Du willst eine hundefreundliche Konferenz organisieren? Möchtest sicherstellen, dass deine Teilnehmer ihre vierbeinigen Freunde auf das Festivalgelände mitbringen können? Eine hundefreundliches Event zu veranstalten bedeutet mehr als nur ein paar Wassernäpfe bereitzustellen (auch wenn das sicherlich ein guter Anfang ist).

Um dir bei der Vorbereitung auf die vielen Fellnasen (und ihre Besitzer) zu helfen, haben wir Experten, die seit Jahren mit Hunden arbeiten, gebeten, über ihre Erfahrungen zu berichten. In diesem Artikel findest du alles, was du wissen musst, um ein hundefreundliches Event planen zu können und Vierbeiner mit ihren Besitzern willkommen zu heißen.

Definiere Verhaltensregeln für Herrchen

Als Erstes muss du deine Erwartungen klar an die Teilnehmer kommunizieren und laut Emily Foulkes, Marketingleiterin vom Hundefestival Dog Fest, sollte das bereits Wochen vor der eigentlichen Veranstaltung passieren. „Auf unserer Webseite sind klare Gesundheits- und Sicherheitshinweise aufgelistet, die wir außerdem an alle Teilnehmer vor dem Event per E-Mail rausschicken.“

Das bedeutet, dass du als Veranstalter über eine ganze Reihe von Dingen im Voraus entscheiden musst. Das sind die Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Sollten Hunde während der gesamten Veranstaltung an der Leine gehalten werden?
  • Wirst du Flexi-Hundeleinen zulassen, obwohl sie eine Stolpergefahr für menschliche Teilnehmer darstellen können?
  • Wird es Bereiche geben, in denen Hunde ohne Führung herumlaufen dürfen und spezielle Orte, an denen sie ihre Geschäfte erledigen können?
  • Werden Hundefutter und Leckereien vor Ort verkauft oder sollten Besitzer ihre eigenen mitbringen?

Einige hundefreundliche Veranstaltungen haben sich etwas Besonderes überlegt, wenn es um die Unterbringung von Hunden geht. Wie das Green Gathering, das den Hundebesitzern für gutes Verhalten nach dem Event einen Teil des Ticketpreises zurückerstatten.

Neben der Vorbereitung selbst ist es wichtig, proaktiv zu sein. „Letztes Jahr veranstalteten wir das Dog Fest in der Arley Hall in Cheshire. Am Tag der Veranstaltung wurde das Wetter viel heißer, als vorhergesagt“, sagt Emily. „Es kam eine große Anzahl von Besuchern, die an der Tür Tickets kauften und so sahen wir uns mit einer großen Menge von Teilnehmern konfrontiert, die in der Hitze mit ihren Hunden anstehen mussten. Wir haben ein Team zusammengestellt, das die Warteschlangen auf und ab ging und alle Hunde regelmäßig mit Wasser versorgte. Wir haben außerdem Wasserbecken und Sprinkleranlagen organisiert und zusätzliche schattige Bereiche geschaffen, um den Hunden jederzeit genug Orte zur Abkühlung bieten zu können.“

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Tipps für glückliche Vierbeiner

Dinge aus der Sicht eines Hundes zu sehen, kann wirklich helfen, sagt Heather Nesbitt, die Gründerin und Geschäftsführerin von Woofstock UK. „Achte auf Lärm, da Hunde sehr empfindliche Ohren haben. Bei der Planung passen wir die Musiklautstärke auf der Live-Bühne also immer auf die Hunde an.“ Gleiches gilt für andere Geräusche – Feuerwerk, Lautsprecherdurchsagen, Spiele oder Fahrgeschäfte können Stress verursachen. Warne die Besitzer frühzeitig und biete ihnen Ruhebereiche für Hunde an, damit sie sich abseits des Festivalgeschehens entspannen können.

„Denke darüber nach, wie das Wetter am Tag der Veranstaltung sein wird. Wird es heiß werden und wenn ja, ob du genug schattige Plätze, Wasser- und Planschbecken zur Verfügung gestellt hast“, fragt Heather. Da Hunde täglich 50-60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht benötigen, ist es empfehlenswert, das Personal so einzuplanen, sodass Wassernäpfe ständig mit kühlem, sauberem Wasser aufgefüllt werden können.

„Dann gibt es noch Toilettenzeit„, sagt Heather. „Bietest du Kotbeutel an? Und wo werden sie platziert – am Haupteingang oder verteilt auf dem Veranstaltungsgelände? Wo können Gäste benutzte Beutel entsorgen oder brauchst du extra Personal, um die Gegend sauber zu halten und aufzuräumen?“

Genau wie bei deinen zweibeinigen Teilnehmern, musst du dich auch für das Wohlergehen ihrer Hunde kümmern und eine Erste Hilfe Ecke organisieren. „Wir laden, für alle Fälle, ein Team von Tierärzten und Tierarzthelfern für die Dauer unserer Veranstaltungen ein“, sagt sie. „Darüber hinaus gibt es Gesundheits- und Sicherheitsbeauftragte, die durch das Festival laufen und nach Hunden und Menschen suchen, die Hilfe benötigen. Es ist wichtig, ein Team zusammenzustellen, das über genug Erfahrung im Umgang mit Haustieren verfügt. Denn als Veranstalter sind wir verpflichtet, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.“

Auch Hunde wollen entertaint werden

Sobald die ernsten Seiten der Planung abgehackt sind, darfst du kreativ werden und dich um die Unterhaltungspunkte kümmern, für die deine Gäste auch im nächsten Jahr gern wiederkommen würden. Das Dog Lovers Festival begeistert seine Gäste mit einer Pawsecco Bar, die nicht nur spritzige Abkühlung für Hundebesitzer, sondern auch für ihre Vierbeiner aromatisiertes Wasser bietet. Ach und nicht zu vergessen die Puparrazzi-Zone eine coole Kulisse für Fotos, die im besten Fall auf Social Media geteilt werden.

Bei der Organisation solltest du teilnehmende Fellnasen nicht als zusätzliches Hindernis oder Problem sehen, sondern als eine Möglichkeit, dein hundefreundliches Event für eine breitere Zielgruppe zu öffnen.
Es gelten generell die gleichen Regeln wie auch bei Events, die nur für Menschen gedacht sind: Du musst für Sicherheit, Zufriedenheit und Gesundheit deiner Gäste sorgen und alles dafür bereitstellen.

Hundefreundliches Event: Fazit 

Als Hundebesitzerin kann ich behaupten: Es ist herzzerreißend, beim Ausgehen meinen Vierbeiner Zuhause zurücklassen zu müssen (man hört sogar von draußen, wie sie weint) – deshalb sind hundefreundliche Events und Orte so beliebt. Für uns Hundehalter sind das glückliche Momente mit unseren Lieblingen und für Veranstalter eine vollkommen neue Zielgruppe die es nicht zu verachten gilt.