Fürs Eventmarketing…von Babys? Ja, genau!

Heute schreibt unser Kollege Mark Walker, Content Marketing Manager für Eventbrite in den UK was man von seiner Tochter alles lernen kann:

Meine Tochter ist letzten Monat zehn Monate alt geworden (…das Baby auf dem Titelbild ist nicht meine Tochter, sondern ein Stock-Model-Baby, falls es so etwas gibt). Das ist natürlich ein sehr junges Alter, und trotzdem ist mir klar geworden, dass sie mir schon vieles beibringen konnte – über das Leben im Allgemeinen, aber auch über das Leben als Veranstalter.

Im Folgenden habe ich 10 Tipps zusammengefasst, die ich mir in puncto Eventvermarktung von ihr abgucken konnte:

1. Sei hartnäckig

Der häufigste Grund für Fehlschläge bei der Vermarktung von Events – und im Leben – ist das Aufgeben. Wenn du aufhörst, es zu versuchen und das Handtuch wirfst, erreichst du dein Ziel garantiert nicht.

Stell dir einmal vor, Babys würden einfach nicht mehr versuchen, zu krabbeln, zu laufen oder zu sprechen, nachdem sie ein paar Dutzend vergebliche Anläufe genommen haben. Die Menschheit wäre mit Sicherheit nicht allzu weit gekommen. Und das wird auch das Eventmarketing nicht, wenn du Kampagnen zu schnell einstellst, A/B-Tests vorzeitig beendest bzw. Slogan, Zielgruppe oder Werbebotschaften ständig änderst.

Gutes Marketing zahlt sich normalerweise zunehmend aus, wenn die Verbraucher mit deiner Marke vertraut werden. Deshalb ist Hartnäckigkeit einer der Schlüssel zum Erfolg.

2. Sei neugierig

Ich glaube nicht, dass irgendjemand der Aussage widersprechen würde, dass Babys neugierige kleine Wesen sind. Unsere Tochter ist mit Sicherheit eines. Sie interessiert sich für alles, versucht, Taschen auszupacken, Schränke zu öffnen und über Simse zu spähen, die viel zu hoch für sie sind. Für sie ist alles faszinierend und deshalb lernt sie so schnell.

Herausragende Veranstalter und Marketingfachleute sind ebenfalls auf alles neugierig. Ihnen macht es Spaß, offene Fragen zu stellen und Menschen kennenzulernen (besonders ihre Kunden), Texte über unterschiedliche und scheinbar nicht zusammenhängende Themen zu lesen und der Mechanik von Online-Verhalten oder Marketing-Tools auf den Grund zu gehen. Aus all diesen Informationen gewinnen sie den kreativen Treibstoff für die Idee zu ihrer nächsten großartigen Kampagne.

Und angesichts des Tempos, mit dem sich das Marketing verändert und neue Technologien die Landschaft revolutionieren, ist es auch für eine langfristige Karriere im Eventmarketing unabdingbar, lebenslang zu lernen.

>> Apropos Eventmarketing! Kennst du schon unsere praktische Checkliste zum Thema?

3. Hab keine Angst zu scheitern.

Dieser Punkt unterscheidet sich insofern von der Hartnäckigkeit, als er Menschen häufig davon abhält, etwas überhaupt zu versuchen, von Aufgeben ganz zu schweigen. Die Angst, dumm oder albern zu wirken, oder noch schlimmer, die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, hält so viele Menschen davon ab, auch nur etwas Neues auszuprobieren.

Babys kennen diese Angst nicht. Sie werfen sich mit Begeisterung vom Sofa oder krabbeln in eine Waschmaschine, wenn sich die Gelegenheit bietet. Das ist vielleicht nicht das Verhalten, das wir im Arbeitsleben anstreben, aber dieselbe Abwesenheit von Angst ist letztendlich das, was die Entwicklung fördert, und derselbe Instinkt – es einfach zu versuchen – ist im Eventmarketing enorm vorteilhaft.

Wer als Erster etwas ausprobiert, muss akzeptieren, dass es möglicherweise nicht funktioniert und ein paar Narben zurückbleiben können (er könnte aber genauso gut einen Volltreffer landen). Solange dein Experiment jedoch keine allzu schwerwiegenden Folgen hat und du das Risiko so weit wie möglich gemildert hast, lernst du zumindest eine wertvolle Lektion und die Erfolgswahrscheinlichkeit wird beim nächsten Mal höher.

