Das Motto „Es gibt keine blöden Fragen“ gilt nicht für Umfragen.

Es gibt definitiv eine richtige und eine falsche Methode, um Feedback von den Teilnehmern einzuholen. Die falsche Methode kann die Teilnehmer verwirren und verärgern – und letztendlich dazu führen, dass sie deine Umfrage nicht abschließen. Es kann auch die Genauigkeit der Antworten beeinflussen, die du erhältst. Wenn du beeinflusste Antworten erhältst – und als Ergebnis Änderungen an deinem Event vornimmst – kann dies den Erfolg deines zukünftigen Events ernsthaft beeinträchtigen. 

Das SurveyMonkey-Team hat uns neun gängige Fehler gezeigt, die Veranstalter bei der Erstellung von Umfrage-Fragen häufig machen. Sie haben uns außerdem Tipps mitgegeben, wie man diese Fragen dann besser stellen kann.

1. Leitfragen stellen

Du versuchst nicht, die Teilnehmer davon zu überzeugen, dass sie dein Event gemocht haben. Du bist schließlich professionell und wünschst dir ernst gemeinten, konstruktiven Input. „Beeinflusse daher nicht den Zeugen“, indem du versuchst, den Teilnehmern Worte in den Mund zu legen. Stelle stattdessen Fragen, die Raum für eine ehrliche Antwort lassen. 

Falsch Richtig
War der Keynote Speaker dein Highlight?

  • Ja
  • Nein
Was war dein Highlight auf dem Event?

  • Der Keynote Speaker
  • Die Breakout-Sessions
  • Das Catering
  • Sonstiges: _______________________

Profi-Tipp: Wenn deine Multiple-Choice- oder Dropdown-Liste nicht die gewünschte Option bietet, werden die Teilnehmer möglicherweise entmutigt die Frage zu beantworten. Um genaue und begeisterte Antworten zu erhalten, solltest du den Umfrageteilnehmern eine „Sonstiges“-Option bieten. Für diese Option auch für scheinbar einfache Fragen wie das Geschlecht hinzu.

Wusstest du, dass SurveyMonkey App Marketplace Partner von Eventbrite ist? Du kannst SurveyMonkey mit nur einem Klick mit deinem Eventbrite-Event verknüpfen.

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2. Manipulierende Fragen stellen

Gehe nicht von bestimmten Erfahrungen deiner Teilnehmer aus – zum Beispiel, dass der Teilnehmer mit dem Auto zum Event gefahren ist. Das macht die Beantwortung schwierig und verwirrend.

Falsch Richtig
Wo hast du dein Auto während des Events geparkt?

  • Auf der Straße
  • Im Parkhaus
  • Auf dem Parkplatz
Wie bist du zum Event angereist?

  • Ich bin mit dem Auto gekommen
  • Ich habe den ÖPNV genutzt
  • Ich bin mit einem Car-Sharing angereist
  • Ich bin gelaufen
  • Ich habe ein Taxi genommen
  • Sonstige: _______________________

Profi-Tipp: Wenn du immer noch wissen möchtest, wo die Autofahrer geparkt haben, verwende einen praktischen Trick, den SurveyMonkey als „Skip-Logik“ bezeichnet. Mit diesem Mechanismus kannst den Teilnehmern nur die für sie relevanten Fragen anzeigen. Zum Beispiel:

Wie bist du zum Event gekommen?
Wenn der Teilnehmer in der vorherigen Fragen „ich bin mit dem Auto gekommen“ geantwortet hat,
dann stelle diese Frage im Anschluss:Wo hast du geparkt?

  • Auf dem ausgewiesenen Event-Parkplatz
  • In einem anderen Parkhaus/ Parkplatz
  • Auf der Straße
Wenn er antwortet „Ich bin mit einem Car-Sharing angereist“,
dann stelle diese Frage:Welches Car-Sharing Unternehmen hast du genutzt?

  • DriveNow
  • Car2Go
  • Miles

Diese sogenannte „Skip-Logik“ hilft dabei, deine Event-Umfrage so kurz wie möglich und für jeden Einzelnen relevant zu machen.

>> Wie wäre es mit Teilnehmer-Umfragen in Instagram Stories? Hier mehr erfahren.

3. Doppeldeutige Fragen stellen

Verfall bei dem Versuch, deine Umfrage kurz und knappzuhalten, nicht der Versuchung, zwei verschiedene Fragen in einer zusammenzufassen.

