job und sein Arbeitsumfeld selbst kreieren kann. Und genau dieses Gefühl, was ich damals erlebt habe, möchte ich zusammen mit unserem Team und unseren tollen Speakern gerne durch den Fempreneur Summit weitergeben Perspektiven eröffnen, zum Großdenken anregen und Mut machen.

Liebe Maxi, lieber Stephan vielen lieben Dank für die aufschlussreiche Unterhaltung – wir freuen uns schon riesig auf den Fempreneur Summit im Juni!

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