4. Vertrauen und Unterstützung sind wichtig.

Wenn du hin und wieder ein kalkuliertes Risiko eingehen möchtest, ist es wirklich wichtig, dass du über ein Unterstützungsnetzwerk verfügst, auf das du vertrauen kannst. Die Mitglieder dieses Netzwerks helfen dir, wenn etwas nicht funktioniert, und hindern dich daran, etwas Dummes zu tun. Dazu sollten Vorgesetzte gehören – jemand, der dich darin unterstützt, Grenzen auszutesten, hinter dir steht, wenn es nicht funktioniert, und hilft zu beurteilen, was du beim nächsten Mal besser machen kannst.

Es müssen aber nicht nur Vorgesetzte sein. Kollegen, Freunde oder Verwandte können ebenfalls zu deinem Netzwerk gehören – solange du ihnen vertraust und sie dir dabei helfen, aus deinen Fehlern zu lernen, und dich davon abhalten, dir selbst (oder deiner Karriere) zu großen Schaden zuzufügen.

Diese Art von Vertrauen haben Babys zu ihren Eltern, die sie unterstützen und einerseits alles versuchen, damit sie nichts tun, was schwere Verletzungen nach sich ziehen würde (z. B. sich kopfüber vom Sofa stürzen), aber andererseits die notwendige Flexibilität zum Lernen bieten. Dazu gehört auch, dass sie hin und wieder eine kleine Beule abbekommen – und wenn das passiert, sind wir da, um sie zu trösten.

>> Kennst du das auch? 10 GIFS, die das Leben als Veranstalter auf den Punkt bringen.

5. Imitiere es was du magst… und mach es dir dann zu eigen.

Babys sind unglaublich gut darin, Fingerzeige von uns aufzunehmen, denn sie lernen durch Nachahmung. Deshalb ist Lächeln eine der ersten absichtlichen Handlungen, zu denen sie fähig sind: weil ihre Eltern (und alle anderen) gar nicht anders können, als sie stundenlang anzulächeln und sie lernen, das nachzuahmen. Auf diese Weise entwickeln sie Sprache und deshalb haben sie so viel Spaß daran, alles zu tun, was wir auch tun.

Dennoch fällt auf, dass Babys nichts genauso tun wie wir selbst. Sie haben immer ihre eigene Version von dem, was du tust, ihre eigene Interpretation. Auch darin liegt eine hervorragende Lektion fürs Eventmarketing.

Wenn du erfolgreich sein möchtest, lerne aus dem, was andere gut machen. Sieh dir andere erfolgreiche Events und ihre Kampagnen an. Lass dich von dem inspirieren, was schon da ist, statt ein leeres Blatt Papier anzustarren und auf eine göttliche Eingebung zu warten.

Achte einfach darauf, dem Ganzen deine eigene Note zu verleihen, und formuliere deine eigene einzigartige Botschaft daraus. Wenn du dich von Ideen inspirieren lässt, die funktionieren, solltest du einige der grundlegenden Dinge richtig machen, die zu diesem Erfolg geführt haben. Es geht nicht darum, einfach etwas abzuleiten, sondern tatsächlich einen einzigartigen Mehrwert zu schaffen.

6. Sei laut.

Wir Briten treten häufig reserviert und zurückhaltend auf. Zehn Monate alte Babys hingegen weniger. Sie versuchen immer, deine Aufmerksamkeit zu erregen und greifen dabei gerne zu allen nötigen Mitteln.

Eventmarketing, das nicht laut ist, wird nie erfolgreich sein. Es ist der typische Trugschluss „Mach es und die Leute kommen schon von alleine“, dem man auch als Veranstalter häufig unterliegt. Stilles Eventmarketing ist sinnlos. Unsere Aufgabe als Marketingfachleute ist, dafür zu sorgen, dass es laut genug wird.

Mobilisiere deine Kollegen, damit sie es in ihren Netzwerken weitergeben, telefoniere mit Journalisten, schreibe E-Mails an einflussreiche Personen, investiere ein großzügiges Budget – aber sorge dafür, dass man auf deine Arbeit aufmerksam wird, denn sonst müsstest du nach dem Sinn des Ganzen fragen.

7. Verlass dich auf deine Sinne und lerne aus der Praxis.

Spoiler-Alarm: Babys lesen keine Handbücher. Und auch keine Blogs oder sonstigen Texte. Sie lernen einfach aus der Praxis.

