Als Veranstalter eines Workshops arbeitest du gemeinsam mit deinen Teilnehmern an Lösungen für Probleme. Das funktioniert am besten, wenn du vorab grundlegende Workshop-Regeln festlegst, an die sich jeder hält. Wir zeigen dir hier die 5 wichtigsten Regeln mit dem größten Effekt auf den Erfolg deines Workshops. Damit wird der Workshop nicht nur für dich als Moderator entspannter, sondern auch für die Teilnehmer.

Inhaltsverzeichnis

Zeige deine Workshop-Regeln transparent

Direkt zu Beginn des Workshops solltest du deine Workshop-Regeln für alle Teilnehmer gut sichtbar festhalten, zum Beispiel auf einem Flipchart. Dadurch kann jeder im Workshop die Regeln jederzeit sehen und verinnerlichen. Weitere Tipps für die Vorbereitung und Durchführung eines Workshops findest du hier

>> Workshop vorbereiten und durchführen: so sieht der perfekte Plan aus

Workshop Regel: Jeder Teilnehmer ist wichtig

Kreativität und Köpfchen bringen Ergebnisse. Verlasse dich deshalb nicht nur auf diejenigen Teilnehmer, die sich permanent zu Wort melden, sondern binde alle Teilnehmer gleichermaßen ein. Möglicherweise nehmen einige nur an diesem Workshop teil, weil sie zur Teilnahme verpflichtet wurden. Solche Teilnehmer äußern sich oftmals nur wenig oder gar nicht. Stattdessen sitzen sie passiv ihre Zeit ab. Andere Teilnehmer hingegen sind einfach von Natur aus etwas zurückhaltender und lassen lieber andere zu Wort kommen. Notiere für deine Workshop-Regeln deshalb etwas wie „Jeder Teilnehmer ist wichtig“ und erkläre direkt zu Beginn, dass eine aktive Teilnahme des gesamten Teams eine wichtige Grundlage für zielführende Arbeitsergebnisse darstellt.

Workshop Regel: Handys ausschalten

Für viele ist es selbstverständlich, doch andere brauchen auch für die Handy-Nutzung Workshop-Regeln. Während des Workshops solltest du auf ausgeschaltete Handys achten. Durch die Smartphones werden die Teilnehmer abgelenkt und können zusätzlich die anderen Teilnehmer stören.

Sollte jedoch ein Teilnehmer zum Beispiel einen wichtigen Anruf erwarten, kann er das dir als Moderator mitteilen. Sofern der Anruf auf dem lautlosen Handy eingeht, kann der Teilnehmer den Raum dann kurzzeitig verlassen, stört somit nicht die Arbeitsatmosphäre und verletzt keine deiner Workshop-Regeln.

Workshop Regel: Es gibt keine falschen Beiträge

Um die Hemmungen vor möglicherweise falschen Aussagen zu reduzieren, gehört auch dies zu den wichtigsten Workshop-Regeln. Jeder Teilnehmer darf in einem Workshop beitragen, was er möchte. Gedanken zum Thema sollten möglichst ungefiltert geäußert werden – auch wenn sie manchmal auf den ersten Blick womöglich unrealistisch erscheinen. Doch durch das laute Aussprechen bekommen alle anderen Teilnehmer neue Impulse und denken wiederum selbst darüber nach. So werden Sachverhalte aus allen erdenklichen Richtungen beleuchtet und am Ende im Idealfall optimal gelöst.

Eine kleine Tücke gibt es allerdings auch bei Workshop-Regeln wie dieser: Die Gefahr des Abschweifens. In solch einem Fall musst du als Moderator eingreifen und den Fokus zurück auf das Thema des Workshops lenken. Ansonsten sollte aber jeder Teilnehmer die Möglichkeit haben, seinen Beitrag zu äußern. Egal, wie unwichtig dies vielleicht zunächst für andere Teilnehmer erscheint. 

>> Workshop-Moderation: Tipps für die perfekte Moderation

Workshop Regel: Die Zeit muss unbedingt eingehalten werden

Ein Workshop ist zeitlich begrenzt und daher ist die Zeit sehr kostbar. Deshalb zählt die Einhaltung des Zeitplans ebenfalls zu den wichtigsten Workshop-Regeln. Doch wie sorgst du dafür, dass der Zeitplan tatsächlich auch eingehalten wird? Am einfachsten ist es, wenn du die Gesamtzeit in deinem Workshop vorab in Inhaltsblöcke unterteilst. Diese Blöcke werden jeweils mit einer Zeitvorgabe versehen, sodass jeder Teilnehmer sich daran halten kann. Den Zeitplan kannst du bereits zu Beginn besprechen, zum Beispiel nachdem du deine Workshop-Regeln präsentiert hast. Eine leicht einsehbare Uhr kann helfen, dass die Vorgaben eingehalten werden.

Workshop Regel: Verschwiegenheit für jeden Teilnehmer

Um sich während eines Workshops frei äußern und entfalten zu können, ist Verschwiegenheit wichtig. Nicht für jeden ist Verschwiegenheit selbstverständlich. Deshalb solltest du sie unbedingt in deinen Workshop-Regeln festhalten.

Insbesondere mit Blick auf Nummer 3 der Workshop-Regeln (Es gibt keine falschen Beiträge) solltest du dabei verdeutlichen, dass alles, was innerhalb des Workshops gemacht oder auch gesagt wird, im Kreis des Workshops bleibt. Durch die Verschwiegenheit schaffst du ein familiäres Gefühl, in dem sich jeder Teilnehmer wohlfühlen kann. Ein kreativer Raum benötigt diesen Ehrenkodex, damit keine Ängste, Blockaden oder Befürchtungen aufkommen, sondern Kreativität und Ideenfreude das Stimmungsbild ausmachen.

Wenn du diese 5 Workshop-Regeln vorab aufstellst und auf ihre Einhaltung achtest, wirst du eine angenehme Arbeitsatmosphäre mit aktiven Teilnehmern generieren. So kann dein nächster Workshop mit dir als Moderator kommen. Weitere Tipps für die Moderation findest du hier

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