Du möchtest einen Design Thinking Workshop vorbereiten? Dann bist du hier genau richtig. Wir zeigen dir, worauf du dabei unbedingt achten solltest und verraten dir außerdem, was sich hinter der beliebten Workshop-Methode verbirgt.

Was ist Design Thinking – eine Definition

Unter Design Thinking versteht man einen sich phasenweise wiederholenden kreativen Denkprozess, um neue Ideen zu finden und diese dann nutzerorientiert zu validieren.

Puh, das liest sich erstmal gar nicht so spannend. Doch ein gut vorbereiteter Design Thinking Workshop bringt in den allermeisten Fällen wirklich innovative Ansätze zum Vorschein. Und das Beste dabei: Noch während der Design Thinking Prozess in vollem Gange ist, werden du und deine Workshopteilnehmer die Spreu vom Weizen trennen – und zwar aus Sicht des Kunden.

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Welchen Design Thinking Workshop möchtest du vorbereiten?

Bevor wir so richtig in die Tiefe gehen, noch eine kleine Unterscheidung. Denn im Großen und Ganzen kannst du zwei Arten von Design Thinking Workshops vorbereiten. Einerseits kannst du einen Workshop planen, der den Teilnehmern das nötige Wissen vermittelt, um die Design Thinking Methode später selbst anzuwenden. Und andererseits kannst du natürlich auch direkt produktiv werden und einen Design Thinking Workshop vorbereiten, der die Methode benutzt, um neue Ideen für ein bestimmtes Thema zu kreieren.

Wir gehen an dieser Stelle davon aus, dass du die Design Thinking Methode verwenden möchtest und haben dazu alles Wichtige für deine Vorbereitung zusammengetragen.

Wie funktioniert der Design Thinking Prozess?

Jetzt also ran an den Speck: Die Methode des Design Thinking besteht aus mehreren Phasen. Wie viele es genau sind, hängt jeweils von deiner Ausgangssituation ab. Wir gehen hier von 6 Design Thinking Phasen aus, auf deren Grundlage du deinen Design Thinking Workshop vorbereiten kannst.

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Design Thinking Phase 1: Das Problem verstehen und definieren

In der ersten Phase machst du gemeinsam mit deinen Workshopteilnehmern im Team eine Art Bestandsaufnahme. Ganz wichtig: Zusammen nehmt ihr die Sicht eurer Kunden ein und definiert Probleme, die sie haben können. Das ist elementar wichtig für den kompletten Design Thinking Prozess. Sämtliche Betrachtungen finden immer aus Perspektive des Kunden statt.

Welches Problem hat dein Kunde? Und in welcher Form bringt ihm die Lösung dieses Problems etwas? Das sind die beiden wichtigsten Fragen der ersten Phase deines Design Thinking Workshops. Erst danach geht es um dein eigenes Interesse oder das Interesse deines Unternehmens.

Was solltest du für diese Phase des Design Thinking Workshops vorbereiten?

Gib deinen Teilnehmern bereits einen groben thematischen Rahmen vor. So können sie in einem bestimmten Bereich gezielt und konzentriert nach Problemen suchen.

Design Thinking Phase 2: Sich in den Kunden hineinversetzen

Die zweite Phase des Design Thinking Workshops dreht sich komplett um Empathie. Anstatt nur die Sichtweise des Kunden einzunehmen, versetzen sich alle Teilnehmer tatsächlich in den Kunden hinein. Wie tickt euer Kunde? Was denkt und fühlt sie oder er? Da bei einem Design Thinking Workshop meistens keine echten Kunden anwesend sind, müssen alle Teilnehmer diesen Part so gut es geht selbst übernehmen. Mitarbeiter mit viel Kundenkontakt können dich in diesem Punkt am besten voranbringen. Wenn du also einen Design Thinking Workshop vorbereiten möchtest, dann setze auch diese Kollegen auf die Teilnehmerliste.

Anschließend bittest du deine Workshopteilnehmer, die Ergebnisse aus der zweiten Phase mit denen aus Phase 1 zu vergleichen. Welche der Hypothesen aus der ersten Phase haben weiterhin Bestand? Mit diesen Annahmen geht es im Design Thinking Workshop weiter.

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Wie du Phase 2 des Design Thinking Workshops vorbereiten kannst

Die beste Vorbereitung für diese Phase ist ein gutes Händchen bei der Wahl der Teilnehmer. Empathische Menschen, die leicht fremde Perspektiven einnehmen können, meistern diese Phase meistens richtig gut. Ebenso sind natürlich Kollegen mit Kundenkontakt absolut unverzichtbar, um die Kundensicht einfließen zu lassen. Wenn du den Design Thinking Workshop so vorbereiten kannst, dass tatsächlich echte Kundenmeinungen einbezogen werden können, dann bekommst du das wertvollste Feedback.

Design Thinking Phase 3: Ideen für Lösungen sammeln

Der dritte Schritt im Design Thinking Prozess dreht sich um Lösungsansätze. Gib jedem deiner Teilnehmer die Aufgabe, möglichst viele Ideen zu sammeln. Es dürfen auch gerne unkonventionelle oder ausgefallene Ansätze dabei sein. Hauptsache, die Ideen beschäftigen sich mit der Lösung der bereits identifizierten Probleme. Wenn etwa zwei Dutzend Ideen zusammengekommen sind, dann stellt jeder Teilnehmer seine Vorschläge in der Runde vor. Ganz wichtig für den Design Thinking Ablauf: Erst nachdem alle Ideen kommentarlos vorgestellt wurden, diskutiert die Runde darüber.