Natürlich ist für Marketingfachleute alles, was sie aus Büchern, Blogs, Videos, Konferenzen usw. lernen können, enorm wertvoll, aber die ganze Theorie wird ihnen erst dann wirklich bewusst und nützlich, wenn sie tatsächlich in die Praxis umgesetzt wurde.

Wenn du nicht die Ärmel hochkrempelst und anfängst, mit Gelerntem zu experimentieren, musst du dich wiederum fragen, warum du dir überhaupt die Mühe gemacht hast. Nur durch direktes Feedback vom Markt kannst du erfahren, ob eine bestimmte Eventmarketingidee funktioniert oder nicht.

8. Taten zählen mehr als Worte.

Wurdest du schon mal von einem Baby im Stich gelassen? Hat ein Baby schon mal Erwartungen geweckt, nur um dich anschließend zu enttäuschen? Natürlich nicht, denn Babys können ja noch nicht sprechen. Deshalb sind sie so gute Beispiele dafür, dass Taten mehr zählen als Worte. Wenn sie etwas tun wollen, tun sie es einfach.

Häufig erzählen viele Marketingfachleute von all den faszinierenden Dingen, die sie erreichen werden … und kommen dann in der Realität an. Das Gleiche passiert bei Brainstorming-Sitzungen, in denen großartige Ideen nur so hervorsprudeln, alle Teilnehmer sind begeistert, doch dann wird oft genug nichts davon wirklich umgesetzt.

Beim Eventmarketing ist die Ausführung genauso wichtig wie Kreativität und Vision. Konzentriere dich sich also immer auf die angestrebten Ergebnisse deiner aktuellen Kampagne und lass dich nicht zu sehr vom nächsten glänzenden Ziel oder vom neuesten „Spielzeug“ ablenken.

9. Sei faszinierend.

Fast alle mögen Babys (auch wenn es zu jeder Regel Ausnahmen gibt), weil sie einfach so faszinierend sind. Sie berühren uns auf einer emotionalen Ebene, und noch dazu sind sie natürlich sehr niedlich, witzig, und jedes von ihnen ist einmalig. Zumindest denken das alle Eltern über ihre Babys.

Damit dein Eventmarketing herausragt und eine Rolle spielt, muss es genauso faszinierend sein. Es muss außergewöhnlich sein, es muss eine emotionale Verbindung mit deiner Zielgruppe herstellen, es muss ihm Persönlichkeit verleihen. Großartiges Marketing bringt Menschen zum Lachen oder zum Weinen oder dazu, eine Kampagne mit ihren Freunden zu teilen.

10. Sei authentisch.

Babys haben keine Masche. Wenn ein Baby kuscheln will, liegt es einfach daran, dass es kuscheln will. Wenn Babys lachen, ist es ansteckend, weil es so echt ist. Wenn sie Trost brauchen, weinen sie, weil sie nicht versuchen, ihre Gefühle zu verstecken.

Damit die Kampagne für dein Event effektiv wird, musst du ebenfalls authentisch sein. Bleib verwundbar, kommuniziere offen, worum es dir geht, versuche nicht, jemandem etwas vorzumachen und biete einen Mehrwert an. Deine Zielgruppe, deren Bedürfnisse und auch die Lösung, die du dafür anbietest, sollten dir tatsächlich am Herzen liegen.

Inhaltlose Phrasen oder leere Versprechungen sind leicht zu entlarven. Wenn du dein Marketing authentisch gestaltest, hast du die Chance, eine enge Verbindung mit deiner Zielgruppe aufzubauen.

Im zarten Alter von nur zehn Monaten hat meine Tochter mir schon viel beigebracht. Ich freue mich darauf, noch viel mehr von ihr zu lernen, während sie aufwächst und zu beobachten, wie sie mit der Welt interagiert.

 


Hier erfährst du mehr über Eventbrite und unsere Möglichkeiten für Veranstalter.

Willst du mehr Tipps und Tricks rund ums Thema Eventmanagement? Dann abonniere unseren Newsletter:

[mc4wp_form]

 

Und mit unserem Leitfaden: Erfolgreiche Eventplanung in 9 Schritten gelingt dir die Planung deines nächsten Events noch leichter!

[Titelbild „Diva“ von Marco unter cc by-sa 2.0]