Die gängigste Strategie, die meisten Tickets für eine Show zu verkaufen, ist ziemlich einfach: Buche den bekanntesten Künstler, den du dir leisten kannst. Star-Headliner sind immer eine sichere Wahl und neue Künstler bergen immer ein gewisses Risiko – so lautet zumindest eine ungeschriebene Regel der Live-Musikbranche.

Aber die Dinge haben sich in den letzten Jahren verändert, und das mehr als in den vielen Jahrzehnten zuvor.

Das Verschmelzen von Künstleragenturen und Konzertveranstaltern sowie das Aufkommen von Online-Musik-Streaming-Diensten wie AppleMusic, Spotify und Co. haben die alten Regeln komplett über den Haufen geworfen und neu geschrieben. Deshalb verraten wir dir jetzt 3 Gründe, warum du 2019 in das Buchen neuer Künstler investieren solltest.

1. Es wird schwieriger, Top-Talente zu buchen

Nationale Konzertveranstalter verfügen über große Budgets, tiefe Taschen und die Möglichkeit, einen Künstler für ihre gesamte Tour zu buchen. Zunehmend konsolidieren sie sich, kaufen kleinere Veranstalter und Festivals auf und festigen ihre Reichweite auf den lokalen Märkten.

Dies bedeutet, dass sich die übrig gebliebenen Unabhängigen für große Headliner immer mehr ins Zeug legen müssen – aber die Chancen stehen nicht gut für sie. Selbst wenn du nicht direkt mit den Großen konkurrierst, wird die Preisgestaltung deiner Künstler durch riesige Geldmengen im Markt erhöht.

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Was bedeutet das für dich?

Du kannst und solltest, wenn du es bis jetzt getan hast, weiterhin versuchen, größere Artists zu buchen – wenn du kannst. Insbesondere wenn du dich mit anderen unabhängigen Partnern zusammenschließen kannst, um einen Künstler für eine vollständige Tour zu buchen. Solltest du doch überboten werden, mach dir keine Sorgen. Auch mit aufstrebenden Künstlern kannst du erfolgreich sein – doch größere Artists gehen ungern ein Risiko ein. Warum? Weil…

2. Streaming treibt das Musikgeschäft an

Streaming-Dienste wie Spotify und Co. haben die Logik des gesamten Musikgeschäfts auf den Kopf gestellt. Künstler können ihre Musik nun ohne Plattenfirmen und Labels, die als Gatekeeper fungieren vertreiben und sie an die Massen vermarkten.

Dieser Wandel schreitet mit einer großen Vielzahl an Künstlern voran, die sich mit Streaming-Hits eine Fanbase aufbauen, die für sie früher nicht zugänglich gewesen wäre. Die Aufnahme in eine beliebte Playlist reicht aus, um einen One-Hit-Wonder zu platzieren.

Was bedeutet das für dich?

Die durchschnittliche Entwicklungskurve eines Künstlers hat sich geändert. So treten Künstler heute früher denn je zuvor im Verlauf einer klassischen Karriere, vor einem Live-Publikum auf. Denn viele Manager und Booking Agenten setzen auf Künstler mit nur einem großen Spotify-Hit. Das kannst du auch! Immer öfter reicht nur ein Streaming-Hit aus, um Fans davon zu überzeugen ein Konzert zu besuchen. Und das wird sich für dich auszahlen, weil…

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3. Musik-Fans suchen nach Kuration

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, musst du Charakter zeigen. Lokale Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit immer auf dem neuesten Stand zu sein, sind wichtiger denn je. Wenn du es dir zur Aufgabe machst, aufstrebenden Künstlern eine Chance zu geben, kannst du dir mit dem richtigen Riecher für Musiktrends schneller einen Namen machen, als du denkst.

Die großen Player im Business haben zwar tiefe Taschen, sie sind aber nicht besonders flink. Und das ist deine Chance! Aufgrund komplizierter bürokratischer Strukturen können große Konzert- und Musikagenturen nicht ganz so schnell auf spontane Trends reagieren.

Was bedeutet das für dich?

Du kannst deinen Showkalender aufpeppen, indem du den ein oder anderen Streaming-Hit-Künstler miteinplanst. Gib auch lokalen Acts von denen du weißt, dass sie eine Fanbase haben die Chance bei dir zu spielen – verdiene dir den Ruf in der Szene und werde #1 Anlaufstelle für Konzerte in deiner Region.