Musik ist ein Geschäft, in dem es um Beziehungen und den guten Ruf geht. Vor allem, wenn du eine Konzertlocation betreibst. Um erfolgreich zu sein, muss man einen guten Draht zu Künstlern, ihren Managern und sogar zu ihren Fans haben und pflegen.

Mit anderen Worten – dein Ruf ist alles. Alles, was du im Namen deiner Location tust, spiegelt sich sowohl in deinem Ruf als auch in dem Ruf deiner Konzertlocation wider.

Aber auch bei der gründlichsten Planung können jedem Fehler passieren, die deinen Erfolg gefährden könnten. In diesem Artikel stellen wir 4 Fehler vor, die leider oft übersehen werden und rufschädigende Folgen mit sich bringen können.

1. Die Vereinbarungen nicht halten

Das Betreiben einer Konzertlocation bringt unzählige Verträge und informelle Vereinbarungen mit sich, sei es mit Musikern, Sponsoren oder Partnern.

Angenommen, du hast mit einem Künstler besprochen, das Essen für ihn bereitzustellen, das Hotelzimmer zu buchen, seinen Auftritt über deine Kanäle zu vermarkten, oder was auch immer sonst in eurem Vertrag steht. Sind diese Punkte bei der Ankunft des Künstlers nicht erledigt, kannst du dir sicher sein, dass er oder sein Tourmanager sich an den Booking-Agenten wendet, der bei dem nächsten Event eine andere Konzertlocation bevorzugen wird.

Um deinen guten Ruf zu behalten: Weniger versprechen, mehr leisten. Habt ihr besprochen, Snacks für die Band bereitzustellen? Serviere doch lieber eine gute Mahlzeit in ihrem Aufenthaltsraum, damit kannst du nichts falsch machen. Wenn du Erwartungen deiner Gäste übertriffst, werden sowohl sie als auch ihre Fans zufrieden sein.

>> So nutzt du Instagram für die Vermarktung deiner Events!

2. Eine arrogante Haltung einnehmen

Die Musikindustrie ist voller großer Persönlichkeiten. Aber die Persönlichkeiten in deinem Team sollten nie größer sein als die deiner Künstler bzw. Kunden – oder sogar deiner Fans.

Ob bei Künstlern, Agenten oder Fans, jede persönliche Interaktion ist eine gute Gelegenheit, um deinem Ruf zu schaden (oder ihn zu stärken). Auch wenn eine Forderung oder Anfrage dir dumm oder überflüssig vorkommt, solltest du anständig darauf reagieren. Der Künstler wünscht ausschließlich grüne M&Ms? Erfülle ihm seinen Wunsch – oder lehne ab, aber unbedingt lächelnd oder mit einem Witz.

Um deinen guten Ruf zu behalten: Behandle jeden mit Respekt, und zwar immer. Sei professionell im Umgang mit deinen Gästen und ihren Fans und sprich mit deinem Team das ständige „Mantra“: Der Kunde ist König.

3. Unorganisiert sein

Wenn man Nacht für Nacht Shows und Gigs organisieren muss, kann so einiges schiefgehen. Einer der Barkeeper hat sich krank gemeldet und dein Team ist deshalb unterbesetzt. Am Eingang hat sich eine längere Schlange gebildet und der Einlass läuft nur langsam ab. Du hast nicht genügend Security eingestellt oder die Band verspätet sich.

Jede dieser Herausforderungen kann eine Katastrophe auslösen. Wenn du es soweit kommen lässt, musst du dich auf langwierige und mühsame Schadenbekämpfung einstellen.

Um deinen guten Ruf zu behalten: Stelle sicher, dass dein Team aus verlässlichen Mitglieder besteht, die es gewohnt sind,  auf hohem Niveau zu arbeiten. Vergiss aber nicht, dass du ihnen als Beispiel dienst und sie sich an dich und deine Arbeitsweise anpassen. Außerdem hilft es immer, eine Checkliste zu erstellen, damit du im Vorbereitungsstress bloß nichts vergisst und ein potenzielles Problem sofort erkennen kannst.

4. In die Defensive gehen

Sollte doch ein Problem auftreten, gibt es nichts Schlimmeres, als wenn man als Veranstalter seine eigenen Fehler nicht einsieht. Das wird die Situation umso mehr vertiefen und deine Konzertlocation in einem noch schlechteren Licht darstellen.

Wenn du auf einen Fehler hingewiesen wirst, nimm die Bemerkung oder Kritik dankend an und sieh sie als eine Möglichkeit zu lernen und in der Zukunft Dinge besser zu planen.

Um deinen guten Ruf zu behalten: Atme durch, entschuldige dich und konzentriere dich auf die Lösung des Problems. Übernehme Verantwortung und setze so ein Zeichen für dein Team. Und – wenn die Situation doch an die Öffentlichkeit gelangt – veröffentliche eine (taktvolle) Meldung auf Social Media. So wirst du dich als jemand präsentieren, der zu seinen Fehlern steht und sich nicht mit billigen Ausreden rettet.