Auch bei diesem zweiten Trend kommen die Impulsgeber eher aus den USA. Hier hat man bei den großen Veranstaltungen schon lange verstanden, dass das Event-Format selbst nicht ausreicht, um bei der Zielgruppe Relevanz und Sichtbarkeit zu gewinnen. Rund um die Events sind dadurch zahlreiche spannende Content-Formate entstanden – von Print-Magazinen über Onlineportale bis hin zu Podcast-Sendungen. 

Die Idee dahinter…

…ist im Prinzip ganz einfach erklärt. Konferenzen bespielen spannende Themen auf der Bühne, die für ihre jeweilige Zielgruppe hochrelevant sind. Da ist es sinnvoll, diese Themen auch außerhalb der Events aktiv zu bespielen und dadurch unterjährig beziehungsweise zwischen den einzelnen Veranstaltungen die eigene Reichweite in der relevanten Zielgruppe auszubauen. Die Formate dafür sind vielfältig.

Der erste und einfachste Schritt ist die Veröffentlichung von Videoaufzeichnungen der Vorträge auf den einzelnen Veranstaltungen, im zweiten Schritt lässt sich das mit Interviews mit den Referenten und Teilnehmern ausweiten. Ein eigener Blog oder ein Onlinemagazin würde dann den nächsten Schritt machen und regelmäßig über die jeweiligen Themen berichten – und originären Content fernab der Veranstaltungen produzieren. Auch ein Podcast kann sinnvoll sein, um nicht nur mit den Speakern zu sprechen, sondern auch Interviewsendungen mit weiteren Experten zu den Themen der Konferenz zu führen.

In Deutschland hat es etwas gedauert, bis man Konferenzen als Teil eines Content-Mix verstanden hat – und der Prozess ist bis heute noch nicht vollständig abgeschlossen. Dennoch gibt es inzwischen einige Veranstalter, die das Thema aktiv aufgegriffen haben und damit sehr erfolgreich sind.

Vorbilder für diesen Trend

Online Marketing Rockstars in Hamburg

Die Online Marketing Rockstars in Hamburg machen seit einigen Jahren vor, wie es richtig geht. Eine eigene Podcast-Reihe veröffentlicht regelmäßig neue Episoden mit spannenden Gesprächen zum Themenkosmos der Veranstaltung. Ein eigenes Onlinemagazin bespielt die Themen laufend mit neuen Beiträgen, die von verschiedenen Redakteuren geschrieben werden. Dabei ist die Veranstaltung selten direkt präsent und wird eher als Teil des großen Ganzen gesehen – und das ist genau richtig. Im Endeffekt ist die Veranstaltung nur ein weiteres Content-Format. 

Inzwischen baut man rund um die Content-Formate sogar eigene Event-Reihen, wie zum Beispiel eine Podcast-Roadshow, die sich rund um die Live-Aufzeichnung einer Podcast-Episode mit Live-Publikum dreht. Die Zielgruppe wird dadurch auf unterschiedlichsten Wegen regelmäßig mit Content bespielt. Die OMR sind dadurch dauerhaft präsent und sichtbar – und das ist in der heute schnelllebigen Welt, die schnell vergisst, was noch vor ein paar Wochen interessant war, überaus wichtig.

 

48forward in München

48forward hat früh damit begonnen, sich intensiv mit der eigenen Content-Strategie auseinanderzusetzen. Ein eigener Blog, der heute sogar komplett eigenständig fernab der Event-Webseite betrieben wird, berichtet über die Themen der verschiedenen 48forward-Events. Hier werden Interviews, Berichte über andere Veranstaltungen und Neuigkeiten aus der Tech- und Innovationswelt veröffentlicht. Drei verschiedene Podcast-Formate veröffentlichen zudem spannende Gespräche und Audio-Recordings von Vorträgen auf der Bühne. Auf YouTube und Facebook werden zusätzlich Videos zu den Vorträgen und Panel-Diskussionen auf der Bühne veröffentlicht.

 

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