Welche Ideen sind grundsätzlich machbar? Welche sind wirtschaftlich sinnvoll? Und welche Ideen lösen das Problem der Kunden am besten? Zum Schluss dieser Phase des Design Thinking Workshops könnte es knifflig werden. Denn deine Workshopteilnehmer müssen jetzt eine der gesammelten Ideen benennen, mit der weitergearbeitet wird.

Design Thinking Phase 3 vorbereiten: Darauf solltest du achten

Als Workshopleiter solltest du auf die Zeit achten: Diese Design Thinking Phase sollte nicht länger als Phase 2 dauern. Viel kannst du dafür nicht vorbereiten, denn mittlerweile ist der Design Thinking Ablauf ja so weit fortgeschritten, dass es nur noch um Neues geht. Versuche deshalb, den Fokus auf das Dreieck Machbarkeit-Wirtschaftlichkeit-Kundenbedürfnis zu setzen, sodass alle Teilnehmer das Ziel klar vor Augen behalten.

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Design Thinking Phase 4: Die Idee zum Leben erwecken

In Phase 4 deines Design Thinking Workshops wird es handwerklich. Denn jetzt ist es Zeit, auf Grundlage der ausgewählten Idee einen Prototyp zu designen. Wie der aussehen kann, ist natürlich vollkommen abhängig von der Problemstellung und den Lösungsideen. Fest steht: Er sollte wirklich gut werden und auf Anhieb erkennen lassen, worum es dabei geht. Absolut unabhängig davon, ob es bei deinem Design Thinking Workshop um ein physisches Produkt geht, eine Dienstleistung oder ein digitales Projekt.

Design Thinking Material für Phase 4 vorbereiten

Du selbst weißt am besten, was für eine Art Design Thinking Workshop du vorbereiten möchtest. Schließlich hast du schon für Phase 1 des Prozesses einen Rahmen definiert. Entsprechend solltest du vorab das Material für potenzielle Prototypen besorgen. Wenn du einen Design Thinking Workshop vorbereitest, bei dem es um physische Produkte geht, dann greif zum Beispiel zu farbigen Holzstäbchen, Playmais, Lego, Polysterolplatten und Kleber aus dem Bastelladen. So können deine Teilnehmer beherzt losbasteln. Für digitale Projekte eignen sich Schere, Stift und Papier hervorragend, um sie zu visualisieren. Und im Bereich der Dienstleistungen? Da kannst du voll auf Rollenspiele setzen.

Design Thinking Phase 5: Prototypen auf Herz und Nieren prüfen

Genau wie in Phase 2 geht es auch bei der Präsentation der Prototypen immer um die Sicht des Kunden. Welcher Prototyp überzeugt deine Workshopteilnehmer am meisten? Die Ergebnisse deines Design Thinking Workshops kannst du direkt miteinander vergleichen und die besten Entwicklungen womöglich als Grundlage für eine gelungene Umsetzung mitnehmen.

Was du brauchst, um Phase 5 deines Design Thinking Workshops vorzubereiten

Als Workshopleiter kannst du dich eigentlich zurücklehnen und die Präsentationen aufmerksam verfolgen. Um auch später noch auf die Ergebnisse zugreifen zu können, kannst du eine kleine Kamera mitlaufen lassen. Einfach auf ein Stativ gestellt und die Aufnahmetaste drücken – schon bleiben die Ergebnisse auch noch lange Zeit nach deinem Design Thinking Workshop verfügbar. Außerdem kannst du sie auch anderen Kollegen zeigen, die womöglich nicht an deinem Workshop teilnehmen konnten.

Design Thinking Phase 6: Ergebnisse reflektieren und Pläne schmieden

Für einen runden Abschluss solltest du ein Debriefing für deinen Design Thinking Workshop vorbereiten. Lass deine Teilnehmer gemeinsam reflektieren, was sie erreicht und erarbeitet haben. Was hat besonders gut funktioniert und wo sehen sie noch Potenzial für Verbesserungen?

Und selbstverständlich solltest du auch festhalten, wie es mit den Ergebnissen weitergeht und deine Teilnehmer darüber informieren. Was sind die nächsten Schritte? Schmiede Pläne, um die erarbeiteten Lösungen in die Praxis umzusetzen.

Das ideale Mindset für die Design Thinking Methode

Ein Design Thinking Workshop funktioniert immer dann am besten, wenn deine Teilnehmer mutig sind. Deshalb solltest du nicht nur den Design Thinking Workshop vorbereiten, sondern auch deine Teilnehmer für diese spezielle Workshop-Methode bereitmachen. Anstatt die eigenen Gedanken selbst zu hinterfragen, dürfen und sollen deine Teilnehmer ihre konstruktiven Einfälle möglichst ungefiltert aussprechen. Jeder trägt einen wichtigen Teil bei – niemand muss alleine und auf Anhieb fehlerfreie und perfekte Konzepte liefern. Dafür ist der Design Thinking Workshop schließlich da. Der Mut, auch Unausgereiftes auszusprechen benötigt aber große Offenheit. Und Menschen öffnen sich wiederum oft nur in Umgebungen, in denen sie sich sicher fühlen. Schaffe also eine Atmosphäre der Sicherheit, sodass deine Teilnehmer sich wohlfühlen und ihren kreativen Einfällen freien Lauf lassen können. So wirst du die besten und kreativsten Ergebnisse erzielen.