Falsch Richtig
War unser Personal unfreundlich und nicht professionell?

  • Ja
  • Nein
War unser Personal freundlich?

  • Yes
  • No

War unser Personal unprofessionell?

  • Yes
  • No

Es ist durchaus möglich, dass dein Personal freundlich und dennoch nicht professionell war oder umgekehrt.

4. Absolut-Werte abfragen

Wenn du die Befragten zwingst zu antworten, dass sie „immer“ oder „nie“ etwas tun, riskierst du ungenaue Antworten. Wir alle wissen, wie komplex und ungleichmäßig das Verhalten der Menschen ist. Zwinge sie also nicht dazu, sich auf ein nie oder ein immer festlegen zu müssen.

Falsch Richtig
Verteilst du immer Visitenkarte, wenn du bei einem Event jemand Neuen kennenlernst?

  • Ja
  • Nein
Wie wahrscheinlich ist es, dass du deine Visitenkarte jemandem aushändigen,
den du bei einem Event kennenlernst?

  • Sehr wahrscheinlich
  • Etwas wahrscheinlich
  • Nicht so wahrscheinlich

5. Verwendung von Fachsprache

Gehe nicht davon aus, dass deine Umfrageteilnehmer mit den neuesten Abkürzungen und Fachbegriffen vertraut sind. Verwende eine klare und einfache Sprache, die jeder verstehen kann.

Falsch Richtig
Interessierst du dich für den ROI von KI? Möchtest du mehr über künstliche Intelligenz (KI) und deren Kapitalrendite (ROI) erfahren?

6. Persönliche Fragen stellen

Es ist weniger wahrscheinlich, dass Menschen auf Fragen eingehen, die sich eindringlich oder zu privat anfühlen. Stelle stattdessen Fragen, die dir genaue Informationen geben, ohne unheimlich zu sein.

Falsch Richtig
Wie lautet deine Adresse? Wie würdest du das Viertel, in dem du wohnst, genauer beschreiben? 

7. Die Hauptfrage verstecken

Du hast nur einen kurzen Moment, um dir in einer E-Mail die Aufmerksamkeit deiner Teilnehmer zu sichern. Daher schlägt SurveyMonkey vor, zuerst die wichtigste Umfragefrage zu stellen – denn schneller als du glaubst, kannst du diese Aufmerksamkeit auch schon wieder verloren haben.

SurveyMonkey empfiehlt sogar, dass du diese Frage direkt in die E-Mail einfügst mit der du deine Umfrage versendest. Diese Hauptfrage sollte sowohl einfach als auch zwingend zu beantworten sein, zum Beispiel: Wie zufrieden warst du insgesamt mit diesem Event?

>> Nutze diese praktischen E-Mail Vorlagen für die Kommunikation deines Events.

Das Platzieren deiner Hauptfrage im Anfang der E-Mail kann deine Öffnungsrate um bis zu 22 % und die Anzahl der Personen, die deine Umfrage abschließen, um 20 % erhöhen.

8. Zu viele Fragen auf eine Seite quetschen

Je weniger Fragen auf einer Seite, desto besser. SurveyMonkey empfiehlt eine, bis maximal fünf Fragen. SurveyMonkey erfasst die Daten jedes Mal, wenn der Benutzer auf „Weiter” klickt. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass so viele Antworten wie möglich gespeichert werden, selbst dann, wenn die Teilnehmer die Umfrage nicht vollständig ausfüllen.

9. Deine Markensprache nicht verwenden

Wenn deine eher konservative Marke plötzlich Jugend-Slang in einem Umfragetext verwendet, werden die Leute vielleicht sogar die Echtheit dieser Umfrage anzweifeln. Je konsistenter du in der Sprache und dem sogenannten „Tone of Voice“ deiner Marke bist, desto mehr Antworten wirst du bekommen.

Fazit zu Umfrage-Fragen für dein Event

Due Event-Erfahrung deines Events besteht nicht nur aus dem Tag des Events. Die gesamte Erfahrung beginnt mit deiner Vermarktung auf Social Media, über die Bestellbestätigung nach dem Ticketkauf, dem Einlass-Personal, der Anbindung deiner Location beim Heimweg  bis hin zur Online-Umfrage nach dem Event. Stelle deshalb sicher, dass deine Fragen Spaß machen, deine Teilnehmer nicht abschrecken und dass du die Fragen so stellst, dass du für dich auch die richtigen Schlüsse für die Planung des nächsten Events ziehen kannst.