Während die Begriffe Nachhaltigkeit und Umweltschutz in aller Munde sind und insbesondere Veranstalter zunehmend in den Fokus der nicht immer gnädigen Öffentlichkeit rücken, wird auch der Begriff des “Greenwashing” immer wichtiger.

Was ist überhaupt Greenwashing?

Der Begriff Greenwashing beschreibt, dass man etwas für nachhaltiger und umweltfreundlicher verkauft, als es eigentlich ist. Dabei kann es sich um ein Produkt, einen Service oder eben auch ein Event handeln. Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung: Die Fastfoodkette Mc Donald’s hat vor einigen Jahren seine Firmenfarbe von rot zu grün geändert. Während die angebotenen Speisen weiter ungesundes Fastfood blieben, entstand der Eindruck, als wäre es irgendwie gesünder, als früher. Dieses Rebranding ist das beste Beispiel von Greenwashing.

Was ist so schlimm an Greenwashing?

Auf Nachhaltigkeit zu setzen und das auch zu promoten, scheint gerade zum guten Ton zu gehören. Die Wahrheit ein bisschen zu beschönigen oder hier und da ein bisschen etwas nicht zu erwähnen tut doch niemandem weh, oder? – Doch! Und zwar am Ende dir selbst! Denn als Veranstalter ist es für dich enorm wichtig, dass deine Teilnehmer dir vertrauen! Ist dieses Vertrauen aber erst einmal gebrochen, ist es verdammt schwierig, es wieder herzustellen. Denn Verzeihen und Vergessen gehört weniger zu den großen Tugenden von Teilnehmern oder Konsumenten im Allgemeinen.

Ganz bestimmt legst du auch persönlichen Wert auf Nachhaltigkeit, dein Event kreierst du jedoch in erster Linie für den Teilnehmer und der Teilnehmer vertraut darauf, dass dein Event sein Geld und seine Zeit wert ist. Dieses Vertrauen solltest du auf gar keinen Fall missbrauchen und enttäuschen.

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Also obacht! Prüfe, ob dein Event wirklich so grün ist, wie du sagst

Du solltest demnach nicht nur auf gar keinen Fall aktives Greenwashing betreiben, sondern auch darauf achten, dass es dir nicht “aus Versehen” passiert. Bewirbst du vielleicht den einen kleinen Aspekt deiner Veranstaltung, der umweltfreundlich ist, in großem Ausmaß, während du die vielen  Aspekte, die für unsere Umwelt extrem schädlich sind, verschweigst oder nur im Kleingedruckten erwähnst? In letzterem Fall gibst du zwar theoretisch alles preis, lenkst den Teilnehmer jedoch ganz bewusst dahin zu glauben, dass deine Veranstaltung nachhaltig(er) sei – Alarmstufe grün!

Schließlich ist es abgesehen von dem Vertrauens- und Ehrlichkeitsaspekt, ohne Frage von bedeutender Wichtigkeit für unseren Planeten und damit unserer aller Zukunft, dass wir nicht nur green washen sondern auch wirklich green und greener werden!

Titelbild von Roman Bozhko.